Aus Europa-League ausgeschieden

Frust bei Mario Gomez

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Mario Gomez.

Florenz - Titelverteidiger FC Sevilla und Dnjepr Dnjepropetrowsk bestreiten am 27. Mai in Warschau das Finale in der Europa League. Für Mario Gomez und den AC Florenz blieb dieser Traum unerfüllt.

Schwarzer Abend für Mario Gomez und den italienischen Fußball: Einen Tag nach dem triumphalen Einzug des Rekordmeisters Juventus Turin ins Finale der Champions League mussten in den Vorschlussrunden-Spielen der Europa League der Gomez-Klub AC Florenz und der SSC Neapel die Segel streichen.

Der 60-malige Nationalspieler Gomez erlebte einen ganz bitteren Abend, denn das 0:2 (0:2) der Fiorentina im Rückspiel gegen Titelverteidiger FC Sevilla verfolgte der frühere Stuttgarter und Münchner Profi nur von der Bank aus. Beim 0:3 im Hinspiel hatte Gomez maßlos enttäuscht.

Im Finale am 27. Mai trifft Sevilla als Favorit auf Dnjepr Dnjepropetrowsk und darf vom zweiten Europapokal-Triumph nacheinander träumen. Die Ukrainer schalteten Neapel nach einem 1:1 im Hinspiel durch ein 1:0 (0:0) aus und zogen erstmals in ein europäisches Endspiel ein.

Nach der Pleite gegen Sevilla beherrschte Gomez trotz seiner Nichtberücksichtigung durch Trainer Vincenzo Montella die Schlagzeilen. „Montella vor dem Aus. Er zahlt einen hohen Preis. Seine Entscheidung, auf Gomez zu verzichten, wird noch für Diskussionen sorgen“, schrieb die Gazzetta dello Sport. Der Corriere dello Sport sah es ähnlich: „Beim Spiel der Wahrheit verzichtet Montella auf Gomez, was unbegreiflich ist.“

Gomez musste untätig mit ansehen, wie sein Vertreter Josip Ilicic eine Chance nach der anderen vergab, zu allem Überfluss auch noch in der 67. Minute den Ball bei einem Elfmeter kläglich in den Abendhimmel schoss und damit ein gellendes Pfeifkonzert auslöste. Gomez lief sich zwar minutenlang warm, am Ende aber vergeblich.

Die Gazzetta will erfahren haben, dass der 29-Jährige anschließend seinem Ärger freien Lauf ließ. „Vom Trainer einfach vergessen: Super-Mario hat nicht gut darauf reagiert“, schrieb das Blatt. Eine vorzeitige Trennung scheint nun nicht mehr ausgeschlossen, nachdem Gomez vor Mitte der Woche noch eine Flucht aus der Toskana ausgeschlossen hatte.

Angeblich ist der AS Rom bereit, für den Bundesliga-Torschützenkönig von 2011, der noch bis 2017 bei den Violetten unter Vertrag steht, zehn Millionen Euro Ablöse zu bezahlen. Möglicherweise wartet Gomez aber auch ab, was mit Coach Montella geschieht, der offenbar selbst mit einem Rauswurf rechnet: „Es kann schon sein, dass der Verein nicht mehr mit mir plant.“

sid

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