Vor WM

FIFA tritt ins Fettnäpfchen: Brasilianer sauer

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Das WM-Maskottchen Fuelco und Ex-Profi Ronaldo.

Zürich - Brasiliens Partner bei der bevorstehenden Fußball-WM am Zuckerhut treten bei der begleitenden Öffentlichkeitsarbeit immer häufiger ins Fettnäpfchen.

Sogar der ansonsten für politische Korrektheit bekannte Weltverband hat einen Monat nach dem Eklat um WM-Shirts mir sexistischen Anspielungen nun seinen Online-Reiseführer für WM-Touristen wegen ausgesprochen unglücklicher Formulierungen über die Mentalität im WM-Gastgeberland wieder aus dem Netz genommen.

„Das Ziel war, die entspannte Lebensweise in Brasilien darzustellen. Das Material sollte Fröhlichkeit vermitteln und überhaupt keine Kritik an Brasilien sein“, teilte die FIFA zur Abschaltung ihres ausgerechnet „10 Tipps zur Vermeidung jeglicher kultureller Missverständnisse“ genannten Ratgebers.

Die Südamerikaner hatten sich durch den Reiseführer in mehreren Textpassagen auch hinsichtlich der Verzögerungen beim Bau der WM-Stadien verhöhnt gefühlt. „Brasilianer bevorzugen ein kultiviertes Chaos“, „Geduld ist nicht in den Genen der Brasilianer“, „Pünktlichkeit ist in Brasilien nicht gerade eine Wissenschaft“ oder „in Brasilien werden viele Dinge erst in letzter Minute erledigt“, beschrieb der FIFA-Text aus seiner Sicht charakterische Merkmale der Brasilianer.

Der Ratgeber ist nicht der erste sprachliche Ausfall der FIFA gegenüber den WM-Gastgebern. Generalsekretär Jerome Valcke sorgte vor rund zwei Jahren weltweit für Aufsehen, als sich der Franzose wegen der sich abzeichnenden Probleme bei der Fertigstellung der Arenen für „einen Tritt in den Hintern“ der Brasilianer aussprach.

sid

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