Jahrelang Berater für den Vorstand

FC Bayern München: Trauerfall vor Wolfsburg-Spiel - Rummenigge mit emotionaler Reaktion

Uri Siegel, Charlotte Knobloch und Karl-Heinz Rummenigge (v.l.) besuchen 2015 die Ausstellungseröffnung "Kicker, Kämpfer und Legenden".
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Uri Siegel, Charlotte Knobloch und Karl-Heinz Rummenigge (v.l.) besuchen 2015 die Ausstellungseröffnung "Kicker, Kämpfer und Legenden".

Der FC Bayern München hat einen Trauerfall zu beklagen. Der Verstorbene stand dem Vorstand und dem Präsidium jahrelang beratend zur Seite.

  • Der FC Bayern München* trauert um Ulrich „Uri“ Siegel.
  • Der Neffe des langjährigen VereinspräsidentenKurt Landauer verstarb mit 97 Jahren.
  • Er stand dem FCB jahrelang beratend zur Seite.

München - Trauer beim FC Bayern: Am Samstag (27. Juni), unmittelbar vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg (hier im Live-Ticker) gab der Verein bekannt, dassUlrich „Uri“ Siegel, der Neffe des langjährigen Vereinspräsidenten Kurt Landauer, verstorben ist. Er wurde 97 Jahre alt.

„Mit Uri Siegel ging der letzte Nachkomme unseres EhrenpräsidentenKurt Landauer von uns. Er wird dem FC Bayern fehlen“, erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

FC Bayern: „Uri“ Siegel kannte München noch aus der Zeit vor den Nationalsozialisten

Der Verstorbene galt als einer der letzten Überlebenden des Holocausts, die die Stadt München noch aus der Zeit vor dem Nationalsozialismus kannten. Rummenigge über Siegel: „Über viele Jahre stand er dem Präsidium und dem Vorstand des FC Bayern vertrauensvoll und verlässlich beratend zur Seite, wofür wir ihm zu großem Dank verpflichtet sind.“

Uri Siegel im Jahr 2018.

FCB-Präsident Herbert Hainer ergänzte: „Ich durfte Uri Siegel am 27. Januar diesen Jahres, dem Erinnerungstag im Deutschen Fußball, noch persönlich kennenlernen. Trotz seines bescheidenen Wesens verstand er es mit wenigen Worten – gerade in diesen Tagen - so wichtige Botschaften mitzuteilen.“

FC Bayern in Trauer um Uri Siegel - Neffe von Kurt Landauer ist tot

Sein Onkel Kurt Landauer prägte den FC Bayern wie kaum ein anderer in führenden Positionen, darunter 18 Jahre als Präsident in vier Perioden, zwischen 1904 und 1951.

Siegel lebte wegen der NS-Herrschaft von 1934 bis nach dem Krieg im Exil in Palästina und kehrte danach nach Deutschland zurück. Fast 20 Jahre lang war er Geschäftsführer der Israelitischen Kultusgemeinde Bayern. „Eine Welt ohne ihn und seine Erinnerungen ist eine ärmere“, sagte Charlotte Knobloch, die derzeitige Präsidentin der Kultusgemeinde München und Oberbayern.(cg mit Material von dpa - *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. Erfahren Sie hier alles zur Allianz Arena, den Titeln und den Transfers des FC Bayern.)

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