CL-Quartett setzt Zeichen

Millionen-Spende für Bundesliga-Klubs fix: Seltenes Lob vom BVB für Rummenigge - „Ehre, wem Ehre gebührt“

Bundesliga: Derzeit liegt das Fußball-Oberhaus wegen des Coronavirus lahm. Deutsche Top-Klubs spenden nun Millionen für Vereine.

  • Das Coronavirus* hat die Welt im Griff.
  • Auch der Sport ist längst betroffen.
  • Immer mehr Profis gehen deshalb in die Spenden-Offensive - jetzt haben auch Bundesliga-Klubs nachgelegt. 

Update vom 29. März: Der geplante Millionen-Schirm für angeschlagene deutsche Profiklubs, die vor der Corona-Krise betroffen sind, wurde in der deutschen Sportlandschaft gut aufgenommen. Insgesamt sollen der FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen 20 Millionen Euro locker machen.

Nun schaltete sich BVB-Boss Hans-Joachim Watzke ein und äußerte sich in der Bild am Sonntag zu den Ursprüngen der solidarischen Aktion unter den Bundesligisten. Watzke gab ebenso einen düsteren Ausblick auf die Zukunft der gesamten Bundesliga, sollten bestimmte Einnahmen ausbleiben. 

Es drohe „der Ausfall des TV-Geldes, dann drohen Mindereinnahmen im Sponsoring. Dann geht es ans Eingemachte!“ Wie bei Borussia Dortmund gehe es in der Diskussion „um ganz normale Arbeitnehmer, nicht um Fußball-Millionäre“.

Überraschend lobende Worte richtete Watzke nach München. Die Idee des millionenschweren Hilfsschirms sei demnach vom FC Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gekommen. „Ehre, wem Ehre gebührt“, kommentierte Watzke.

Bundesliga-Klubs halten zusammen: FC Bayern, BVB, Leipzig und Leverkusen spenden 20 Millionen Euro

Update vom 27. März: Jetzt ist es amtlich! Der FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen wollen in der Corona-Krise ein Zeichen setzen und Klubs, die finanziell in Notlage geraten, unter die Arme greifen. Daher werden 12,5 Millionen Euro, die eigentlich dem Champions-League-Quartett der aktuellen Saison zustehen, in einen Rettungstopf umgeleitet. Weitere 7,5 Millionen Euro steuern die vier Vereine aus eigenen Mitteln bei.

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat die Maßnahme als solidarischen Akt zur Bewältigung der Corona-Krise bezeichnet. „Zusammen wollen wir mit dieser Aktion ein Zeichen der Solidarität zu allen Klubs der Bundesliga und der zweiten Bundesliga setzen“, sagte der Vorstandsvorsitzende. „In diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass die stärkeren Schultern die schwächeren Schultern stützen. Damit wollen wir auch zeigen, dass der Fußball gerade jetzt zusammensteht“, betonte der 64 Jahre alte FCB-Chef.

Bundesliga-Klubs in der Coronakrise: „Solidarität kein Lippenbekenntnis“ 

Die Maßnahme stieß im Profi-Fußball auf positive Resonanz. „Diese Aktion unterstreicht, dass Solidarität in der Bundesliga und 2. Bundesliga kein Lippenbekenntnis ist. Das DFL-Präsidium ist den vier Champions-League-Teilnehmern sehr dankbar im Sinne der Gemeinschaft aller Klubs“, wurde DFL-Geschäftsführer Christian Seifert in einer Mitteilung von Borussia Dortmund zitiert. 

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke unterstrich: „Wir haben immer gesagt, dass wir uns solidarisch zeigen werden, wenn Klubs unverschuldet durch diese absolute Ausnahmesituation in eine Schieflage geraten, die sie alleine nicht mehr beherrschen können.“

Während der Corona-Krise ruht der Ball weiterhin. Von Juve-Star Sami Khedira gibt es dennoch Neuigkeiten: Offenbar ist er mit einem FCB-Star zusammen.

FC Bayern und weitere Top-Klubs spenden Millionen an Konkurrenz - oder funkt die DFL dazwischen?

Erstmeldung vom 25. März: München - Eigentlich sollten wir uns in diesen Tagen über die Champions League unterhalten. Die Europa League wäre Thema und natürlich würden wir auf die Zielgeraden der Bundesliga* einbiegen.

Der eine oder andere würde schon an die EM 2020* denken und natürlich wären anstehende Transfers in aller Munde. Was wird denn jetzt aus Leroy Sané*? Was läuft da mit Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen? Und war David Alaba Bestandteil eines irren Plans*?

Corona in der Bundesliga: Top-Klubs planen wohl Millionen-Spende

All diese Themen hängen aber in der Warteschleife, denn: Das Coronavirus hat die Welt und damit auch den Sport fest im Griff. In den vergangenen Tagen und Wochen wurden unzählige Turniere oder Wettbewerbe abgesagt oder ausgesetzt, der Spielbetrieb ruht auch in Deutschland.

Zuletzt wurde deshalb viel über Gehaltsverzicht einzelner Stars oder Vereine gesprochen. Leon Goretzka und Joshua Kimmich gingen bereits mit gutem Beispiel voran.

Coronavirus: FC Bayern, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayern Leverkusen haben Spenden-Plan

Und jetzt folgen auch die großen Klubs aus der Bundesliga*: Nach Angaben der Bild wollen die vier deutschen Champions-League-Starter dieser Saison einen Geld-Topf zur Verfügung stellen. Davon sollen dann Vereine aus der ersten und zweiten Liga profitieren, die wegen der Corona-Krise in finanzielle Schieflage geraten.

Der FC Bayern München*, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen sollen sich laut Bild in der vergangenen Woche getroffen haben, um ein solches Modell zu diskutieren. 

20 Millionen Euro sollen in den Topf wandern, am Ende soll, so berichtet es die Zeitung, die DFL entscheiden, welcher Verein bezuschusst werden soll.

Doch woher kommt die Kohle eigentlich? Wie das Blatt weiter schreibt, habe die DFL aus dem aktuellen TV-Vertrag eine Rücklage in Höhe von 45 Millionen Euro gebildet, um für mögliche strategische Projekte wie beispielsweise einen eigenen TV-Kanal flexibel zu sein. 

Corona in der Bundesliga: 20 Millionen Euro für Vereine in der Krise?

 Die DFL hat nun offenbar alles in der Hand: Falls das Geld für etwaige strategische Projekte nicht benötigt wird, soll es nach dem TV-Verteilerschlüssel an alle Klubs zusätzlich verteilt werden.

Dem FC Bayern, Dortmund, Leipzig und Leverkusen stünden als CL-Vertreter zusammen etwa 12,5 Millionen Euro zu - diese Summe würden die Klubs dann gemeinsam in den Topf schieben und anschließend zusammen, mit eigenen Mitteln, auf 20 Millionen Euro aufstocken.

*tz.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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Viele Bundesliga-Klubs stecken wegen der Corona-Krise in ernsten finanziellen Schwierigkeiten. Kurzarbeit und Gehaltsverzicht sind die gängigsten Optionen. Wer reagiert wie?

Rubriklistenbild: © dpa / Roland Weihrauch

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