Andreas Rettig

DFL: Nationenliga keine gute Entscheidung

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DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig.

Köln - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die Kritik an der vom europäischen Verband UEFA beschlossenen Nationenliga bekräftigt.

„Dass die UEFA einen Wettbewerb mit vielen Spielen schafft, ist keine gute Entscheidung“, sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig am Donnerstagabend bei einer Diskussionsveranstaltung in Köln. „Es werden immer mehr Wettbewerbe kreiert, um immer mehr Geld zu generieren und zu vermarkten.“

Am Ende seien es immer die gleichen Spieler, die den Karren ziehen müssten. „Es werden Dinge auf den Weg gebracht, die die Spieler ausbaden müssen. Das ist keine gute Entwicklung“, meinte Rettig. Die Nationenliga für Nationalteams soll 2018 starten.

Inzwischen sind 54 Länder in der UEFA vereint und bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich nehmen statt 16 schon 24 Mannschaften am Endrunden-Turnier teil, erklärte Rettig. „Wir dürfen nicht alles unter den Vermarktungsaspekt sehen“, sagte er. Die Bundesliga habe deshalb vor Jahren auf die Aufstockung von 18 auf 20 Clubs verzichtet. „Mehr Spiele, mehr Vermarktung. Diesen Weg sind wir nicht gegangen: Nicht immer weiter, höher und noch mehr“, so Rettig. „Im Sinne der Spieler war es eine gute Entscheidung.“

dpa

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