„Es ist die Frage“

Lahm schaltet sich vor der EM ein - und kritisiert Löws Rückholaktion von Müller und Hummels

Philipp Lahm mit kritischem Blick.
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Philipp Lahm blickt auf die kommende EM.

Sie sind wieder da: Thomas Müller und Mats Hummels sollen Jogi Löw bei der EM einen würdigen Abschied bescheren. Philipp Lahm zweifelt an der Entscheidung.

München - Am Ende hat Jogi Löw nachgegeben - und mit Thomas Müller und Mats Hummels zwei der drei ausgebooteten Stars für die EM* wieder zurückgeholt. Die Forderungen waren zu laut geworden, die dürftigen Auftritte der Nationalelf taten ihr Übriges. Kurz vor dem Start der EM 2021* äußert ausgerechnet Philipp Lahm Zweifel an Löws Entscheidung.

Der Weltmeisterkapitän von 2014 schrieb vor Turnierstart eine große Kolumne für die Zeit. Er kam auch auf die Rückholaktion zu sprechen. „Löw wollte vor zwei Jahren einen Umbruch einleiten. Inzwischen hat er Thomas Müller* und Mats Hummels* wieder zurückgeholt. Nun ist die Frage, wie sich das auf die Hierarchie auswirkt“, gibt Lahm zu denken.

EM 2021: Lahm hat Bedenken um Rückkehr von Hummels und Müller

Die fußballerische Qualität der beiden ist wohl unumstritten, doch was Lahm meint: Sowohl Müller als auch Hummels sind es gewohnt, Führungsspieler zu sein. Die Frage ist, ob die Mannschaft die beiden nach mehr als zwei Jahren Abstinenz auch sofort wieder als solche akzeptiert - denn es haben sich bereits neue Hierarchien gebildet.

Über der Diskussion schwebt immer das (sicherlich nicht falsche) Credo: Die besten deutschen Spieler müssen auch in der Nationalmannschaft spielen. Geht man rein danach, müssen Hummels und Müller natürlich spielen. Gerade die WM 2014 hat aber gezeigt, dass es neben individueller Qualität auch ein homogenes Team braucht. Doch das scheint trotz der neuen „Alphatiere“ so zu sein.

Video: Hier schläft die Nationalmannschaft während der EM

EM 2021: Löw spürt „sehr gute Stimmung“ im Team

„Es ist eine gute Dynamik in der Mannschaft. 2018 war die Stimmung anders, da lag eine gewisse Schwere über der Mannschaft - die spüre ich jetzt nicht. Im Gegenteil: Die Stimmung ist sehr gut“, freute sich der Bundestrainer jüngst. Auch Kapitän Manuel Neuer hat „ein gutes Gefühl. Wir vertrauen uns. Wir sind hochmotiviert und wollen alles geben.“

Am Teambuilding und taktischen Feinheiten arbeitet Löw mit seinem Team vor dem schweren Spiel gegen Frankreich im Herzogenauracher „Base-Camp“*. Am Dienstag wird es dann ernst - und es gilt, dem amtierenden Weltmeister die Stirn zu bieten. (epp) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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