Mitgliederversammlung

DFL: So viel Geld ist für Spielervermittler 2018 geflossen

Reinhard Rauball bei der DFL-Mitgliederversammlung im Dezember 2018.
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Reinhard Rauball bei der DFL-Mitgliederversammlung im Dezember 2018.

In der Mitgliederversammlung der DFL ist entschieden worden, dass wie schon im Jahr 2016 die gezahlten Honorare an Spielerberater offen gelegt werden sollen.

München - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wird die von den Vereinen an Spielerberater gezahlten Honorare künftig wieder veröffentlichen. Zu dieser Entscheidung kamen die 36 Profi-Klubs während der DFL-Mitgliederversammlung am Donnerstag in Frankfurt/Main. "Es gibt da nichts zu verbergen", sagte DFL-Präsident Reinhard Rauball: "Das kommt ohnehin in die Bilanz (der Klubs, d. Red.), dann kann es auch veröffentlicht werden."

Im Jahr 2016 hatten die DFL und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) schon einmal die Zahlungen pro Klub offengelegt. Diese Praxis wurde im Anschluss aber wieder eingestellt, weil andere europäische Ligen trotz vorheriger Absprache nicht zur Veröffentlichung ihrer Zahlen bereit waren. Inzwischen verfolge der Weltverband FIFA die Berater-Honorare aber gezielter, sagte Rauball: "Dass die Honorare hoch und gestiegen sind, wissen wir."

DFL: Zwei Milliarden Euro gingen seit 2013 an Spielervermittler

Laut der FIFA haben sämtliche Klubs im Weltfußball seit dem 1. Januar 2013 fast zwei Milliarden Euro an Spielervermittler gezahlt. Alleine 2018 sind bereits 484 Millionen Euro geflossen - der Großteil davon aus den europäischen Top-Verbänden Deutschland, England, Spanien, Italien, Frankreich und Portugal.

Insgesamt sei er mit der DFL-Tagung in einem Hotel am Frankfurter Flughafen "zufrieden", sagte Rauball: "Es war eine sehr harmonische Veranstaltung, die von gegenseitigem Respekt geprägt war. Sämtliche Anträge sind durchgegangen." Auch Themen wie die 50+1-Regel, die DFL-Strukturreform und der Streit mit der Stadt Bremen über die Polizeikosten seien angesprochen worden. Die Entscheidung über diese Themen ist allerdings auf 2019 verschoben worden.

Andreas Rettig, kaufmännischer Geschäftsführer des Zweitligisten FC St. Pauli, lobte den "Schulterschluss" der beiden Ligen. "Das war prima", sagte der 55-Jährige: "Es war eine rundum gelungene, friedfertige Sitzung vor dem Weihnachtsfest."

SID

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