Wettbetrug

FIFA-Bericht: Testspiele vor WM 2010 manipuliert

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Archivbild vom 31.05.2010: Südafrikas Steven Pienaar (r.) im Zweikampf mit Guatemalas Carlos Castilloaar (l.). Das Spiel scheint verschoben worden zu sein.

Berlin - Elf Tage vor Beginn der WM in Brasilien hat ein interner FIFA-Bericht die Glaubwürdigkeit des Fußballs massiv erschüttert.

Laut der "New York Times", der der 44-seitige Bericht des Fußball-Weltverbandes (FIFA) vorliegt, seien vor der WM 2010 in Südafrika mindestens fünf Länderspiele manipuliert worden. Im Mittelpunkt der Vorwürfe stehe dabei der afrikanische Schiedsrichter Ibrahim Chaibou, der von der Wettmafia in Singapur bezahlt worden sein soll. Der Referee aus Niger hat alle Anschuldigungen stets bestritten und seine Karriere als FIFA-Schiedsrichter inzwischen beendet.

Zu den verschobenen Begegnungen zählt auch der 5:0-Testspiel-Sieg des damaligen WM-Gastgebers Südafrika über Guatemala. Die Partie wurde von Chaibou geleitet, der zwei höchst umstrittene Handelfmeter gab. In dem FIFA-Bericht kam der Weltverband laut "New York Times" zu dem Schluss, "wir können daraus schließen, dass dieses Spiel tatsächlich aus Gründen des Wettbetrugs manipuliert wurde". Chaibou soll zwischen 60.000 und 75.000 Dollar dafür erhalten haben, behauptet die Zeitung.

Auch das Verhalten einiger Funktionäre des südafrikanischen Verbandes führe unweigerlich zu der Folgerung, dass sie als Komplizen bei den Betrügereien aufgetreten seien. Eine FIFA-Sprecherin sagte der Zeitung, die Untersuchungen der damaligen Vorfälle dauerten noch an. Der FIFA-Bericht wurde bisher noch nicht veröffentlicht.

dpa

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