Fluglärm um HSV-Star

HSV-Star Aogo: Erst Mallorca, nun Tribüne?

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Dennis Aogo an der Hamburger Imtech Arena.

Hamburg - Der Hamburger SV kommt nicht zur Ruhe. Nach dem 1:5-Debakel gab Trainer Thorsten Fink erstaunlicherweise zwei Tage trainingsfrei - und Dennis Aogo flog nach Mallorca.

Erst der Flug nach Mallorca, nun der Abflug auf die Tribüne? Nach seinem Kurztrip auf die spanische Ferieninsel droht Dennis Aogo beim Hamburger SV eine sportliche Degradierung. Trainer Thorsten Fink schloss nach dem Vormittagstraining am Dienstag nicht aus, den Ex-Nationalspieler für das Auswärtsspiel der krisengeschüttelten Hanseaten am Samstag (18.30 Uhr/Sky) bei Hertha BSC aus dem Kader zu werfen.

„Wir haben den Spielern zwei Tage freigegeben, um darüber nachzudenken, wie sie es in Zukunft besser machen können. Die Pause war nicht gedacht, um nach Mallorca zu fliegen. Dennis muss jetzt gut trainieren, damit er dabei ist“, sagte der sichtlich verärgerte Coach.

Der zwölfmalige Nationalspieler Aogo hatte sich am Sonntag, nur einen Tag nach der 1:5-Heimschlappe der Norddeutschen gegen 1899 Hoffenheim, auf der Balearen-Insel mit seinem Berater getroffen und nach seiner Rückkehr beteuert, es sei kein Kurzurlaub gewesen. Eine Geldstrafe kann und wird der HSV nicht aussprechen, formal hat sich der Außenverteidiger nichts zuschulden kommen lassen.

Für weitere Unruhe rund um den Volkspark zeichnete Klaus-Michael Kühne verantwortlich. Der in der Schweiz lebende Logistik-Unternehmer und Investor bekräftigte erneut, den HSV bei der Suche nach sportlichen Verstärkungen nicht mehr zu unterstützen. „Erst mit neuen Leuten und neuen Strukturen kommt das für mich wieder infrage“, sagte der milliardenschwere Spediteur der Schweizer Illustrierten.

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Kühne war vor knapp einem Jahr maßgeblich an der Rückholaktion von HSV-Kapitän Rafael van der Vaart beteiligt, hatte aber schon acht Wochen später, enttäuscht von der sportlichen Entwicklung in Hamburg, weiteren finanziellen Zuwendungen einen Riegel vorgeschoben. In der Sommerpause prangerte er die Verpflichtung von Oliver Kreuzer als neuen Sportchef („Diesen Mann kenne ich gar nicht“) als Fehler der Vereinsverantwortlichen an.

Die Klubbosse des 126 Jahre alten Traditionsvereins, der seit 1987 auf einen Titelgewinn wartet, sind auch Ex-Europameister Horst Hrubesch ein Dorn im Auge. „Die ganze Struktur beim HSV stimmt nicht. Es sind zu viele, die es einfach nicht können - und es machen“, sagte der langjährige HSV-Torjäger in der Sendung „Sport und Talk aus dem Hangar 7“ bei Servus-TV.

Der 62-Jährige äußerte in diesem Zusammenhang die Hoffnung, dass sich ehemalige Teamkollegen aus der Mannschaft, die 1983 den Europapokal der Landesmeister gewann, zur Verfügung stellen. Der frühere Abwehrchef Ditmar Jakobs lehnt jedoch ein solches Engagement ab. „Die Interessen haben sich mit zunehmendem Alter verschoben. Da sind mir im Zweifelsfall meine Enkeltöchter wichtiger“, sagte Jakobs dem SID.

In einem SID-Interview hatte sich Manfred Kaltz bereits zu Jahresbeginn ablehnend geäußert: „Ich bin nie gefragt worden, ohnehin kann ich beim HSV kein System erkennen. Von den Möglichkeiten her müsste der Verein kontiniuerlich zu den Top fünf der Liga gehören.“

SID

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