Bis 2016

Bruchhagen verlängert Vertrag

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Heribert Bruchhagen

Frankfurt/Main - Heribert Bruchhagen bleibt voraussichtlich bis 2016 Vorstands-Boss bei Eintracht Frankfurt. Der 64-Jährige lenkt seit 2003 die Geschicke des Europa-League-Starters.

Heribert Bruchhagen bleibt der starke Mann beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt: Der Aufsichtsrat wird den Vertrag des Vorstands-Bosses und erfahrenen Fußball-Funktionärs vorzeitig bis 2016 verlängern. Dies bestätigte Aufsichtsrats-Chef Wilhelm Bender im Trainingslager der Eintracht in Feldkirchen.

„Er ist ein Glücksfall für Eintracht Frankfurt. Es war unser Wunsch - und auch der von Heribert Bruchhagen - um zwei weitere Jahre zu verlängern“, sagte Bender: „Als Aktiengesellschaft können wir erst zwölf Monate bevor ein Vertrag ausläuft verlängern.“ Bruchhagen selbst, der seit 2003 die Geschicke der Hessen lenkt, wird am Mittwoch in Oberbayern erwartet.

„Wir haben uns darauf verständigt“, hatte Bruchhagen bereits in der vergangenen Woche erklärt: „Es ist aber nicht meine Aufgabe dies zu verkünden, sondern die des Aufsichtsrates.“

Der gebürtige Düsseldorfer, der sich 2006 in der ZDF-Krimiserie „Ein Fall für zwei“ mal selbst spielte, gilt bei den Eintracht-Fans als „Original“ - und in Frankfurt als absoluter Fachmann. Als Vertreter des Ligaverbandes sitzt der ehemalige Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL, 2001 bis 2003) im Vorstand des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Für seine ehrliche Art, Probleme offen anzusprechen und den Finger in die Wunde zu legen, wird der 64-Jährige in Funktionärskreisen höchst geschätzt.

Die letzte größere Krise erlebte Bruchhagen allerdings erst vor drei Jahren. Nach dem sang- und klanglosen Abstieg, ausgerechnet mit „Messias“ Christoph Daum, unterzog sich die Eintracht „starken Strukturveränderungen“, wie Bruchhagen damals sagte.

Schon vor dem neuen Trainer Armin Veh, der die „Adler“ souverän zum Aufstieg und anschließend ins internationale Geschäft führte, wurde in Bruno Hübner ein neuer Mann für die sportliche Führung verpflichtet. Bruchhagen, zuvor acht Jahre alleine für die sportlichen Belange verantwortlich, steckte den wohl deutlichen Fingerzeig des Aufsichtsrates jedoch locker weg.

„Ich habe Bruno Hübner als Manager ausgesucht, und wir haben zusammen Armin Veh ausgesucht“, sagte Bruchhagen zuletzt: „Es kommt ja kein Trainer hier her, den ich nicht will.“ Von eingebüßter Macht ist am Main auch im zehnten Bruchhagen-Jahr nichts zu spüren. Veh kenne er „schon 15 Jahre, und ich habe seine Arbeit auch immer sehr hoch geschätzt“, sagte Bruchhagen. „Wir haben das gleiche Ziel, müssen aber unterschiedliche Betrachtungsweisen an den Tag legen. Wir unterhalten uns täglich.“

sid

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