Viele Fragen vor dem 20. Spieltag

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Wie reagiert Borussia Dortmund auf den Ausfall von Shinji Kagawa? Der Tabellenführer muss beim VfL Wolfsburg ran.

München - Viele Fragen vor dem 20. Bundesliga-Spieltag: Kann Tabellenführer Borussia Dortmund den Ausfall von Kagawa verkraften? Kommt Rekordmeister Bayern der Spitze etwas näher? Bleiben Gladbach und Stuttgart tief im Tabellenkeller?

Nach dem personellen Rückschlag beim Tabellenführer Borussia Dortmund wittert die Konkurrenz in der Fußball-Bundesliga ihre Chance. Der Ausfall des Shooting-Stars Shinji Kagawa trifft den enteilten Spitzenreiter empfindlich, möglicherweise können die Titel-Mitbewerber etwas Boden gut machen. “Das ist eine neue Situation für Dortmund. In der Vorrunde haben sie fast immer mit der gleichen Mannschaft gespielt. Kagawa war eine bestimmende Figur in dem Konzept“, sagte Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger in der “Bild“-Zeitung (Freitagausgabe).

Punktprämien: Was die 18 Bundesligisten kassieren

Wie sind eigentlich die Punkte-Prämien in der Bundesliga geregelt? Welches Team bekommt wieviel Geld? Die "Sport-Bild" hat die Prämienregelungen der 18 Bundesliga-Vereine veröffentlicht. Sehen Sie selbst, wer wann und wie abkassiert. © 
FC St. Pauli: Die Kiez-Kicker bekommen individuelle Punkt-Einsatz-Prämien. Im Schnitt sollen die Prämien bei 3.000 Euro pro Punkt liegen. © Getty
1. FC Kaiserslautern: Alle Prämien sind individuell in den Spielerverträgen geregelt. Bei Sonderprämien verhandelt der Mannschaftsrat. © Getty
1. FC Nürnberg: Die indivduellen Punkt-Prämien beim Club sollen zwischen 2.000 und 6.000 Euro liegen. Um in den Genuss einer Prämie zu kommen, muss ein Spieler aber mindestens 20 Minuten gespielt haben. © Getty
Hannover 96: Maximal 75 Prozent des Jahressalärs sind fix. Der Rest wird über eine individuelle Punkt-Einsatz-Prämie geregelt. Pro Zähler sind das zwischen 3.500 und 7.500 Euro. © Getty
SC Freiburg: Alle eingesetzten Spieler kassieren bei Punktgewinn und bei Sieg. Sonderprämien sind individuell geregelt. © Getty
1. FC Köln: Auch hier sind individuelle Prämien die Regel. Nur wer bei erfolgreichen Spielen auch eingesetzt wird, der darf auch kassieren. © Getty
Borussia Mönchengladbach: Das Gehalt ist an die Anzahl der Einsätze und die Zahl der erreichten Punkte gekoppelt. Verhältnis: Das Grundgehalt macht 60 Prozent aus, die restlichen 40 Prozent sind variabel. © Getty
1899 Hoffenheim: Für einen Sieg gibt es pro Mann etwa 3.000 Euro. Hinzu kommen individuelle Prämien. © Getty
Eintracht Frankfurt: Vom Einkommen sind nur 50 Prozent fix, der Rest setzt sich aus Prämien zusammen. Die kompletten Prämien gibt es aber nur dann, wenn die Mannschaft in der Saison 45 Punkte erreicht. © Getty
FSV Mainz 05: Die Mainzer kassieren pro Punkt zwischen 3.000 und 6.000 Euro. So kommt es, dass den Klub ein Punktgewinn in der Bundesliga 83.000 Euro kostet, da auch der Trainerstab und die Betreuer berücksichtigt werden. © Getty
VfL Wolfsburg: Beim VfL wurde die individuelle Punkt-Einsatz-Prämie eingeführt, damit die Spieler nicht 100 Prozent des Gehalts garantiert bekommen. Bis zu 9.000 Euro werden pro Punkt bezahlt. © Getty
Hamburger SV: Die Punkt-Prämien sind individuell geklärt. Angeblich sollen Top-Spieler wie Mladen Petric 11.000 Euro pro Punkt kassieren. © Getty
VfB Stuttgart: Der Klub zahlt lediglich Einsatz-Prämien. Punktprämien werden nur dann ausbezahlt, wenn die Mannschaft die Europa-League-Qualifikation erreicht. © Getty
Borussia Dortmund: Es gibt individuelle Punkt-Einsatz-Prämien beim BVB. Für den Fall der Meisterschaft hat der Mannschaftsrat eine Prämie von einer Million Euro ausbezahlt. © Getty
Bayer Leverkusen: Die Spieler haben individuelle Punkt-Prämien in ihren Verträgen. Sonder-Prämien werden erst am Saisonende verhandelt. © Getty
Werder Bremen: Die Bremer sollen an Punkt-Einsatzprämien bis zu 13.500 Euro kassieren. Wenn die Champions League erreicht wurde, gab es zuletzt noch für jeden Zähler 1.300 Euro nachträglich. © Getty
FC Schalke 04: Fast alle Spieler haben eine Meister-Klausel in ihrem Vertrag. Sollten andere Ziele erreicht werden, werden die Spieler anteilig bezahlt. © Getty
FC Bayern München: Der Mannschaftsrat der Bayern soll eine Meisterschaftsprämie verhandeln, die bis zu 250.000 Euro pro Spieler betragen kann. Auf den ersten beiden Plätzen stehend gibt es zudem 5.000 Euro pro Punkt. Darunter nichts mehr, wie Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge dem "Kicker" sagte. "Prämien werden nur dann bezahlt, wenn wir Meister oder Zweiter geworden sind". © Getty

