Relegation am Donnerstag

Fürth will den HSV ärgern

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Der Fürther Stephan Fürstner (r) kämpft mit Matthias Zimmermann vom SV Sandhausen um den Ball.

Fürth - Greuther Fürth muss wie erwartet in die Relegation. Gegen den HSV geht's für die Franken am Donnerstag und Sonntag in zwei Partien um die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga.

Die Profis der SpVgg Greuther Fürth führten sich ganz kurz so auf, als wenn die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga schon verspielt sei. Wasserflaschen flogen aufs Feld, Trainer Frank Kramer trottete mit gesenktem Kopf vom Platz. Im Fernduell mit dem SC Paderborn am letzten Spieltag verpasste der Kleeblatt-Club trotz eines 2:0 (0:0)-Sieges über den SV Sandhausen den direkten Aufstieg, da auch die Ostwestfalen ihr Duell gegen den VfR Aalen gewinnen konnten. In zwei Relegationsspielen gegen den Erstliga-Drittletzten Hamburger SV bleiben dem Dritten der 2. Liga aber jetzt noch Chancen.

„Dass der HSV Favorit ist, dürfte klar sein. Aber wir haben im Fußball schon viel erlebt. Wir haben eine tolle Saison gespielt und noch zweimal die Möglichkeit, das zu zeigen“, sagte Coach Kramer. Mittelfeldspieler Stephan Fürstner verkündete, „dass wir alles in die Waagschale werfen. Wir wollen den Großen ärgern.“

Ilir Azemi (52. Minute) und Zoltan Stieber (83.) sicherten nach einer mäßigen Vorstellung den 19. Saisonsieg für den Tabellendritten. Die Franken müssen in der Relegation zunächst am Donnerstag nach Hamburg reisen. Das Rückspiel gegen den Erstliga-Dino am Sonntag wird dann in Fürth ausgetragen. „Das werden zwei richtig enge und heiße Kisten“, versprach Kramer und lobte Paderborn: „Die haben eine sensationelle Saison gespielt. Alles Gute in Liga eins!“

Im Duell mit dem Mittelklasseteam aus Sandhausen wirkte Fürth vor 16 165 Zuschauern lange gehemmt und nervös, das Aufbauspiel war viel zu statisch. Eine Chance von Goran Sukalo (11.) blieb lange die einzig gefährliche Szene. Mit einem Kopfball sorgte Azemi erst in Hälfte zwei für Jubel auf den Rängen und bei Kramer, Stieber machte später alles klar. Nach dem Abpfiff gingen die Blicke sofort zu den Fernsehbildschirmen, wo noch die letzten Minuten des Paderborn-Spiels liefen. Dort startete kurz darauf die große Party, in Fürth noch nicht - vorerst zumindest. „Wir rechnen uns gute Chancen gegen den HSV aus“, sagte Torjäger Azemi kämpferisch.

dpa

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