Mit Pflastersteinen und Flaschen

Dynamo-Fans zerstören St-Pauli-Mannschaftsbus

Dresden - Dynamo verliert immer mehr den Kontakt zum rettenden Ufer. Nach der Niederlage sorgten in Dresden Chaoten für den Tiefpunkt. Sie warfen Pflastersteine auf den Mannschaftsbus von St. Pauli.

Die Sachsen verpassten gegen den FC St. Pauli mit dem 1:2 (1:1) auch im sechsten Spiel in Serie einen Befreiungsschlag, dagegen sind die Kiezkicker nach drei Runden ohne Sieg wieder auf Kurs und mischen im Aufstiegsrennen munter mit.

Nach der Niederlage sorgten in Dresden Chaoten mal wieder für einen Tiefpunkt. Der Mannschaftsbus der Gäste wurde unmittelbar nach der Abreise vom Stadion mit Pflastersteinen sowie Flaschen beworfen und wurde so schwer beschädigt, dass er nicht mehr zu benutzen war. „Zum Glück wurde niemand verletzt. Wie die Mannschaft jetzt die Heimreise nach Hamburg antreten wird, ist noch offen“, teilte der Kiez-Klub bei Twitter zunächst mit.

„Das war extrem bedrohlich, alle im Bus waren schockiert und fassungslos“, berichtete St. Paulis Teammanager Christian Bönig dem SID. „Wir sind rausgefahren aus dem Stadion und haben an einer Linksabbieger-Spur bei Rot gehalten, direkt an einer Kneipe, wo viele Dynamo-Fans standen. Während der zweiten Rotphase kamen dann Leute auf unseren Bus zu, warfen Flaschen und Steine. Hinten wurden zwei große Scheiben komplett entglast.“ Der Busfahrer habe mit der Hupe die Polizei auf den Vorfall aufmerksam gemacht, die Spieler und Betreuer beschützte und den Bus in Sicherheit eskortierte.

St. Pauli nahm anschließend mit Dynamo Kontakt auf, das einen Ersatzbus zur Verfügung stellte. Mit zwei Stunden Verspätung brach das Team gegen 18.30 Uhr nach Hamburg auf.

Zuvor hatte Routinier Florian Kringe St. Pauli vor 29.622 Zuschauern nach 35 Minuten per Kopf in Führung gebracht. Kurz vor der Pause traf Marco Hartmann zum überraschenden Ausgleich (44.), doch Marcel Halstenberg brachte die Gäste nach dem Wechsel mit einem direkten Freistoß wieder in Front (48.).

Dresden startete in hitziger Atmosphäre druckvoll und hatte beim Drehschuss von Zlatko Dedic die erste Chance (5.). Nach einer halben Stunde fingen sich die Gäste und übernahmen mehr und mehr die Initiative.

Dresden reagierte auf den erneuten Rückstand mit wütenden Angriffen, blieb aber zu inkonsequent im Abschluss. St. Paulis Kevin Schindler verpasste die Vorentscheidung (73.).

Die besten Spieler bei den Hamburgern waren Halstenberg und Marc Rzatkowski. Bei den Hausherren gefielen Thorsten Schulz und Marco Hartmann.

sid

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