"Die Anforderungen werden extrem"

Deutsche vertrauen Löw: WM-Titel ist möglich

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Joachim Löw genießt vollstes Vertrtauen bei den Deutschen.

Costa do Sauípe - Der derzeitige Brasilien-Reisende Joachim Löw steht im eigenen Land weiter hoch im Kurs. Mit einem riesigen Vertrauensvorschuss kann der Bundestrainer ins WM-Jahr 2014 gehen.

Die Mehrzahl der Deutschen glaubt an eine erfolgreiche Titelmission ihrer Fußball-Nationalmannschaft bei der schwierigen WM in Südamerika. Und nicht nur das: Lediglich 21 Prozent der Menschen meinen, dass Löw bei einem überraschenden Ausscheiden schon vor dem Viertelfinale zurücktreten sollte. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa.

55 Prozent der Befragten trauen Bundestrainer Löw und seinem Team im Sommer 2014 in Südamerika den großen Coup zu. Nur 29 Prozent beantworteten eine entsprechende Frage mit Nein. 16 Prozent wollten sich nicht festlegen. „Man spürt es, je näher ein Turnier rückt. Die ganze Nation steht hinter einer Mannschaft“, sagte Löw zur besonderen Bedeutung des WM-Turniers. „Die beste Mannschaft zu sein, ist nicht so einfach zu erreichen, wie mancher denkt. Egal, wie gut die Mannschaft ist. Wenn jemand denkt, wir Deutschen müssen nur an den Zuckerhut fliegen und einfach den WM-Pokal abholen, diese Leute verkennen die Situation“, hob der 53-jährige Freiburger vor der WM-Auslosung am Freitag in Costa do Sauípe aber nochmals hervor.

Löw verwies nicht zum ersten Mal auf die große Konkurrenz im Titelrennen, der sich sein Team aber stellen will. „Es sind schon Mannschaften gescheitert, die waren in der Vorrunde überragend wie Brasilien oder Frankreich. Für jeden Spieler der Welt ist es das Größte, Weltmeister zu werden“, bemerkte der DFB-Chefcoach. Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff sieht in den verschärften Bedingungen in Brasilien wie Klima und lange Reisen einen speziellen Aspekt. „Die Anforderungen an die Spieler werden deshalb noch einmal extremer“, sagte der Europameister von 1996.

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Nur acht Prozent der deutschen Bevölkerung befürchten, dass die DFB-Elf schon nach der Vorrunde in Brasilien ausscheiden könnte. 76 Prozent haben eine solche Befürchtung nicht. 59 Prozent votieren auch bei einem K.o. im Achtelfinale oder früher gegen einen Rücktritt des Bundestrainers. 20 Prozent legten sich nicht fest. Ein Selbstläufer aber werde das Erreichen der K.o.-Runde nicht, betonte Löw: „Für jede Mannschaft wird es ein Kampf und eine große Anstrengung, durch die Vorrunde zu gehen. Beim Turnier muss man sieben Spiele auf einem Topniveau sein und darf sich keine Schwächephase erlauben.“

Nur 25 Prozent glauben, dass auch bei der fünften WM in Südamerika wieder ein südamerikanisches Team den Titel gewinnt. „Die Südamerikaner kennen Europa, viele spielen dort. Aber europäische Spieler, deutsche Spieler spielen nie in Südamerika. Man kann diese Erfahrungen den Spielern nicht nur durch Reden nahebringen. Man muss das selbst erleben“, erklärte Löw: „Man muss mit dem Schwierigsten rechnen, vielleicht großer Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit, wenn man in der Amazonas-Region spielt, langen Reisen. Man muss die Umstände bedingungslos annehmen, so wie sie sind, darf keine Energie vergeuden, nicht lamentieren, sonst verliert man.“

dpa

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