Auch zwei deutsche Legiuonäre weiter

Europa League: VfB zittert sich weiter

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Alexandru Maxim vom VfB Stuttgart (links) sprintet Veselin Minev von Botew Plowdiw (rechts) mit dem Ball davon

Aspach - Das war alles andere als souverän: Mit Hängen und Würgen hat der VfB Stuttgart gerade so die Playoffs der Europa League erreicht. Auch zwei weitere Teams konnten sich noch qualifizieren.

Der VfB Stuttgart hat sich nur mit Mühe in die Playoffs der Europa League gezittert und auch im dritten Pflichtspiel der Saison enttäuscht. Ein mageres 0:0 gegen Botew Plowdiw reichte dem schwäbischen Fußball-Bundesligisten nach dem 1:1 im Hinspiel beim bulgarischen Tabellenführer. Die Mannschaft von Bruno Labbadia hatte am Donnerstag in Aspach vor 7000 Zuschauern zudem Glück, als ein Gäste-Treffer wegen Abseits nicht anerkannt wurde. Allerdings wird Innenverteidiger Georg Niedermeier mit einem Innenbandriss wohl wochenlang ausfallen. Die Playoffs am 22. und 29. August werden an diesem Freitag um 13.30 Uhr in Nyon in der Schweiz ausgelost.

„Glück gehabt“, lautete der knappe und treffende Kommentar des neuen VfB-Präsident Bernd Wahler. „Das Wichtigste ist, dass wir weiter sind. In der letzten Szene sehen wir nicht gut aus“, sagte Torwart Sven Ulreich. Er hielt mit einer Glanzparade in der Nachspielzeit den Punkt fest. „Zwei blaue Augen, Mund abputzen, weiter geht's“, fügte Ulreich mit Blick auf den Ligastart am Sonntag gegen Mainz 05 hinzu.

Die Fans skandierten "Aufwachen, Aufwachen"

In die schwäbische Provinz musste der VfB ausweichen, da in der Stuttgarter Heimstätte Mercedes-Benz-Arena bereits die Vorbereitungen für das Konzert von Popstar Robbie Williams liefen. Torjäger Vedad Ibisevic, der bislang alle VfB-Pflichtspieltreffer erzielt hatte, nahm nach Knöchelproblemen auf der Bank der schmucken Arena ohne Anzeigentafel Platz. Für den Bosnier kam Neuverpflichtung Mohammed Abdellaoue zu seinem Startelfdebüt in einem Pflichtspiel. Neben dem Norweger agierte Cacau als hängende Spitze im 4-4-2-System.

Die Bulgaren begannen offensiv, der VfB kam in der Anfangsphase jeweils nach Vorarbeit von Ibrahima Traoré gefährlich vor das gegnerische Tor. Ansonsten lief in Plowdiws Hälfte nicht viel zusammen, abgesehen von Standardsituationen. Die Gäste konterten gefällig und waren dem Tor näher als der VfB. In der 33. Minute verpassten gleich mehrere Bulgaren die nicht unverdiente Führung, und die Fans skandierten „Aufwachen, Aufwachen“. Das nahm sich Alexandru Maxim zu Herzen: Im Gegenzug konnte der Rumäne die schöne Flanke von Gotoku Sakai per Kopf aber nicht verwerten.

Europas Fußballer des Jahres seit 1970

"Europas Fußballer des Jahres" seit 1970

Das Spiel nahm weiter Fahrt auf: VfB-Schlussmann Sven Ulreich vereitelte gegen Romario Kortzorg erneut einen Rückstand, auf der Gegenseite vergab Abdellaoue ebenfalls eine sehr gute Möglichkeit. Insgesamt waren die Schwaben mit dem Unentschieden zur Halbzeit noch gut bedient. „Das war nicht ganz so toll“, sagte Präsident Wahler.

Der für Maxim eingewechselte Martin Harnik brachte in der zweiten Hälfte mehr Schwung in die VfB-Offensive, erneut Abdellaoue und Cacau (62.) konnten dessen gute Vorarbeit aber nicht nutzen. Pech hatte Niedermeier, der erst den Ball leichtfertig verlor, sich bei der Aktion am linken Knie verletzte und vom Platz musste. Erste Diagnose: Innenbandriss. „Das ist eine Hiobsbotschaft. Er wird uns auf alle Fälle die nächsten drei bis vier Wochen ausfallen“, sagte Labbadia. Eine Kernspintomographie soll an diesem Freitag weitere Aufschlüsse über die Verletzung liefern.

Glück hingegen hatte der VfB in der Schlussphase: Erst versagte Schiedsrichter Jan Valasek (Slowakei) dem Treffer von Boban Grncarow wegen Abseits die Anerkennung (74.), wenig später musste Kapitän Serdar Tasci nach Patzer des eingewechselten Antonio Rüdiger retten. Der agile Traoré vergab dann kurz vor Schluss (85.) den unverdienten Stuttgarter Siegtreffer. In der Nachspielzeit verpasste der eingewechselte Luis Pedro den bulgarischen Coup - Ulreich rettete.

Torhüter Tremmel und Angreifer Marin in Europa-League-Playoffs

Ebenfalls in die Playoffs der Europa League hat es am Donnerstag Swansea City mit dem deutschen Torhüter Gerhard Tremmel geschafft. Das Fußball-Team aus Wales spielte nach einem 4:0-Heimsieg beim schwedischen Club Malmö FF 0:0 und erreichte die K.o.-Spiele zur Gruppenphase. Der 34-jährige Tremmel zeigte eine ordentliche Leistung.

Dagegen nur eingewechselt wurde beim FC Sevilla Marko Marin. Beim 6:1-Erfolg des Clubs aus der spanischen Primera División bei Mladost Podgorica in Montenegro wurde der frühere Nationalspieler in der 64. Minute eingewechselt. Das Hinspiel hatten die Spanier bereits mit 3:0 gewonnen.

dpa

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