4. Spieltag der Bundesliga

Vier Teams jagen den FC Bayern

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Am vierten Spieltag der Bundesliga macht ein Quartett jagd auf die Tabellenspitze.

Düsseldorf - Die Bayern sind durchaus verwundbar. Das 1:1 des Triple-Gewinners in Freiburg bietet gleich vier Vereinen die Chance, in der Tabelle an Pep Guardiolas Startruppe vorbeizuziehen.

Vor einem Jahr marschierten die Münchner Fußball-Bayern mit Riesenschritten vornweg. Acht Startsiege und 26:2 Tore ließen die Konkurrenz schon vorzeitig fast resignieren. In der 51. Bundesliga-Saison wurde die Punkte-Immunität der Startruppe von Jupp-Heynckes-Nachfolger Pep Guardiola mit dem 1:1 bereits in der vorgezogenen Begegnung des vierten Spieltags in Freiburg aufgehoben.

Gleich vier Bayern-Verfolger haben die Chance, daraus Profit zu schlagen und am Team um Europas neuem „Fußballer des Jahres“ Franck Ribéry vorbeizuziehen: der BVB am Sonntag bei Europa-League-Starter Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen am Samstag „auf Schalke“, wo noch tags zuvor der Transfercoup mit Kevin-Prince Boateng perfekt gemacht wurde, Mainz in Hannover, Aufsteiger Berlin in Wolfsburg.

„Die ganze Liga hat sicherlich gehofft, dass Bayern und Dortmund nicht so von Anfang an marschieren“, sagte der Leverkusener Profi Stefan Reinartz dem Internetportal „bundesliga.de“. Dem BVB und Dortmund genügen unentschiedene Spielausgänge, Mainz und die Hertha müssen gewinnen, um die Bayern hinter sich zu lassen.

Darauf haben die Underdogs augenscheinlich richtig Bock. Mainz-Trainer Thomas Tuchel sagte über sein Team, es habe „enorme Lust auf Konsequenz“ und zudem einen „enormen Ehrgeiz im Hinblick auf Ergebnisse entwickelt“. Berlins Aufstiegscoach Jos Luhukay ist vor dem Auftritt in Wolfsburg nicht ganz so vollmundig: „Wir müssen als Team eine sehr gute Leistung abrufen.“ Luhukay hält Wolfsburg nach den Herausforderungen Frankfurt (6:1), Nürnberg (2:2) und Hamburg (1:0) „für den stärksten Gegner bisher“.

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Im Topspiel am Samstag (18.30 Uhr) in Gelsenkirchen sind die Champions-League-Starter Schalke und Bayer unter sich - mit klaren Vorzeichen: Von den vergangenen sieben Gastspielen in der Revierstadt kehrte Leverkusen nur einmal als Verlierer ins Rheinland zurück. Bayer ist nach saisonübergreifend acht Siegen in Serie obenauf. Und vier Erfolge zu Saisonbeginn sind einem Werkself-Team in der Topliga noch nie geglückt. Das wäre eine wunderbare Quote - im Gegensatz zu der von Schalke: Erst ein Punkt steht zu Buche. Zudem fehlen die gesperrten Profis Benedikt Höwedes und Christian Fuchs.

Trotzdem ist Bayer-Teamchef Sami Hyypiä skeptisch und mahnt zur Vorsicht: „Schalke ist schwer einzuschätzen, hat aber durch die Qualifikation zur Champions League jetzt sicher an Selbstvertrauen gewonnen.“ Und mit Kevin-Prince Boateng ganz gewiss eine Verstärkung bekommen. „Wir wollen, dass er dabei ist“, sagte Schalke-Coach Jens Keller.

Derbyfieber herrscht in Hamburg, Nürnberg und Stuttgart, wo das Dilemma trotz des neuen Trainers Thomas Schneider komplett ist. Nach dem Europa-League-Aus ist der neue VfB-Frontmann gegen Hoffenheim als Krisenmanager gefragt. „Wir brauchen Ergebnisse“, forderte er. Fast-Absteiger Hoffenheim ist noch unbesiegt, hat die beste Offensive und gewann vor Jahresfrist am Neckar mit 3:0.

Punktlos wie der VfB ist nur noch Aufsteiger Braunschweig. Doch für Gastgeber-Coach Thorsten Fink ist der Druck ungleich größer als für Torsten Lieberknecht. Der ist bereit, in Hamburg „gewissermaßen unsere Jungfräulichkeit abzulegen“. Fink steht im Duell der Sieglosen nicht vor einem Alles-oder-Nichts-Spiel: Noch stärken HSV-Präsident Carl-Edgar Jarchow und Sportdirektor Oliver Kreuzer dem Coach den Rücken - und haben ohnehin kein Geld für eine Trainerentlassung.

Beim „Club“ soll gegen Augsburg der erste Saisonsieg her. „Das ist für den 1. FC Nürnberg ein sehr wichtiges Spiel, das wir unbedingt gewinnen wollen“, mahnte „Club“-Coach Michael Wiesinger an. Sein Bremer Kollege Robin Dutt knackt in Mönchengladbach die 100-Spiele-Marke als Bundesliga-Trainer.

dpa

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