Drogba ist dabei

Elfenbeinküste zieht den Super Eagles nach

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Didier Drogba ist mit der Elfenbeinküste in Brasilien dabei

Calabar - Die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste mit ihrem Superstar Didier Drogba hat es Nigeria nachgemacht und sich als zweites afrikanisches Team für die WM in Brasilien qualifiziert.

Als die dritte WM-Qualifikation für die Elfenbeinküste in Folge geschafft war, gab sich Kapitän und Superstar Didier Drogba geheimnisvoll. „Wir wollen bei der Endrunde in Brasilien etwas ganz Spezielles machen“, raunte der Torjäger geradezu verschwörerisch.

Dabei spielte der Torjäger nach dem 1:1 in Casablanca gegen den Senegal eigentlich nur auf die äußeren Bedingungen in Südamerika an. Die zu erwartenden hohen Temperaturen sollten den Ivorern besser liegen als der südafrikanische Winter 2010. Allerdings waren die Afrikaner auch schon beim Sommermärchen 2006 in Deutschland nicht über die Vorrunde hinausgekommen und hatten das Achtelfinale verpasst.

Doch schon jetzt war auch bereits Freude aus der Stimme des 35-Jährigen herauszuhören: „Ich bin stolz darauf, dem Team eines kleinen Landes anzugehören, das sich zum dritten Mal hintereinander qualifizieren konnte.“ Nach dem 3:1-Hinspielsieg, bei dem auch Drogba getroffen hatte, geriet das Weiterkommen nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

Fast noch leichter fiel Nigeria die Qualifikation für die WM-Endrunde. Nach dem 2:1-Hinspielsieg gegen Außenseiter Äthiopien gewannen die Super Eagles vor 15.000 Zuschauern in Calabar auch das Rückspiel mit 2:0 (1:0). Torschützen für die Gastgeber waren Liverpools Angreifer Victor Moses in der 20. Minute vom Elfmeterpunkt sowie Victor Obinna von Lokomotive Moskau acht Minuten vor dem Schlusspfiff.

Nigerias Jungstar Ahmed Musa brach unmittelbar nach der Partie in Tränen aus. „Ich danke Gott für mein WM-Ticket“, sagte der 21-Jährige Stürmer von ZSKA Moskau schluchzend. Nigeria ist seit 1994 eine feste Größe bei WM-Endrunden, nur 2006 in Deutschland war das Team nicht qualifiziert.

Die zu Beginn der Ausscheidungsrunde unterschätzten Äthiopier machten auch Schiedsrichter Bakary Papa Gassama aus Gambia für das Scheitern gegen Nigeria verantwortlich. „Er hat das Spiel für Nigeria durch seine Entscheidungen, die nicht fair waren, gewonnen“, klagte Trainer Bishaw Sewnet.

Der ausgewühlte Coach räumte aber mit ein bisschen mehr Abstand auch ein, dass es seiner Truppe noch an Erfahrung fehle: „Meine Spieler sind noch sehr jung und spielen überwiegend in ihrer Heimat. Das ist uns Nigeria mit seinen europäischen Profis derzeit noch ein Stück voraus.“

sid

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