Auch Bayer mit schwerer Aufgabe

Festtag bei Gladbach - Aufbauhilfe für VfB?

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Gladbach-Coach Lucien Favre

Köln - Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen freuen sich auf einen Festtag, der VfB Stuttgart hofft auf Aufbauhilfe, und Hannover 96 trifft auf den Klub der Neureichen: die Europa-League-Vorschau.

Mit Beginn der K.o.-Phase geht es in der Europa League auch für das Bundesliga-Quartett in die Vollen. Vor allem der arg gebeutelte VfB Stuttgart will den internationalen Auftritt nutzen, um neuen Schwung für den Abstiegskampf auf nationaler Ebene zu holen. Mit einer weiteren Niederlage im Hinspiel gegen den belgischen Vertreter KRC Genk würde die Krise im Schwabenland dagegen bedrohliche Ausmaße annehmen.

Zumal der Tabellendritte der Jupiler League von der Papierform her der einfachste der vier deutschen Gegner in der Zwischenrunde ist. Viel schwerer dürfte es für Borussia Mönchengladbach gegen Lazio Rom und Hannover 96 bei Anschi Machatschkala werden. Und auch Bayer Leverkusen trifft in Benfica Lissabon auf einen Gegner anderen Kalibers.

Die Leverkusener wollen sich gegen den portugiesischen Traditionsclub am Donnerstag (19.00 Uhr/Sky) für ihre starken spielerischen Leistungen endlich auch einmal wieder mit einem Sieg belohnen. In der Liga standen Aufwand und Ertrag zuletzt nicht in einem positiven Verhältnis. „1:0 wäre ein gutes Ergebnis, 5:0 ein sehr gutes“, sagte Teamchef Sami Hyypiä selbstbewusst.

Die Werkself kann auf ihre Heimstärke bauen: In der Gruppenphase ging in der BayArena keine Partie verloren, in der Bundesliga nur eine. „Oft haben wir gezeigt, was wir vor unseren Fans zu leisten vermögen. Da wird auch Benfica vor uns etwas Respekt haben“, meinte Leverkusens Spielgestalter Gonzalo Castro.

Der 32-malige portugiesische Meister liegt mit dem FC Porto bei jeweils 46 Punkten gemeinsam auf Platz eins. Für Benfica-Trainer Jorge Jesus ist es wichtiger, Porto den nationalen Titel abzujagen. „Und wenn die Europa League geopfert werden muss, dann tun wir das auch“, sagte der Chefcoach.

In Gladbach sind Spiele auf internationaler Bühne nach jahrelanger Abstinenz dagegen immer noch etwas ganz Besonderes. „Nicht nur unsere Fans, sondern auch die Mannschaft und der ganze Verein haben sich einen solchen Gegner gewünscht“, meinte Vizepräsident Rainer Bonhof vor dem Duell mit dem italienischen Topclub Lazio Rom (21.05 Uhr/Kabel eins und Sky).

Für Borussen-Coach Lucien Favre ist die Partie im ausverkauften Borussia-Park ein Jubiläum, er ist seit genau zwei Jahren Trainer am Niederrhein. „Die Zeit fliegt vorbei, man merkt das gar nicht. Wir sind froh, dass wir Borussia wieder international präsentieren können“, sagte der Schweizer. Dass bei Lazio Nationalstürmer Miroslav Klose fehlt, sieht Favre nicht als großen Vorteil an.

Vor einer hohen Hürde steht auch Hannover 96 beim russischen Millionen-Ensemble Anschi Machatschkala. 96-Coach Mirko Slomka sieht sein Team im 25. Europa-League-Spiel in der Rolle des Außenseiters. „Anschi ist allererste Sahne“, lobte Slomka die Star-Truppe seines niederländischen Kollegen Guus Hiddink.

„Anschi ist ein weiteres Highlight mit absoluten Top-Stars. Auf dem Papier sind wir Außenseiter, aber wir haben in den letzten Jahren gezeigt, dass wir uns entwickelt haben“, sagte Jan Schlaudraff vor dem Duell auf Moskauer Kunstrasen, wo der Kameruner Eto'o und Co. ihre Heimspiele austragen (18.00 Uhr/Sky).

Im eigenen Stadion will der VfB Stuttgart wieder für positive Schlagzeilen sorgen. „Das ist eine neue Chance für uns“, sagte Sportdirektor Fredi Bobic. „Wir wollen da ein gutes Ergebnis vorlegen und hoffen, dass uns dies auch einen Push für die Bundesliga gibt.“ Bobic hofft, dass das Team von Bruno Labbadia befreit aufspielt. „Es gibt da keine Befürchtung, dass wir in der Tabelle weiter abrutschen können“, wies Bobic darauf hin, dass der VfB am Donnerstag (21.05 Uhr/Sky) ohne den extremen Druck aus dem Liga-Alltag auftreten könne.

