Solidarität der Klubs

DFL: Internationale Erlöse werden neu verteilt

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Liga-Präsident Reinhard Rauball ist zufrieden mit dem neuen Verteilungs-System.

Frankfurt/Main - Die stetig steigende Auslandsvermarktung der Bundesliga beschert den 18 Vereinen künftig höhere Einnahmen. Der DFL-Vorstand beschloss jetzt eine Änderung der Verteilung.

Die 18 Vereine der Fußball-Bundesliga erhalten künftig deutlich mehr Geld aus der stetig wachsenden Auslandsvermarktung der Liga. Der Vorstand der Deutschen Fußball-Liga (DFL) beschloss am Montag nicht nur die Erhöhung des Grundbetrags für jeden Club, sondern auch eine neue Verteilung der Auslandserlöse. Danach werden die Gelder künftig nicht mehr in erster Linie nach Tabellenplätzen gestaffelt, sondern zu gleichen Teilen ausgeschüttet.

„Die aller Voraussicht nach signifikanten Erlös-Steigerungen der DFL im internationalen Bereich werden der Liga neue Spielräume in einem erheblichen Umfang verschaffen“, sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball. „Von daher war es angebracht, noch einmal über den 2012 entwickelten Verteiler-Beschluss zu sprechen und schließlich Anpassungen vorzunehmen. Dabei haben sich insbesondere die Champions-League-Starter solidarisch gezeigt.“

Die DFL erwartet für die laufende Saison Auslandserlöse von rund 66 und für die kommende Saison sogar 70 Millionen Euro. Deshalb wird der Basisbetrag, der unter allen Vereinen aufgeteilt wird, für die Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 von 27 auf 45 Millionen Euro erhöht. Das bedeutet: Jeder Club erhält dann garantiert 2,5 Millionen Euro pro Saison aus der internationalen TV-Vermarktung.

Die restlichen mehr als 20 Millionen werden „an jene Clubs ausgekehrt, die mit ihren Leistungen in der Champions League und der Europa League zur erfolgreichen Gesamt-Bilanz des deutschen Profi-Fußballs in den vergangenen Jahren beigetragen haben“, wie es in einer DFL-Mitteilung heißt. Berechnungsgrundlage ist die UEFA- Fünfjahreswertung, nach der der FC Bayern München als amtierender Champions-League-Sieger und -Finalist des Jahres 2012 mit Abstand am meisten Geld zu erwarten hat. Aber auch ein Verein wie Hannover 96 erhält nach seinen Europa-League-Teilnahmen 2011/12 und 2012/13 noch einen zusätzlichen Teil der Auslandserlöse. Nach Angaben der DFL profitieren nach derzeitigem Stand elf Vereine von der neuen Lösung.

Auch wenn DFL-Chef Christian Seifert zuletzt erneut von einem „Rückstand von zehn Jahren im Vergleich zur Premier League“ sprach, nimmt die Bundesliga durch ihre TV-Vermarktung im Ausland kontinuierlich immer mehr Geld ein. Von 2004 bis 2007 lagen diese Erlöse noch bei rund 12 Millionen Euro pro Saison. Durch den Vertrag mit dem Konzern 21st Century Fox des Medienmoguls Rupert Murdoch verspricht sich die DFL ab der Saison 2015/2016 sogar Einnahmen von 100 bis 150 Millionen pro Jahr.

dpa

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