Duell der Superlative:Messi gegen Ronaldo

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Lionel Messi (l.) trifft auf Cristiano Ronaldo.

Lissabon - Südamerikas Fußballgiganten suchen am Mittwoch die Herausforderung gegen europäische Topteams. Argentinien gegen Portugal - das ist vor allem das Duell Lionel Messi gegen Cristiano Ronaldo.

 Brasilien macht dagegen in Paris gegen Frankreich eine Zeitreise zurück zu einer der schwärzesten Stunden der Selecao-Geschichte.

In Sichtweite des Alpen-Riesen Mont Blanc messen sich die Fußball-Gipfelstürmer Lionel Messi und Cristiano Ronaldo. Beim Fußball-Länderspiel zwischen Argentinien und Portugal am Mittwoch im neutralen Genf (21.00 Uhr) richten sich alle Augen auf „el gran duelo“ zwischen den Weltfußballern der letzten drei Jahre.

Die beiden derzeit wohl schillerndsten Figuren des Weltfußballs zelebrierten am Wochenende in der spanischen Primera Division eine spektakuläre Ouvertüre. Der argentinische „Floh“ Messi war am Samstag als dreifacher Torschütze überragender Akteur beim 3:0 von Ligaprimus FC Barcelona gegen Atletico Madrid.

Alle Weltfußballer seit 1982

Alle Weltfußballer seit 1982

2013: Cristiano Ronaldo (Portugal) © AFP
2012 Lionel Messi (Argentinien)
2012 Lionel Messi (Argentinien) © AP
2011 Lionel Messi (Argentinien)
2011 Lionel Messi (Argentinien) © dpa
2010 Lionel Messi (Argentinien)
2010 Lionel Messi (Argentinien) © Getty
2009 Lionel Messi (Argentinien) © Getty
2008 Cristiano Ronaldo (Portugal) © Getty
2007 Kaka (Brasilien) © Getty
2006 Fabio Cannavaro (Italien) © Getty
2005 Ronaldinho (Brasilien) © Getty
2004 Ronaldinho (Brasilien) © Getty
2003 Ronaldo (Brasilien) © Getty
2002 Zinedine Zidane (Frankreich) © Getty
2001 Luis Figo (Portugal) © Getty
2000 Zinedine Zidane (Frankreich) © Getty
1999 Rivaldo (Brasilien) © Getty
1998 Zinedine Zidane (Frankreich) © Getty
1997 Ronaldo (Brasilien) © Getty
1996 Ronaldo (Braslien) © Getty
1995 George Weah (Liberia) © Getty
1994 Romario (Brasilien) © Getty
1993 Roberto Baggio (Italien) © Getty
1992 Marco van Basten (Niederlande) © Getty
1991 Lothar Matthäus (Deutschland) © Getty
1990 Lothar Matthäus (Deutschland) © Getty
1989 Ruud Gullit (Niederlande) © Getty
1988 Marco van Basten (Niederlande) © Getty
1987 Ruud Gullit (Niederlande) © Getty
1986 Michel Platini (Frankreich) © Getty
1985 Michel Platini (Frankreich) © Getty
1984 Diego Maradona (Argentinien) © Getty
1983 Zico (Brasilien) © Getty
1982 Paolo Rossi (Italien) © Getty

Angestachelt vom Tor-Triple seines Rivalen überwand CR7 nur 21 Stunden später beim 4:1 von Real Madrid gegen Real Sociedad San Sebastian seine Torflaute nach 448 Minuten. Im Kampf um die Pichichi-Trophäe des besten Torjägers in La Liga liegen die beiden mit 24 Treffern gleichauf an der Spitze. „Mehr als Messi ist Cristiano Ronaldo der Alfredo Di Stefano des 21. Jahrhunderts“, kommentierte Real-Generaldirektor Jorge Valdano und lobte seinen Schützling.

Durch seinen Doppelpack am Sonntag schrieb Cristiano Ronaldo außerdem Real-Geschichte. Als erster Spieler in der Historie der Königlichen benötigte er für 50 Liga-Tore im Real-Dress nur 51 Spiele. Ferenc Puskas (54 Begegnung) und Di Stefano (56) mussten sich länger gedulden, ehe sie 50-mal für Real in der Primera Division erfolgreich waren.

Die Knipser-Qualität seines Superstars will sich indes auch Argentiniens Coach Sergio Batista zunutze machen. „Gegen Portugal wird er als Neuner spielen, denn dort kommen die Bälle hin. Und das wollen wir maximal ausnutzen“, sagte der Maradona-Nachfolger. Auf der von Barca gewohnten Position soll der 23-Jährige spätestens bei der im Juli in Argentinien stattfindenden Copa America endlich Glanzvorstellung im himmelblauen Trikot bieten.

Cristiano Ronaldo lässt die Erfolgswelle, auf der sein Rivale reitet, äußerlich kalt. „Ich habe keine Zwangsvorstellungen, Neid oder direkte Rivalität mit Messi. Für mich ist er ein Gegner wie alle anderen auch“, äußerte der 26-Jährige. Innerlich wurmt den Beau der Hype um Messi doch, wohl deshalb überging Portugals Kapitän den Gaucho bei seinen drei Vorschlägen für die Wahl zum besten Fußballer des Jahres geflissentlich.

Schließlich sitzt der Stachel nach der 0:5-Demütigung der Königlichen im vergangenen November in Messis Wohnzimmer Nou Camp tief. Messi gegen Cristiano Ronaldo, Barcelona gegen Real Madrid: Mehr als 38 Jahre nach dem letzten von bislang sechs Aufeinandertreffen wird Argentinien gegen Portugal endlich zum „gran duelo“.

Ganz anders die Vorzeichen, unter denen zur gleichen Zeit Frankreich und Brasilien aufeinandertreffen. Im Stade de France im Pariser Vorort St. Denis werden Erinnerungen an den 12. Juli 1998 wach, als die Equipe Tricolor dem Rekordweltmeister im WM-Finale mit 3:0 eine seiner empfindlichsten Schlappen zufügte. Doch diesmal fehlen Namen wie Zinedine Zidane oder Ronaldo. Die jüngste Vergangenheit hat bei beiden Wunden hinterlassen.

Die in Südafrika in der Vorrunde ausgeschiedenen Franzosen diskutieren weiterhin heftig, ob für „WM-Rebellen“ wie Franck Ribery oder Patrice Evra die Tür zur Equipe Tricolore wieder geöffnet werden solle. Nationaltrainer Laurent Blanc verzichtete diesmal noch auf das Duo.

Sein Gegenüber, Mano Menezes, der nach dem WM-Viertelfinal-Aus Dunga beerbte, berücksichtigte aus der Bundesliga Abwehrspieler Breno von Bayern München und Mittelfeld-Ass Renato Augusto von Bayer Leverkusen, macht aber weiter einen weiten Bogen um WM-Versager wie Kaka.

sid

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