Schiri liefert Top-Leistung ab

Deutschlands erster Sieger bei der WM: Felix Brych

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Immer auf der Höhe des Geschehens: Felix Brych beim Spiel zwischen Uruguay und Costa Rica.

Fortaleza - Das konnte sich sehen lassen. Anders als seine Kollegen agierte Felix Brych bei seinem WM-Debüt souverän und ohne Fehler. Nun darf der Schiedsrichter aus München mit weiteren Einsätzen in Brasilien rechnen.

Felix Brych hatte an seinem WM-Debüt so richtig Spaß. Gleich fünf Minuten ließ Deutschlands Spitzen-Schiedsrichter in der Begegnung Uruguay gegen Costa Rica nachspielen und kostete seinen ersten Auftritt bei einer Fußball-Weltmeisterschaft damit vollkommen aus. Der 38-Jährige hatte allen Grund dazu, sich am Samstag selbst noch eine kleine Zugabe zu gönnen. Mit einem tadellosen Auftritt empfahl sich der Münchner für weitere Auftritt beim Weltturnier am Zuckerhut und wurde damit zum ersten deutschen Gewinner in Brasilien.

Von den bereits nach zwei Turniertagen aufgekommenen Diskussionen um seine fehlerbehafteten Kollegen ließ sich Brych zu keiner Zeit beirren. Selbstbewusst, konsequent und souverän leitete der Jurist die Partie, in der es gleich mehrere knifflige Situationen zu meistern gab. Doch Brych lag immer richtig.

Vor allem beim Strafstoß für die Uruguayer, weil Costa Ricas Junior Diaz Uruguays Kapitän Diego Lugano umgerissen hatte. Selbst der Sünder vom FSV Mainz 05 gab die Tat später zu. „Ich habe ihn ein bisschen gehalten und der Referee hat es gesehen“, sagte Junior Diaz. „Ich denke der Schiri war gut, die haben heute alle einen guten Job gemacht.“

In den weiteren Szenen behielten Brych und seine beiden Assistenten Mark Borsch und Stefan Lupp ebenfalls den Überblick. Auch die Entscheidung, das vermeintliche Führungstor Uruguays durch Diego Godin wegen einer Abseitsstellung nicht anzuerkennen, war korrekt. In der vierten Minute der Nachspielzeit zeigte der Referee dem Uruguayer Maxi Pereira zudem wegen groben Foulspiels die erste Rote Karte im Turnier - und traf auch damit das richtige Strafmaß.

„Wären nur alle Schiedsrichter so“, lobte die italienische Tageszeitung „Corriere dello Sport“ den deutschen Spitzenreferee. Der kam mit der starken Spielleitung seinem erklärten Ziel einen großen Schritt näher. „Ich möchte so lange wie möglich dabei bleiben“, hatte Brych vor seiner Abreise nach Brasilien gesagt.

dpa

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