Wegen umstrittener Sicherheitsmaßnahmen

Gladbach-Fans beschließen Derby-Boykott

Mönchengladbach - Der Großteil der Fanszene von Borussia Mönchengladbach wird das rheinische Derby beim 1. FC Köln am 19. September boykottieren. Das geht aus einer von 135 Fanklubs unterzeichneten Erklärung hervor.

Grund sind umstrittene Sicherheitsmaßnahmen: Sämtliche Gladbach-Fans müssen sich beim Ticketkauf erstmals mit Name, Adresse und Geburtsdatum registrieren lassen.

„In unseren Augen kann es nicht sein, dass wir uns für Fußballspiele Wochen vorher in Listen eintragen müssen (...) und dass eine Fanszene bestraft wird, die beim letzten Derby besonnen reagierte und auf die Provokationen der Gegenseite nicht einging“, heißt es in der Erklärung. Die Maßnahmen sind eine Folge der Ausschreitungen beim letzten Derby in Mönchengladbach, bei dem Kölner Fans nach Schlusspfiff den Rasen gestürmt hatten. Die Borussia hatte sich zuvor gegen einen Boykott ausgesprochen. „Wir halten einen Boykott nicht für den richtigen Weg halten“, sagte Geschäftsführer Stephan Schippers: „Ich habe große Sorge, dass Kurzschlussreaktionen dazu führen, dass wir in einen Kreislauf kommen, an dessen Ende gar keine Auswärtsfans mehr bei den Derbys sind.“

Die Borussia-Fans wollen nun unter dem Motto „Heimspiel gegen Köln“ eine Alternativ-Veranstaltung organisieren, um am 19. September das Derby „in Heimspielatmosphäre“ erleben zu können.

sid

Rubriklistenbild: © dpa

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