Wie viele Buden fallen diesmal?

Liga jagt die Bayern und den Tor-Rekord

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In der Liga fallen so viele Tore wie seit 19 Jahren nicht mehr.

Düsseldorf - Die Bundesliga ist auf gutem Weg zu einem Tor-Rekord. An den ersten acht Spieltagen fielen so viele Treffer wie seit 19 Jahren nicht. Auch die Bayern-Jagd beginnt.

Die Stürmergilde rüstet sich für die Rekordjagd, der FC Bayern für den Angriff der Verfolger. Nach der Übernahme der Tabellenspitze vor 14 Tagen gehen die Münchner am Ende der Länderspielpause erstmals in dieser Saison von der Pole Position in einen Spieltag der Fußball-Bundesliga. Die momentane Rangfolge aber interessiert Bayerns Startrainer nur wenig. "Mir persönlich ist es nicht allzu wichtig, im Oktober an der Tabellenspitze zu stehen -wobei es natürlich immer schöner ist, Erster zu sein", sagte Pep Guardiola vor dem Duell mit dem FSV Mainz 05 am Samstag.

Wichtiger ist dem Spanier derzeit, die Spielweise seiner Startruppe weiterzuentwickeln. "Wir stecken in einem Prozess und haben mit den Leistungen gegen Manchester City und Leverkusen schon ein gutes Niveau erreicht, das wir in den kommenden Wochen halten wollen", sagte Guardiola. Er zeigt sich "ein bisschen überrascht, wie schnell die Spieler meine Ideen aufgenommen haben. Ich dachte, wir brauchen dafür deutlich mehr Zeit." Auch wenn es hier und da noch ein paar Stellschrauben zu drehen gebe, lautet sein vorzeitiges Fazit: "Ich bin zufrieden mit dem, was wir auf dem Platz zeigen."

Die seit 33 Ligaspielen unbezwungenen Bayern sind auch gegen die Rheinhessen, die aus den zurückliegenden fünf Partien nur einen Punkt holten, hoher Favorit. Gleichwohl fährt FSV-Coach Thomas Tuchel nicht nach München, um sich dort ein Autogramm vom geschätzten Kollegen Guardiola zu holen. "Gegen München zu spielen, ist immer etwas Besonderes - und für mich, gegen Pep anzutreten", sagte Tuchel. Sein Team dürfe aber "nicht aus einer Hochachtung für die Leistungen der Bayern heraus eine demütige Haltung einnehmen".

Tuchel bangt um Torjäger Nicolai Müller. Der schon sechsmal erfolgreiche Angreifer wird dringend benötigt. "Wenn er am Samstag humpeln kann, dann spielt er", versicherte der Coach. Müller gehört zu jenen fünf Profis, die in acht Spielen schon sechs Tore erzielten. Sechs weitere trafen je fünfmal. In 72 Saisonspielen fielen im Durchschnitt 3,3 Tore - so viele wie seit 19 Jahren nicht mehr.

Auch Borussia Dortmunds Angreifer Pierre-Emerick Aubameyang traf schon fünfmal, sieht sich aber noch lange nicht am Limit: "Da ist noch was rauszuholen", betonte der Nationalspieler Gabuns, der auch gegen Hannover gern treffen würde. Trotz aller Verletzungssorgen schloss Jürgen Klopp aus, einsatzfähige Profis für die Aufgaben in der Champions League am Dienstag beim FC Arsenal und das folgende Revierderby auf Schalke zu schonen: "Das kommt nicht infrage", sagte der BVB-Trainer, der zum Auftakt der Englischen Wochen mit sechs Partien in 22 Tagen nur von Spiel zu Spiel denkt.

Sky-Experte Stefan Effenberg glaubt nicht, dass sich die Bayern früh vom Hauptkonkurrenten Dortmund absetzen. "Im Kampf um den Titel wird es nicht langweilig", meint Effenberg, "denn ich glaube, dass der BVB die Bayern - anders als im vergangenen Jahr - bis zum Schluss fordern wird."

An der Torejagd beteiligte sich zuletzt auch der Hamburger SV unter dem neuen Trainer Bert van Marwijk. Mit seinem Hattrick beim 5:0 in Nürnberg schoss sich Pierre-Michel Lasogga in die Herzen der HSV-Fans. Sportchef Oliver Kreuzer versprach ihm vor der Partie am Sonntag gegen den VfB Stuttgart sogar ein Essen zu dritt, wenn er weiter so gut trifft - gemeinsam mit Lasoggas Mutter, die auch Beraterin des Profis ist.

Tore-Nachholbedarf hat Schalke 04. Das mag auch am monatelangen Ausfall des einstigen Torschützenkönigs Klaas-Jan Huntelaar liegen. Der Niederländer zog sich schon am zweiten Spieltag einen Innenbandanriss zu, erlitt nun einen Rückschlag und fällt bis Jahresende aus. Weil in Braunschweig Jefferson Farfan und höchstwahrscheinlich auch Kevin-Prince Boateng nicht spielen können, lastet viel Druck auf Adam Szalai. Den einzig verbliebenen Stürmer würde Manager Horst Heldt am liebsten "in Watte packen".

dpa

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