Harsche Kritik am Thioune-Team

Felix Magath: Ex-Bayern-Coach motzt gegen HSV – „nicht aufstiegsreif“

HSV will in die Erste Bundesliga. Ist Thioune-Team gut genug für Aufstieg? Ex-Trainer Felix Magath hat eine klare Meinung – nicht nur zu FC Bayerns Hansi Flick.

Hamburg – Reicht es? Oder ist wieder alles umsonst? Sechs Spieltage vor dem Ende der Saison in der Zweiten Bundesliga ist die Fragestellung beim Hamburger SV* identisch mit der aus den Vorjahren. Zwar hat mit Trainer Daniel Thioune* im vergangenen Sommer ein neuer Trainer das Zepter übernommen. Doch er könnte beim Projekt HSV-Aufstieg scheitern. Der Albtraum für den Club aus dem Volksparkstadion*. Ex-HSV-Coach Felix Magath, der zuletzt gegen FC Bayern-Trainer Hansi Flick schoss, glaubt, dass genau das passiert. Und teilt kräftig gegen seinen ehemaligen Verein aus.

Fußballtrainer und -manager:Felix Magath
Geboren:26. Juli 1953 (Alter: 67 Jahre) in Aschaffenburg
Größe:1,72 Meter
Eltern:Helene Magath
Kinder:Chiara Magath, Leonhard Magath, Janine Magath, Felix Konstantin Magath, Viktoria Magath, Raffael Magath
Trainerstationen:FC Fulham, VfL Wolfsburg, FC Schalke 04, Bayern München, VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt, Werder Bremen, Hambuger SV
Erfolge:Deutscher Meister 2005, 2006 und 2009, DFB-Pokalsieger 2005 und 2006

HSV-Aufstieg: Felix Magath nimmt sich Team von Daniel Thioune vor – und haut mächtig drauf

Die Rede ist von Felix Magath. Der mittlerweile 67-Jährige prägte beim HSV als Spieler eine Ära mit. Magath wurde mit dem Traditionsclub aus der Hansestadt Hamburg dreimal Deutscher Meister, gewann zweimal den Europapokal. Beim Europapokal-Sieg 1983 in Athen gegen Juventus Turin schoss er das entscheidende Tor. Später kehrte er als Trainer in die Stadt von Alster* und Elbe* zurück – ohne Titel. Die holte er woanders. Beim FC Bayern München und dem VfL Wolfsburg wurde er in der Ersten Bundesliga Deutscher Meister.

Inzwischen ist Felix Magath Berater bei HSV-Konkurrent Würzburger Kickers, wo die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune sich in der Rückserie der Zweiten Bundesliga eine Peinlich-Pleite einhandelte*. Und: Magath sagt immer noch gerne seine Meinung. Klar heraus. Ohne das gern zitierte Blatt vor den Mund zu nehmen. Zuletzt übte er Kritik am FC Bayern München und Trainer Hansi Flick, bei dem die Spekulationen über einen Nachfolger* begonnen haben. Der nächste auf seinem Zettel: der Verein, bei dem er als Spieler seine größten Erfolge hatte. In Magaths Fokus: der mögliche HSV-Aufstieg.

Ex-HSV-Trainer Felix Magath glaubt nicht an einen Aufstieg der Mannschaft von Coach Daniel Thioune. (24hamburg.de-Montage)

„Zu instabil, zu wenig konstant“: Felix Magath zweifelt nach Hansi-Flick-Kritik an HSV-Aufstieg – trotz Qualitäts-Vergleich mit FC Bayern München

„Ich kann mir als Fußballer gar nicht vorstellen, dass es nicht geht“, sagt der Ex-HSV-Spieler und Ex-HSV-Trainer über die Erfolgsaussichten von Coach Daniel Thioune und dem HSV-Kader in der laufenden Saison der Zweiten Bundesliga. Soll heißen: Magath ist vom Aufstieg des Hamburger SV überzeugt? Mitnichten! „Die letzten zwei Spielzeiten haben uns gezeigt, dass der HSV das doch immer hinkriegt“, spielt der 67-Jährige beim TV-Sender Sky zunächst darauf an, dass der HSV-Aufstieg zuletzt immer misslang. „Von daher“, sagt er, „bin ich, genau wie jeder HSV-Fan, unentschieden. Ich weiß es nicht.“

Für eine Mannschaft, die so eine Situation wie der FC Bayern München in der Ersten Liga hat, ist das Ganze viel zu instabil, viel zu wenig konstant.

- Felix Magath, Ex-HSV-Spieler und ehemaliger HSV-Trainer -

Magath manövriert herum, verteilt zunächst nette Plattitüden. Den aktuellen HSV-Trainer Daniel Thioune hält er für „sehr eloquent. Er verkauft sich sehr gut vor der Kamera. Sein Umgang scheint sehr gut zu sein.“ Doch dann feuert Felix Magath los, sieht den HSV-Aufstieg in ernster Gefahr: „Für eine Mannschaft, die letztlich so eine Situation wie der FC Bayern München in der Ersten Liga hat, ist das Ganze viel zu instabil, viel zu wenig konstant.“

Für HSV-Aufstieg fordert Felix Magath: Stürmer Simon Terodde muss es richten – auch wenn dessen Zukunft offen ist

Noch nicht genug der Breitseiten gegen den Hamburger SV. „So eine Truppe müsste deutlich besser auftreten“, erklärt Felix Magath. Der berühmte Finger in der Wunde nach der 1:2-Niederlage gegen den SV Darmstadt 98 und dem 3:3-Unentschieden gegen Hannover 96 nach einer 3:0-Führung. Magaths Blick in die Zukunft: „Jetzt hängt es an Simon Terodde*“, sagt der 67-Jährige, der bereits im vergangenen Jahr den Niedergang des HSV monierte.

Ausgerechnet also am HSV-Stürmer, der seinem Frust im Kampf um den HSV-Aufstieg freien Lauf ließ und zuletzt nicht mehr regelmäßig traf. Die Rolle als Chancentod kennt der 33-Jährige bereits. Rein statistisch* aber braucht der HSV Simon Terodde gar nicht. Die große Frage beim Angreifer: Spielt er in der kommenden Saison überhaupt noch für die Fußballer aus der Hansestadt Hamburg*? Sein Vertrag ist noch nicht verlängert, ein Verein aus der Ersten Bundesliga hat bereits angeklopft. * 24hamburg.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Ulmer/imago images & Philipp Szyza/imago images

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