EM-Gastkommentar von Wolfgang Rolff

Jetzt gegen Lewandowski - Boateng wird das schon richten

Wolfgang Rolff

Gastkommentar von Wolfgang Rolff - Ich bin mir ganz sicher: Wir gewinnen 3:1 gegen Polen. Unsere Mannschaft ist gut ins Turnier gestartet. Okay, 20 Minuten waren beim 2:0 gegen die Ukraine nicht so gut, aber das gehört bei einem Auftakt dazu. Die Spieler wirken durchtrainiert, die meisten sind schon in Topform wie Jerome Boateng, Toni Kroos und Sami Khedira.

Vor Robert Lewandowski habe ich keine Angst. Er ist zwar ein super Stürmer, aber Boateng wird das schon richten. An dessen Seite würde ich mir wieder Shkodran Mustafi wünschen. Er hat das gegen die Ukraine nicht nur wegen seines Tores sehr gut gemacht und hätte deswegen eine weitere Chance verdient. Mats Hummels könnte ja dann im Laufe der Partie kommen und Spielpraxis sammeln. Wir sollten übrigens nicht zu sehr auf Lewandowski schauen. Ich denke, er ist vor allem dazu da, möglichst viele Spieler zu binden und damit Räume für die anderen – speziell für Arkadiusz Milik – zu schaffen. Und wir müssen besonders auf die rechte polnische Seite achten.

Jakub Blaszczykowski und Lukasz Pizczek können richtig gefährlich werden. Da braucht Linksverteidiger Jonas Hector unbedingt Unterstützung – entweder von Khedira oder von Julian Draxler. Im Sturm würde ich weiter auf Mario Götze setzen. Er ist sehr beweglich – und das ist gerade gegen die großen polnischen Innenverteidiger von Vorteil. Von Mesut Özil wünsche ich mir etwas mehr Leben. Bei Werder Bremen und Real Madrid hatte er noch mehr Zug zum Tor. Beim FC Arsenal will er wohl unbedingt den Vorlagenrekord von Thierry Henry knacken. Mesut legt mir zu oft quer, obwohl seine Vorarbeit zum 2:0 gegen die Ukraine schon klasse war.

Zur Person

Wolfgang Rolff (56) ist Vize-Weltmeister von 1986 und nahm an den Europameisterschaften 1984 (Frankreich) und 1988 (Deutschland) teil. Er spielte in der Bundesliga für den Hamburger SV, Bayer Leverkusen, Bayer Uerdingen, den Karlsruher SC und den 1. FC Köln. Er war viele Jahre Co-Trainer von Thomas Schaaf – erst bei Werder Bremen, dann Eintracht Frankfurt und zuletzt Hannover 96.

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