Angst vor Londoner Berufsverkehr

DFB-Team mit U-Bahn zum Training

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Die DFB-Spieler in der U-Bahn

London - Novum für die deutsche Nationalmannschaft: Erstmals in der 113-jährigen Geschichte des DFB fuhr das Aushängeschild des Verbandes per U-Bahn zum Training.

Um dem Berufsverkehr in den verstopften Straßen von London auszuweichen, entschied sich Bundestrainer Joachim Löw dafür, mit seinen Spielern vor dem Länderspiel am Dienstag gegen England (21.00 Uhr/ARD) am Vorabend mit der Tube zum Abschlusstraining ins Wembley-Stadion zu fahren.

Der DFB betonte, dass es sich bei diesem Gang unter die Erde weder um einen PR-Gag, noch um eine Aktion anlässlich der 150-Jahr-Feier des englischen Fußball-Verbandes FA und auch nicht der U-Bahn, die stündlich von 315.000 Menschen benutzt wird, gehandelt habe.

Die besondere Fahrt der Nationalmannschaft begann unweit des Teamhotels in der Nähe von Big Ben. An der Station „Des Walker“ betraten die Nationalspieler die Londoner Unterwelt. Der Bahnhof ist benannt nach dem Fußballer Desmond Walker, der zwischen 1988 und 1993 59-mal für die „Three Lions“ spielte. Erst seit diesem Jahr trägt der Bahnhof zusätzlich auch diesen Namen, in den 149 Jahren zuvor hieß die Station lediglich „Embankment“.

So wird sie auch wieder heißen, wenn FA und U-Bahn die Jubiläumsfeiern beendet haben. Bis dahin tragen alle U-Bahn-Höfe Londons Leihnamen berühmter Fußballer, darunter auch die von deutschen Nationalspielern wie Franz Beckenbauer, Didi Hamann oder Jürgen Klinsmann.

DFB-Team fährt mit der U-Bahn zum Abschlusstraining

DFB-Team fährt mit der U-Bahn zum Abschlusstraining

Nach fünf Stationen mit der Bakerloo Line musste das DFB-Team an der legendären Baker Street, die aktuell Sir Alex Ferguson als Namens-Paten hat, umsteigen. Viel Zeit hatten die Spieler nicht, so konnten sie nur einen flüchtigen Blick auf die Silhouette von Sherlock Holmes werfen, mit der die Wände des U-Bahn-Schachtes verziert sind. Die Spieler mussten weiter, zwei Minuten durch unterirdische Gänge, dann kam der nächste Zug. Es öffneten sich die Türen der Metropolitan Line. Im Wembley-Park, aktuell Alf Ramsey, kam das Team nach insgesamt 42 Minuten Fahrzeit an. Nach einem zehnminütigen Fußweg wurde pünktlich das Stadion erreicht.

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SID

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