Der deutsche Rekordmeister will in Bremen versuchen, den Rückstand von 14 Punkten zu verkürzen. Zehn Punkte bei 14:5 Toren haben die Bayern aus den letzten vier Ligaspielen geholt. Allerdings müssen die Münchener ihre magere Auswärtsbilanz verbessern. Selbst Schlusslicht Borussia Mönchengladbach hat mehr Auswärtssiege vorzuweisen als das Star-Ensemble von Trainer Louis van Gaal. “Wir müssen auswärts endlich Konstanz reinbringen“, forderte Nationalstürmer Mario Gomez. Fehlen wird erneut der verletzte Franck Ribéry.

Beim einstigen Gipfeltreffen der Liga treffen die Münchener an der Weser auf einen angeschlagenen Gegner. Mit einem Sieg hätten die Bayern erstmals in dieser Saison Platz drei erobert, doch die Bremer, einst permanenter Titelkonkurrent des Rekordmeisters, benötigen in ihrer Krise jeden Punkt. “Es ist eine gute Sache, wenn Bayern kommt. Die Erwartung an uns ist dann nicht so groß“, meinte Werder-Coach Thomas Schaaf und versprach den Fans einen großen Kampf: “Was man von uns aber erwarten kann, ist, dass wir ein echter Gegner sind.“

Bei einer Niederlage würden die Bremer (22 Punkte) immer tiefer in die Abstiegszone rutschen. Am Millerntor streiten der FC St. Pauli und der 1. FC Köln (beide 19) um wichtige Zähler im Existenzkampf. “Von einem Sechs-Punkte-Spiel will ich nichts wissen. Gegen Köln fällt noch keine Vorentscheidung“, sagte St. Paulis Coach Holger Stanislawski. Die Kölner müssen neben den verletzten Petit, Kevin Pezzoni und Sebastian Freis auch auf den gesperrten Geromel verzichten, St. Pauli tritt ohne Torjäger Marius Ebbers an.

