„Wollten nicht, dass wir gewinnen“

Ronaldo: Verschwörung gegen Real im Clásico

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Cristiano Ronaldo war mit den Schiedsrichter-Entscheidungen im Spiel gegen den FC Barcelona nicht immer einverstanden.

Madrid - Weltfußballer Cristiano Ronaldo hat nach dem 3:4 von Real Madrid im spektakulären Clásico gegen den FC Barcelona Verschwörungstheorien aufgestellt.

Lionel Messi ließ sich nach einer weiteren Vorstellung für die Geschichtsbücher in einem epischen Clasico noch von seinen Jüngern feiern, da verstrickte sich sein großer Widerpart Cristiano Ronaldo bereits in wilde Verschwörungstheorien. Schuld an der 3:4 (2:2)-Niederlage von Real Madrid im 259. Duell mit Erzrivale FC Barcelona war aus Sicht des Weltfußballers weder seine eigene, dürftige Vorstellung, noch Messis Dreierpack - sondern der Schiedsrichter und irgendein ihn anleitender Geheimbund.

Es gab einige Leute, die nicht wollten, dass wir gewinnen und Barca noch weiter hinter uns zurückbleibt. Offensichtlich stört es sie, wenn Madrid gewinnt, das ist purer Neid“, echauffierte sich der Portugiese. Madrid, schimpfte Ronaldo weiter, werde „nicht gleich behandelt. Die Leute wollen, dass Barca im Rennen bleibt - und so ist es ja gekommen“. Der Unparteiische Alberto Undiano Mallenco habe gewissermaßen im Auftrag der Verschwörer gehandelt, deutete der Real-Profi an: „Es waren viele Fehler. Man muss für so ein Spiel einen Schiedsrichter haben, der das Niveau der Partie besitzt. Er war sehr nervös.“

Von der Zeitung Sport aus Barcelona musste sich Ronaldo nach diesem Ausbruch als „Heulsuse“ verspotten lassen, Barcas Kapitän Xavi schimpfte: „Seine Kritik ist gedankenlos!“ Doch Ronaldo legte noch nach. „Hoffentlich“, sagte er, dürfe Undiano Mallenco am 16. April nicht auch noch das Pokalfinale zwischen Madrid und Barca leiten (wie 2011, als Real 1:0 gewann).

Dabei hatte der Referee aus Pamplona nur eine einzige klare Fehlentscheidung getroffen - zugunsten von Ronaldo. Der durfte per Elfmeter zum zwischenzeitlichen 3:2 treffen (55.), obwohl er zuvor von Dani Alves außerhalb des Strafraums gefoult worden war. Die beiden Strafstöße, die Messi verwandelte (65./84.), waren ebenso unstrittig wie die Rote Karte gegen Real-Verteidiger Sergio Ramos (63.).

Ramos aber schloss sich Ronaldo an. Er habe Barcelonas Neymar in der fraglichen Szene „nicht berührt. Ich hoffe, dass uns Undiano nie mehr pfeift, denn mit ihm passiert sowas immer. Im Camp Nou und hier. Wenn sie wollen, dass die Liga ausgeglichener wird, haben sie das geschafft.“ Real, das auch das vierte Duell mit einem der beiden Titel-Rivalen nicht gewinnen konnte, liegt neun Runden vor Saisonschluss punktgleich mit Spitzenreiter Atletico Madrid auf Rang zwei, Barcelona hat als Dritter einen Zähler Rückstand.

Dass Barcelona im Rennen blieb, hatte es wieder einmal Messi zu verdanken. „Leo hat seine beste Version hervorgekramt - genau im richtigen Moment. Messi ist zurück!“, schrieb El Mundo Deportivo. Das Real-Hausblatt Marca sprach von einer „Wiederauferstehung“.

Nach der frühen Führung für Barcelona durch Andres Iniesta (7.) und dem Doppelpack von Karim Benzema für Madrid (20./24) traf Messi zunächst zum 2:2 (42.). Mit seinen Saisontoren Nummer 20 und 21 schnürte er später den ersten Dreierpack eines Barca-Spielers im Estadio Bernabeu überhaupt. Zudem löste er mit nun 21 Treffern (in 27 Spielen) Real-Ikone Alfredo Di Stefano als Clasico-Rekordschütze ab.

„Für mich ist es ganz gut gelaufen, aber ich muss sagen, dass die ganze Mannschaft immer dann da ist, wenn es am wichtigsten ist“, sagte Messi, der nach dem 4:3 demonstrativ das Barca-Wappen auf seiner Brust küsste. „Wir wurden schon für tot gehalten, aber jetzt sind wir wieder im Titel-Kampf“, sagte sein Coach Gerardo Martino. Mit einem Sieg am letzten Spieltag gegen Atletico könnte Barca seine 23. Meisterschaft aus eigener Kraft perfekt machen.

Bilder: Tor-Spektakel bei Real Madrid gegen Barca

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SID

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