Liverpool, Inter, Rom und Monaco betroffen

Financial Fairplay: Deutsche CL-Gegner im Visier

Genf - Der europäische Fußballverband UEFA hat im Kampf um ein gesünderes Haushalten der Vereine die Zügel angezogen. Sieben teils prominente Europapokal-Teilnehmer sind betroffen.

Wie der Verband am Donnerstag bekannt gab, sind im Rahmen des Financial Fairplay (FFP) gegen sieben Europapokal-Teilnehmer der laufenden Saison Verfahren wegen womöglichen Überschreitens des erlaubten Defizits in den Jahren 2012 und 2013 eingeleitet worden.

Hierzu gehören aus der Champions League Bayern Münchens Gruppengegner AS Rom, Bayer Leverkusens Widersacher AS Monaco, der englische Vizemeister FC Liverpool und Sporting Lissabon aus Portugal. Aus der Europa League sind der sechsmalige Europapokalsieger Inter Mailand, Besiktas Istanbul und der russische Klub FK Krasnodar, Gruppengegner des VfL Wolfsburg, betroffen. Die Vereine sollen deutlich mehr Geld für Transfers beziehungsweise Profigehälter ausgegeben haben, als sie durch das Fußballgeschäft eingenommen haben.

Laut UEFA müssen die Vereine im Oktober und November zusätzliche Informationen zu ihrer finanziellen Situation einreichen. Andernfalls würden im Winter Maßnahmen zur Sanktionierung durch das Kontrollgremium CFCB ergriffen. Die UEFA hat den für den Europapokal qualifizierten Vereinen in den vergangenen zwei Jahren lediglich ein Defizit von 45 Millionen Euro gestattet. Ziel des FFP ist, die Vereine zu einem gesünderen und nachhaltigeren Wirtschaften zu bewegen.

Zu den möglichen Sanktionen gehört das vorläufige Einfrieren von Preisgeldern aus den Europapokal-Wettbewerben. Diese Sanktion hat die UEFA am Donnerstag bei fünf Klubs bereits vollzogen. Dabei handelt es sich um den früheren türkischen Meister Bursaspor, die rumänischen Teams CFR Cluj und Astra Giurgi, den montenegrinischen Spitzenklub FK Buducnost Podgorica und FK Ekranas aus Litauen. Zur Höhe der vorenthaltenen Preisgelder machte die UEFA keine Angaben. Auch dieses Quintett hat bis Dezember Gelegenheit, entlastende Zahlen vorzulegen.

In vergangenen Saison waren neun Vereine von der UEFA sanktioniert worden, unter anderem mussten die Champions-League-Teilnehmer Manchester City und Paris St. Germain eine Strafe von 60 Millionen Euro zahlen und in dieser Saison Restriktionen bei der Kadergröße in UEFA-Wettbewerben hinnehmen.

SID

Rubriklistenbild: © AFP

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