Die sympathischsten Bundesliga-Profis

Die Kollegen haben gewählt: Das sind die sympathischsten Bundesliga-Profis. Der "Kicker" hat die Spieler befragt und seine neuen Ranglisten veröffentlicht - geordnet nach Position. Klicken Sie sich durch. © Getty
TORHÜTER: 1. Jörg Butt (FC Bayern München) 26,7% © Getty
2. Manuel Neuer (FC Schalke 04) 22,2% © Getty
3. Tim Wiese (Werder Bremen) 14,2% © Getty
4. Heinz Müller (FSV Mainz 05) 8,5% © Getty
INNENVERTEIDIGER: 1. Mats Hummels (Borussia Dortmund) 25,1% © Getty
2. Per Mertesacker (Werder Bremen) 16,8% © Getty
3. Sami Hyypiä (Bayer Leverkusen) 14,0% © Getty
4. Holger Badstuber (FC Bayern München) 10,0% © Getty
5. Daniel van Buyten (FC Bayern München) 5,4% © Getty
AUSSENBAHN DEFENSIV: 1. Philipp Lahm (FC Bayern München) 70,2% © Getty
2. Marcel Schmelzer (Borussia Dortmund) 3,3% © Getty
3. Dennis Aogo (Hamburger SV) 3,2% © Getty
4. Clemens Fritz (Werder Bremen) 2,0% © Getty
AUSSENBAHN OFFENSIV: 1. Arjen Robben (FC Bayern München) 64,9% © Getty
2. Marko Marin (Werder Bremen) 3,7% © Getty
3. Marcell Jansen (Hamburger SV) 1,9% © Getty
4. Kevin Großkreutz (Borussia Dortmund) 1,7% © Getty
MITTELFELD DEFENSIV: Bastian Schweinsteiger (FC Bayern München) 48,0% © Getty
2. Torsten Frings (Werder Bremen) 13,3% © Getty
3. Mark van Bommel  (FC Bayern München)7,5% © Getty
4. Nuri Sahin (Borussia Dortmund) 6,9% © Getty
1. Thomas Müller (FC Bayern München) 21,5% © Getty
2. Toni Kroos (Bayern München) 18,5% © Getty
3. Arjen Robben (FC Bayern München) 5,4% © Getty
4. Marko Marin (Werder Bremen) 3,3% © Getty
STÜRMER: Edin Dzeko (VfL Wolfsburg) 30,0% © Getty
2. Stefan Kießling (Bayer Leverkusen) 15,5% © Getty
3. Ivica Olic (FC Bayern München) 13,5% © Getty
4. Lucas Barrios (Borussia Dortmund) 8,9% © Getty
5. Claudio Pizarro (Werder Bremen) 7,6% © Getty
TRAINER: 1. Louis van Gaal (FC Bayern München) 31,9% © Getty
2. Felix Magath (FC Schalke 04) 23,6% © Getty
3. Jürgen Klopp (Borussia Dortmund) 9,5% © Getty
4. Thomas Tuchel (FSV Mainz 05) 9,4% © Getty

Der VfB Stuttgart (16/gegen den SC Freiburg) und Borussia Mönchengladbach (13/bei Eintracht Frankfurt) müssen dringend punkten, um den Anschluss an die rettenden Plätze herzustellen. Mit vier Zählern seit dem Rückrundenstart sind die Stuttgarter unter ihrem neuen Trainer Bruno Labbadia schon auf einem guten Weg. “Wenn man die anderen Ergebnisse sieht, waren diese vier Punkte fast schon Pflicht. Die Art und Weise dieser letzten beiden Spiele müssen wir jetzt gegen Freiburg fortsetzen“, sagte der VfB-Coach.

Die Gladbacher haben sich vor der Partie in Frankfurt noch mit Michael Fink für das defensive Mittelfeld verstärkt und können auch wieder mit dem zuletzt angeschlagenen Igor de Camargo rechnen. “Wir müssen unsere Punkte holen und gehen gut gerüstet in die Partie“, sagte Trainer Michael Frontzeck.

dpa

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