Dänemark weiter, Russland raus

Wirbel um Los-Entscheid bei Frauen-EM

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Der russische Trainer Sergey Lavrentyev

Norrköping/Linköping (Schweden) - Spanien hat das Viertelfinale der Fußball-EM der Frauen in Schweden erreicht. Über das zweite Team, das weiterkam, musste das Los entscheiden.

Der Losentscheid der Europäischen Fußball-Union (UEFA) bei der Frauen-EM in Schweden hat bei vielen Beobachtern Kopfschütteln und Unverständnis ausgelöst. Der Endrunden-Modus lässt allerdings keine andere Möglichkeit zu, um Wettbewerbs-Verzerrungen zu vermeiden. Um künftig auf den Losentscheid verzichten zu können, wird das Reglement ab der kommenden EM in vier Jahren geändert.

Am späten Donnerstagabend hatte Karen Espelund, das für die Frauen zuständige Mitglied im UEFA-Exekutivkomitee, vor laufenden TV-Kameras Dänemark als Viertelfinalisten ausgelost. Russland hatte Pech und musste die Heimreise antreten. Beide Teams waren mit jeweils zwei Punkten auf dem dritten Platz ihrer Vorrundengruppe gelandet.

Da Island in der dritten Vorrundengruppe vier Punkte auf dem Konto hatte und sich die beiden besten Gruppendritten für das Viertelfinale qualifizieren, musste das Los zwischen Dänemark und Russland entscheiden. Die Tordifferenz kam als „Tie-Breaker“ nicht infrage, da so aufgrund der unterschiedlichen Spieltermine Absprachen zwischen den Teams möglich gewesen wären. Die Tordifferenz kann nur Entscheider innerhalb einer Gruppe sein, weil die abschließenden Partien zeitgleich ausgetragen werden.

Am 3. und letzten Spieltag der Gruppe C behauptete zudem die spanische Auswahl von Trainer Ignacio Quereda den zweiten Tabellenplatz durch ein 1:1 (1: 1) gegen Russland und trifft im Viertelfinale am Montag auf Norwegen (18.00 Uhr). Im zweiten Spiel des Abends besiegelten die bereits sicher qualfizierten Französinnen das Aus Englands durch ein hochverdientes 3:0 (1:0).

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In Norrköping erwischte Spanien den besseren Start und ging durch Veronica Boquetes (14.) frühen Treffer verdient in Führung, doch Jelena Terechowa (44.) gelang unmittelbar vor der Halbzeitpause der Ausgleich. Im zweiten Spielabschnitt rettete Russland das Unentschieden dann über die Zeit.

Mitfavorit Frankreich diktierte in Linköping von Beginn an das Geschehen, Eugenie Le Sommer (9.) sorgte für die frühe Führung des WM-Vierten von 2011. Die hoffnungslos unterlegenen Engländerinnen mussten im zweiten Spielabschnitt noch weitere Gegentreffer durch Louisa Necib (62.) und Wendie Renard (64.) hinnehmen und schieden mit nur einem Punkt als Gruppenletzter aus.

sid

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