dpa

"Grätsche ich meine Frau um?" Die Sprüche der Bundesliga-Hinrunde

"Grätsche ich meine Frau um?" Die Sprüche der Bundesliga-Hinrunde

„Wohin dann mit den Aggressionen? Grätsche ich dann meine Frau von hinten um, ramme ich sie über den Herd? Ist erfreulicherweise nicht der Fall.“ (Dortmunds Trainer Jürgen Klopp über die Zeit nach dem Ende seiner aktiven Karriere) © dapd
„Vielleicht sollte ich mich mal so wegschütten wie der Butler.“ (Fürths Trainer Mike Büskens auf die Frage, ob er sich angesichts einer Pleitenserie so fühle wie bei „Dinner for one“) © Getty
„Abhacken müssen die Jungs die Dinger noch nicht, um kein Handspiel zu begehen.“ (Klopp bei Sky über Marcel Schmelzers Verhalten bei einer Rettungsaktion auf der Torlinie) © Getty
„Meine Jungs sind Mentalitäts-Monster!“ (Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nach dem 2:1 in Mainz) © Getty
„Dass Theo Zwanziger kein guter Präsident war, wusste ich schon lange. Dieses Buch wird ihn nach seinem mehr als peinlichen Rücktritt in die Isolation treiben.“ (Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß über das Buch des früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger) © Getty
„Das Dumme an Prognosen ist immer, dass sie sich auf die Zukunft beziehen.“ (Werder Bremens Manager Klaus Allofs zu den Gerüchten über einen möglichen Wechsel zum VfL Wolfsburg) © Getty
„Wir haben lange nicht verloren - zwei Spiele.“ (Hoffenheims Torwart Tim Wiese nach dem 1:1 bei Fortuna Düsseldorf) © Getty
„Metzelder? Ist wo Spieler? Auf Schalke? Mich wundert, dass er da Zeit hat, sich darüber Gedanken zu machen. Er soll seinen Job als Spieler machen - und fertig!“ (Trainer Bruno Labbadia vom VfB Stuttgart über TV-Kritiker Christoph Metzelder) © Getty
„Wir kommen auch nicht aus der Baumschule. Ein bisschen Fußball spielen können wir auch.“ (Fürths Trainer Mike Büskens nach dem 1:1 in Wolfsburg) © dpa
„Was der Reif sagt, geht mir völlig am Arsch vorbei! Dieser Klugscheißer.“ (Sportdirektor Rudi Völler von Bayer Leverkusen über die kritischen Worte des Sky-Kommentators Marcel Reif) © dpa
„Eine Garantie kriegen Sie, wenn Sie eine Waschmaschine kaufen.“ (Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf auf die Frage, ob sein Kapitän Clemens Fritz mit einer Stammplatzgarantie rechnen kann) © dpa
„Das ist jetzt ein fester Termin für mich: Dienstag, ab 2.05 Uhr, Afterwork-Party bei Rudas. Da komme ich wenigstens mal von zu Hause raus.“ (Norbert Meier, Trainer von Fortuna Düsseldorf, nach dem nächtlichen Ausflug seines Offensivspielers Andrej Woronin) © dpa
„Ich habe die Schnauze voll. Irgendwann kommen diese Leute noch zu mir nach Hause, durchsuchen meine Mülltonne und schauen nach, was ich gegessen habe.“ (Andrej Woronin von Fortuna Düsseldorf findet Journalisten zu neugierig) © AP
„Wenn einer einen Scheißdreck spielt, muss man ihm das sagen.“ (Präsident Uli Hoeneß von Bayern München zum Umgamg mit Kritik beim Bundesliga-Spitzenreiter) © dpa
„In der zweiten Halbzeit haben alle versagt, alle. Von denen, die auf dem Platz standen, bis hin zum Busfahrer.“ (Sportdirektor Horst Heldt von Schalke 04 nach dem 2:2 bei Fortuna Düsseldorf) © dpa
„Ich habe mit Freunden in der Oberliga trainiert. Sie haben mir auch einen Vertrag angeboten - aber eine Kiste Bier war mir dann doch zu wenig.“ (Ivan Klasnic von Mainz 05 über seine Zeit vor dem Transfer an den Rhein) © dapd
„Ich wollte eigentlich Eto'o, aber der Präsident hat wohl Edu verstanden.„ (Fürths Trainer Mike Büskens über die Ausleihe des brasilianischen Stürmers Edu von Schalke 04) © dpa
„Wenn ich genug Zeit hätte, würde ich eine Zeichnung machen und alles neu einteilen.“ (Jens Langeneke, Abwehrchef von Fortuna Düsseldorf, auf die Frage, ob die Zuordnung bei einem Gegentreffer nicht gestimmt habe) © dpa
„Freu Dich DFB!“ (Plakat im Düsseldorfer Block beim Spiel gegen den SC Freiburg. Der Verein hatte die Fans aufgerufen, ihre Kritik am Deutschen Fußball-Bund nicht mehr so unflätig zu äußern - wohl wie etwa auf dem hier gezeigten Plakat) © dapd

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