Real verliert knapp bei Juve: Aber noch alles offen

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Carlos Tevez von Juventus Turin jubelt, nachdem er einen Elfmeter gegen Real Madrid verwandelt hat.

Turin - Real Madrid hat im Halbfinal-Hinspiel bei Juventus Turin seine Chance auf den Einzug ins Finale der Champions League in Berlin gewahrt.

Weltmeister Toni Kroos bangt um seinen Traum vom Heimfinale in Berlin. Der deutsche Mittelfeld-Stratege verlor mit den Superstars von Real Madrid ein sehr intensives und hochklassiges Halbfinal-Hinspiel der Champions League bei Juventus Turin mit 1:2 (1:1).

Im Rückspiel am 13. Mai (20.45 Uhr/Sky) müssen die Königlichen das Blatt wenden, um Historisches im Blick zu behalten: Die erste erfolgreiche Titelverteidigung in der Königsklasse - am 6. Juni im Berliner Olympiastadion gegen Bayern München oder den FC Barcelona. Es wäre die „Undecima“ für Real, der elfte Titelgewinn im wichtigsten Europapokal.

Selbst ein Rekordtor seines Superstars Cristiano Ronaldo genügte Madrid vor 41.011 Zuschauern im ausverkauften Juventus Stadium nicht für eine bessere Ausgangsposition. Der Weltfußballer traf nach der Führung der überraschend machtvoll angreifenden Italiener durch den ehemaligen Real-Stürmer Alvaro Morata (8.) per Kopf zum 1: 1 (27.). Er ist mit 76 Toren in der Champions League nun alleiniger Rekordhalter - zumindest bis Mittwoch, wenn Lionel Messi (75) mit Barca den FC Bayern empfängt. Ein Foulelfmeter von Carlos Tevez (57. ) bescherte Juventus eine gute Chance auf die erste Finalteilnahme seit 2003.

„Wir haben das Spiel durch viel zu viele einfache Fehler hergeschenkt“, sagte Kroos bei Sky enttäuscht: „Wir haben uns oft verdribbelt, hätten mehr Fußball spielen müssen.“ Die Hoffnung aufs Finale hat er aber nicht aufgegeben: „Zu Hause werden wir nach vorne spielen, aber wir müssen Geduld haben. 1:0 würde reichen, und wir hoffen, dass wir es mit unseren Fans im Rücken drehen können. Aber es wird schwer.“

Juve-Regisseur Andrea Pirlo war derweil zufrieden: „Wir haben unsere Botschaft geschickt: Wir sind da, wir wollen in dieses Finale!“, sagte er. „Wir müssen diese starke Leistung in Madrid wiederholen.“

Kroos stand in der Startelf, vom ehemaligen Juventus-Trainer Carlo Ancelotti („Ich habe Juve nie gemocht“) mit der Aufgabe versehen, die Zulieferungswege für die Real-Offensive zu öffnen. James Rodriguez, Ronaldo und Gareth Bale versuchten, die enorm starke Turiner Abwehr zu überlisten - der BBC-Sturm war gesprengt, da Karim Benzema noch verletzt ist. Juve fehlte dafür Paul Pogba, ebenfalls ein Schlüsselspieler.

Juventus, seit Samstag zum 31. Mal italienischer Meister, spielte dominant, war ganz offensichtlich nicht darauf bedacht, nur ein Unentschieden mit nach Madrid zu nehmen. Eine Chance des überragenden Ex-Leverkuseners Arturo Vidal vereitelte Reals Torhüter Iker Casillas (1.) noch, sieben Minuten später aber ließ er einen Schuss von Tevez zur Seite prallen, und Morata schob ein. Es war Madrids erstes Auswärtsgegentor in der Königsklasse nach 451 Minuten.

Real schaffte es anfangs kaum, seine gewaltige Offensivklasse aufblitzen zu lassen, blieb zugleich auf den defensiven Außenpositionen anfällig. Doch als die Königlichen ihren ersten Angriff zu Ende spielten, lag der Ball im Tor von Gianluigi Buffon: Ronaldo hatte seinen 54. Pflichtspieltreffer der Saison erzielt.

In der Folge lullte Real, defensiv nun stabiler, den Gegner mit Ballstafetten ein, um plötzlich in die Tiefe zu spielen. Einer dieser Pässe landete auf der linken Seite bei Isco, der maßgenau auf Rodriguez flankte. Nur die Querlatte rettete Juve (41.).

Nach der Halbzeitpause fand Juventus zu anfänglicher Stärke zurück. Am Ende eines mustergültigen Konters foulte Dani Carvajal, ebenfalls aus Leverkusen bekannt, den stets aktiven Tevez, der anschließend selbst Buffon vom Elfmeterpunkt in die falsche Ecke schickte.

Kroos war gewohnt passsicher, blieb aber unauffällig und ohne offensive Akzente - wie auch sein Gegenüber Pirlo, dem einige unnötige Ballverluste unterliefen.

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sid/dpa

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