Hartwig mit klaren Worten

HSV-Führung hat "keine Ahnung von Fußball"

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Jimmy Hartwig wählte klare Worte.

Hamburg - Ex-Fußball-Profi Jimmy Hartwig sieht für seinen ehemaligen Verein Hamburger SV wenig Chancen auf eine Rückkehr zum Erfolg.

„Es hat sich nichts geändert. Der Vorstand ist immer noch derselbe. Und solange sich daran nichts ändert, wird es für den HSV in den nächsten Jahren keine Champions League oder Meisterschaft geben“, sagte der einstige HSV-Spieler in einem Interview des NDR.

Der Vorstand des Bundesligisten war erst zur Vorsaison komplett ausgetauscht, der Aufsichtsrat vollständig neu gewählt worden. In Vorstand und Aufsichtsrat seien „lauter Typen, die keine Ahnung von Fußball haben“, meinte Hartwig. Vorstandschef ist der ehemalige Spieler Dietmar Beiersdorfer, im Aufsichtsrat sitzt der einstige Nationalspieler Peter Nogly, Sportdirektor ist Ex-Profi Peter Knäbel, der fünf Jahre Technischer Direktor der Schweizer Nationalmannschaft war.

Der 60 Jahre alte Hartwig, der von 1978 bis 1984 beim HSV spielte, kritisierte zudem die Trainerwechsel in der vergangenen Saison. „Das gibt es in der ganzen Welt nicht, dass ein Herr Knäbel auf die Bank runtergeht, den Trainer macht, dauernd Spiele verliert und wieder als Manager hochgeht. Das gibt es nur in Hamburg.“ Knäbel hatte als Nachfolger von Josef Zinnbauer die Bundesliga-Mannschaft für zwei Spiele betreut und dabei zwei Niederlagen kassiert.

Hartwig weiter: „Aber beim HSV entscheidet ein Milliardär, der ist 999 Jahre alt. Der HSV gehört ihm. Wenn der den Hahn zudreht, ist der Verein tot“. Der 78 Jahre alte Hamburger Unternehmer Klaus-Michael Kühne hat für 18,75 Millionen Euro Anteile in Höhe von 7,5 Prozent an der HSV-Fußball-AG erworben. Hartwig beklagt, dass nur „Wischiwaschi-Spieler“ und keine „namhaften Verstärkungen“ geholt worden sind. Zugleich rät er, der Verein solle die Mannschaft „mit jungen Leuten auffrischen“.

dpa

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