Dicke Luft bei der FIFA - aber Blatter will bleiben

Zürich - Die Korruptionsvorwürfe und die Zweifel an der rechtmäßigen Vergabe der WM - bei der FIFA herrscht zur Zeit dicke Luft. Präsident Sepp Blatter will jedoch weiterhin kandidieren.

“Wir sind nicht am Boden. Wir sind nur in ein paar Schwierigkeiten. Wir werden die Probleme innerhalb der FIFA-Familie lösen“, sagte Blatter am Montag auf einer Pressekonferenz in Zürich.

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Zwar räumte der 75 Jahre alte Fußballfunktionär ein, dass die jüngsten Vorwürfe der FIFA großen Schaden zugefügt hätten. Allerdings sehe der Weltfußballverband keinen Anlass, für weitere rechtliche Schritte gegen Mitglieder. Auch gebe es keinen Anlass, die Rechtmäßigkeit der Vergabe der Fußball-WM 2022 an Katar nochmals zu überprüfen. “Katar ist kein Thema“, sagte Blatter.

Verrückt oder futuristisch? Die WM-Stadien in Katar

Sehen Sie hier die bereits fertig gestellten oder sich in Planung befindlichen Fußball-Stadien der WM 2022 in Katar. © Getty
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Blatter soll am Mittwoch von Vertretern aus 208 Ländern auf dem FIFA-Kongress für eine weitere Amtszeit gewählt werden. Gegenkandidat Mohamed bin Hammam hatte seine Bewerbung am Sonntag zurückgezogen. Später wurde bin Hammam zusammen mit FIFA-Vizepräsident Jack Warner wegen Korruptionsverdachts suspendiert.

Generalsekretär sorgt für Aufregung

Am Montag sorgte zudem eine Aussage des FIFA-Generalsekretärs Jerome Valcke für Wirbel, wonach das Land Katar den Zuschlag für die Weltmeisterschaft 2022 “gekauft“ habe.

“Ich habe nie verstanden, warum MBH kandidiert hat“, heißt es in der privaten E-Mail von Valcke an den inzwischen suspendierten Warner, der diese E-Mail am Montag veröffentlichte. Und weiter: “Hat er wirklich gedacht, er habe eine Chance, oder war es nur eine extreme Art und Weise zu zeigen, wie sehr er JSB (Blatter) nicht mehr mag. Oder dachte er, man könne die FIFA kaufen wie sie (die Katarer) die WM.“

Valcke bestätigte, die mail verschickt zu haben, relativierte deren Bedeutung später jedoch. Er habe das Wort “gekauft“ verwendet, um damit auszudrücken, dass Katar seine finanzielle Stärke als rohstoffreiches Land genutzt habe, um die Unterstützung für die Entscheidung zu stärken. Er habe damit aber nicht gesagt, dass sich das Land auf irgendeine Weise sittenwidrig verhalten habe.

WM-Ausrichter Katar wies Korruptionsvorwürfe entschieden zurück: “Katar bestreitet kategorisch jede falsche Handlung im Zusammenhang mit der erfolgreichen Bewerbung“, hieß es in einer Erklärung.

Valcke sollte bin Hammam von Kandidatur abhalten

Kurz vor einem CONCACAF-Meeting in Zürich sagte Valcke am Montag: “Es war eine private E-Mail und wir werden darüber diskutieren. Er (Warner) schickte mir eine E-Mail, in der er mich fragte, ob ich das wolle (dass bin Hammam kandidiert). Er sagte, ich solle bin Hammam davon abhalten.“

Auf Valckes E-Mail und seine Aussagen darin angesprochen, sagte bin Hammam am Montag: “Sie sollten Valcke fragen, was er gedacht hat“, sagte er der BBC. “Ich weiß nicht, warum er das gesagt hat. Wenn ich Geld für Katar bezahlt haben soll, dann müssen Sie auch die übrigen 13 Leute fragen, die für Katar gestimmt haben.“

“Geständnisse von allen, die beteiligt waren“

Chuck Blazer, Mitglied im FIFA-Exekutivkomitee, erklärte, es werde zusätzliche Beweise geben für das, was bei einem Treffen bin Hammams und Warners mit 25 Mitgliedern des Karibischen Fußballverbandes Anfang Mai passiert sei. “Wir müssen Geständnisse bekommen von allen, die beteiligt waren“, sagte er der Nachrichtenagentur AP.

Anwalt John Collins, der die Beweisakten zusammengestellt hat, erwartet, dass sich weitere Zeugen melden werden. “Meine Hoffnung ist, dass sie sich selbst anzeigen. Wenn sie das nicht tun, werden sie im Zuge der Ermittlungen überführt werden“, sagte der ehemalige amerikanische Bundesstaatsanwalt.

Erstes Geständnis

Bin Hammam wird vorgeworfen, ein Treffen der karibischen Fußball-Union (CFU) Anfang Mai organisiert und finanziert zu haben. Dazu soll er bei diesem Treffen 25 Wahlberechtigten Schmiergelder von insgesamt einer Million Dollar angeboten haben, damit sie ihm ihre Stimmen bei der Wahl geben.

Diesen Vorwurf hatte bin Hammam zurückgewiesen. Der Präsident des Fußballverbandes von Puerto Rico bestätigte nun in einer E-Mail am Sonntag an Generalsekretär Valcke, “Geschenke und 40.000 US-Dollar“ während des Treffens erhalten zu haben.

Bin Hammam kündigte am Montag Einspruch gegen seine Suspendierung an. Er werde bestraft, bevor er schuldig gesprochen sei, erklärte er. Deswegen habe er beantragt, dass die FIFA am Dienstag - also noch vor der Präsidentenwahl - über seinen Widerspruch entscheiden solle. . “Wir sind nicht am Boden. Wir sind nur in ein paar Schwierigkeiten. Wir werden die Probleme innerhalb der FIFA-Familie lösen“, sagte Blatter am Montag auf einer Pressekonferenz in Zürich.

dapd

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