Viele Punkte in Schlussphase verloren

Eintracht Frankfurt zittert: Abstiegskampf

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In Mainz gab es für die Frankfurter den nächsten Rückschlag.

Mainz - Nach der Niederlage im Rhein-Main-Derby befindet sich Eintracht Frankfurt im Abstiegskampf. Vor allem die Schwächen in den Schlussphasen könnten den Hessen am Ende der Saison noch teuer zu stehen kommen.

Heribert Bruchhagen schüttelte ungläubig den Kopf. Mit leerem Blick und vollkommen frustriert stammelte der Vorstandsvorsitzende des Bundesligisten Eintracht Frankfurt ein paar Sätze vor sich hin, dann nahm er sogar das böse „A-Wort“ in den Mund. „Wir befinden uns offenkundig in einer ganz schwierigen und prekären Situation. Sprich: Im Abstiegskampf.“

Rumms! Nach der sensationellen Aufstiegssaison aus dem Vorjahr und den in dieser Spielzeit teilweise berauschenden Auftritten in der Europa League waren die Hessen allerspätestens nach dem 0:1 (0: 0) im Rhein-Main-Derby beim FSV Mainz 05 auf dem Boden der Tatsachen gelandet.

Vor allem die extreme Fallhöhe dürfte die Eintracht schmerzen, denn mit nur zehn Pünktchen hinkt man den gestiegenen Erwartungen meilenweit hinterher. Dass Frankfurt als Tabellen-15. nach dem 12. Spieltag und vor der Länderspielpause weder einen direkten Abstiegsrang noch den Relegationsplatz 16 belegt, ist einzig und allein der Unfähigkeit der Konkurrenz aus Freiburg, Braunschweig (jeweils 8 Punkte) und Nürnberg (7) zu verdanken.

Veh hat eine Erklärung für Patzer in der Schlussphase

„Den Ernst der Lage hat jeder erkannt, das kann ich versichern“, sagte Bruchhagen, der die letzten Minuten in einem munteren und größtenteils offenen Derby in den Katakomben verfolgt hatte. Wohl mit einer bösen Vorahnung, denn zum mittlerweile fünften Mal hatten die „Last-Minute-Deppen“ aus der Mainmetropole in der Schlussphase wertvolle Punkte verschenkt. Punkte, die am Ende einer langen Saison unter Umständen über den Klassenerhalt entscheiden könnten.

„Dass wir es nicht hinbekommen“, motzte Sportdirektor Bruno Hübner, „unser Spiel 90 Minuten lang durchzuziehen, ist einfach unfassbar. Ich begreife das nicht.“ In Mainz hatten sich wohl die meisten der 34.000 Zuschauer schon mit der Punkteteilung abgefunden, als der eingewechselte Eric Maxim Choupo-Moting in der 88. Minute mit seinem Treffer doch noch über Sieg und Niederlage entschied.

Frankfurts Trainer Armin Veh, für den nach der siebten Partie in Folge ohne Erfolg die Luft allmählich auch dünner werden dürfte, hatte immerhin eine Erklärung parat. Denn „reiner Zufall“ sei es „gewiss nicht“, dass sein Team so häufig noch als (gefühlter) Verlierer vom Platz geht.

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„Die Jungs haben jetzt seit drei Wochen keine Pause. Es ist nur logisch, dass uns da dann nach etwa 75 Minuten die Luft ausgeht und wir nicht mehr so dominant auftreten können“, sagte Veh, der in den kommenden Tagen die Trainingsintensität erstmal verringern wird. „Eigentlich wollte ich hier siegen und Mainz mit in den Tabellenkeller ziehen. Das hat leider nicht funktioniert“, sagte Veh.

So wurde aufgrund der verpatzten Schlussphase eine „ohnehin schon knifflige Sache nur noch kniffliger“, sinnierte Verteidiger Sebastian Jung. Man müsse sich nun auf die Stärken besinnen - und dann angreifen.

Zuerst heißt es für die Hessen nun aber, wieder aufzustehen. Denn der gefühlte „Niederschlag in der letzten Runde“ (Alex Meier) hat Frankfurt laut Veh „natürlich nicht geholfen. Das nagt an der Mannschaft und macht die Sache nicht leichter.“

Entspannter, aber noch nicht vollends sicher ist die Situation beim kleinen Nachbarn. 16 Punkte, ein Platz im Mittelfeld und ein ordentliches Polster auf die Abstiegsränge stehen den Mainzern zu Buche. Vor der Pause mahnte Trainer Thomas Tuchel dennoch zu „Konzentration und Spannung. Das war ein erster Schritt, aber wir werden uns jetzt nicht zurücklehnen“.

sid

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