Europa-League: Deutsche Teams gefordert

Stuttgart bei Schneiders Premiere unter Druck

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Thomas Schneider steht mit dem VfB Stuttgart sofort unter Druck. Es geht um die Teilnahme am internationalen Geschäft und somit um viel Geld.

Stuttgart/Frankfurt - VfB Stuttgarts neuer Trainer Thomas Schneider steht vor seiner Premiere als Proficoach. Ziel: das Erreichen der Gruppenphase in der Europa League. Das gleiche gilt für Eintracht Frankfurt.

Eintracht-Cheftrainer Armin Veh kämpft gegen den Schlendrian, VfB-Newcomer Thomas Schneider hofft auf eine „geile“ Premiere: Während Eintracht Frankfurt schon mit eineinhalb Beinen in der Gruppenphase der Fußball-Europa-League steht und sich nur noch selbst schlagen kann, geht der VfB Stuttgart mit frischem Wind in das Play-off-Rückspiel am Donnerstag (18.00 Uhr/Sport1) gegen HNK Rijeka aus Kroatien.

Schneider hat beim VfB nach der Entlassung von Bruno Labbadia die Stimmung schon verbessert, jetzt sollen die Ergebnisse folgen. Dass der 40-Jährige gleich unter gehörigem Erfolgsdruck steht, schreckt ihn nicht. „Wir müssen das von der Qualität her packen gegen diesen Gegner - ohne Wenn und Aber“, sagte der 40-Jährige am Mittwoch.

Von diesem Gegner hat sich der VfB vor einer Woche überrumpeln lassen. Wie so oft in den letzten Wochen unter dem am Montag entlassenen Labbadia hatten die Schwaben beim 1:2 Ordnung, Überzeugung und Entschlossenheit vermissen lassen. Nach einem Sieg aus sieben Pflichtspielen war Labbadias Zeit vorbei. Schneider soll jetzt den Einzug in die Gruppenphase schaffen.

Um vor allem den zuletzt fehlenden Mut zurückzugewinnen, setzte er mit seinen Assistenten Alfons Higl und Tomislav Maric erst einmal auf gute Laune. Es wurde viel gelacht beim ersten Training. „Wir hatten eine Menge Spaß, die Spieler waren aber auch absolut motiviert“, sagte der frühere U17-Coach des VfB. Doch eine „Spaßveranstaltung“ werde die Begegnung deswegen noch lange nicht, fügte Schneider hinzu.

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Es steht viel auf dem Spiel für die Stuttgarter, die die trübsinnigen ersten Saisonwochen hinter sich lassen oder aber den Stimmungsaufschwung sofort wieder abwürgen können. Schneider sieht die Chance, nicht das Risiko. „Ich habe als Spieler diesen Druck gebraucht, um Leistung zu bringen. So etwas war für mich immer schon mehr Ansporn als Belastung.“

Seine positive Grundhaltung zu übertragen, war zunächst Schneiders wichtigstes Anliegen. Umfassende taktische Veränderungen sind in der Kürze der Zeit noch nicht möglich. „Wir“, sagte Mittelfeldspieler Christian Gentner, „sind ein bisschen gelöster, befreiter. Diese Aufbruchstimmung wollen wir mitnehmen.“ Rijeka sei genau „der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt“, ergänzte Schneider, der noch nicht über etwaige personelle Veränderungen reden wollte.

Wie sehr dagegen Armin Veh vom Gerede über den angeblich schon perfekten Einzug in die Gruppenphase genervt ist, machte der Trainer von Eintracht Frankfurt deutlich. Obwohl die Eintracht das Hinspiel bei FK Karabach Agdam mit 2:0 gewonnen hat, machte Veh erstmals in seiner rund zweijährigen Amtszeit alle Schotten dicht. Eine komplette Woche Geheimtraining, wie rund um die Partie am Donnerstag (20.30 Uhr/Kabel 1), gab es noch nie.

„Der Trainer hat uns gewarnt und gesagt, dass wir uns nicht zu sicher sein dürfen“, verriet Offensivspieler Stefan Aigner vor dem Spiel gegen den dreimaligen Meister Aserbaidschans: „Es ist nicht so, dass die gar nichts können.“ Genau das haben die zurückliegenden Äußerungen allerdings suggeriert. Vorstandsboss Heribert Bruchhagen gratulierte seinem Klub schon nach dem Hinspiel zum Weiterkommen: „Machen wir uns nichts vor: Da ist keine Gefahr mehr.“

Veh, der auf Kapitän Pirmin Schwegler, Srdjan Lakic und Sebastian Jung verzichten muss, hält von diesen Aussagen gar nichts und kämpft gegen den befürchteten Schlendrian. „Man kan sich im Fußball nie sicher sein. Es wäre das Allerdümmste, wenn wir das 2:0 nur verwalten wollten“, sagte der Trainer.

SID

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