Einheitliches Angebot

DFL plant gemeinsame Ticketbörse ab 2015

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Vor allem einige Internet-Ticketbörsen hatten bei den Fans für massive Kritik gesorgt, weil dort Eintrittskarten zu einem Vielfachen des eigentlichen Preises angeboten werden.

Düsseldorf - Der deutsche Profi-Fußball will ab der Saison 2015/16 den Fans eine zentrale Ticketbörse anbieten, um dem Schwarzmarkt und überteuerten Ticketbörsen im Internet den Garaus zu machen.

„Vorausgesetzt, dass die Klubs mitziehen, wollen wir mit Saisonbeginn 2015/16 eine eigene Ticketplattform anbieten“, sagte Andreas Rettig, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), am Montag in Düsseldorf dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Das Thema Ticketing wurde unter diversen Aspekten auch auf dem Sport-Business-Kongress SpoBis in Düsseldorf behandelt. Rettig betonte dort, dass zunächst mal die 36 Profiklubs ihre Zustimmung zu diesem Projekt geben müssten.

„Der Entscheidungsprozess müsste in zwei bis drei Monaten abgeschlossen sein. Zunächst ist wünschenswert, dass es ein strategisch und politisches Bekenntnis zu einem fairen Handel und zu fairen Preisen gibt“, sagte Rettig. Die DFL wolle den Vereinen, die natürlich ihre eigenen Ticketplattformen weiterführen sollen, bei der Umsetzung einer gemeinsamen Ticketbörse zur Seite stehen.

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Rettig ist nach ersten Gesprächen mit den Klubs davon überzeugt, dass die Mehrheit die Notwendigkeit sieht, über eine zentrale Zweitmarktlösung nachzudenken. „Die meisten Vereine, allen voran Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen, wehren sich bereits jetzt schon gegen schwarze Schafe auf dem Ticketmarkt. Wenn es eine überzeugende zentrale Ticketbörse gäbe, wäre dies ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung des Schwarzmarkts“, sagte Rettig.

Möglichst bis zum Sommer soll dem Ligavorstand ein Konzept mit gemeinsamen Regeln für den Weiterverkauf von Tickets zur Entscheidung vorgelegt werden. Eine klare Linie zum Weiterverkauf der über die Klubs erworbenen Tickets gibt es derzeit nicht. Vor allem einige Internet-Ticketbörsen hatten bei den Fans für massive Kritik gesorgt, weil dort Eintrittskarten zu einem Vielfachen des eigentlichen Preises angeboten werden. Fairness müsse vor Gewinnmaximierung stehen, betonte Rettig zu Wochenbeginn noch einmal.

sid

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