Bayern und BVB zurückhaltend

Wo bleiben die nächsten Mega-Transfers?

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Das Transfer-Hickhack um Robert Lewandowski scheint vorerst beendet zu sein.

Köln - Der spektakuläre Wechsel von Mario Götze von Borussia Dortmund zum FC Bayern steht bereits seit dem 23. April fest. Bei den beiden Top-Klubs tat sich seitdem nicht mehr viel.

Sportlich gab die Fußball-Bundesliga mit Triple-Sieger Bayern München und Champions-League-Finalist Borussia Dortmund in der vergangenen Saison in Europa den Ton an, finanziell üben sich die 18 Klubs bisher in vornehmer Zurückhaltung. Knapp 131 Millionen Euro investierten die Erstligisten bisher in Neuzugänge, das reicht im europäischen Vergleich hinter England (190 Millionen Euro), Frankreich (163) und Spanien (155) gerade einmal zu Rang vier. Doch die Ausgaben könnten bald steigen, Vizemeister Dortmund steht vor großen Investitionen.

„Konkret heißt das, dass wir rund 50 Millionen Euro investieren können“, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke der Bild. Der bisher einzige BVB-Transfer von Bremens Abwehrspieler Sokratis (9, 5) ist in der Summe allerdings schon eingerechnet. Blieben noch gut 40 Millionen Euro.

Doch bisher herrscht beim Ex-Meister Stillstand, ein Ersatz für den zum großen Rivalen Bayern München abgewanderten Nationalspieler Mario Götze ist immer noch nicht gefunden. Doch die Schwarz-Gelben planen Großes, um „den Zweikampf an der Spitze so spannend wie möglich zu gestalten“, wie Präsident Reinhard Rauball zuletzt im SID-Interview erklärte.

37 Millionen überwies der Branchenprimus aus München für Fußball-Juwel Götze nach Dortmund. Der Königstransfer des Champions-League-Siegers ist allerdings schon seit dem 23. April perfekt. Seitdem hält sich auch der Rekordmeister, der zudem Jan Kirchhoff aus Mainz verpflichtete, zurück; beide wurden am Dienstag in München offiziell präsentiert.

Bei anderen Klubs ist deutlich mehr Bewegung drin. Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen muss die Abgänge von Andre Schürrle (FC Chelsea/22) und Daniel Carvajal (Real Madrid/6, 5) kompensieren. In Heung-Min Son (Hamburger SV/10,0), Giulio Donati (Inter Mailand/3,0), Robbie Kruse (Fortuna Düsseldorf/1,5), Konstantinos Stafylidis (Saloniki/1,5), Emir Spahic (400.000) und Andres Palop (beide FC Sevilla/ablösefrei) hat der Werksklub schon einige Neuzugänge verpflichtet, doch Kapitän Simon Rolfes fordert noch mehr: „Die Qualität des Kaders muss besser werden als im letzten Jahr, um in Champions League und Bundesliga erfolgreich sein zu können. Sonst wird es schwer.“

Schwer könnte es auch für den SC Freiburg werden. Das Überraschungsteam der vergangenen Saison muss schmerzhafte Abgänge verkraften. In Cedrick Makiadi, Jan Rosenthal, Max Kruse, Daniel Caligiuri und Johannes Flum verlassen gleich fünf Leistungsträger den Europa-League-Teilnehmer. „Das wird ein großes Abenteuer für uns. Das wird spannend“, sagte Trainer Christian Streich mit Blick auf den internationalen Wettbewerb mit einer stark veränderten Mannschaft. „Wir müssen so arbeiten, dass es am Ende zu einem weiteren Jahr Bundesliga reicht. Das ist das Maß aller Dinge“, erklärte Streich.

Während Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach in ihren Planungen für die neue Saison kurz vor dem Abschluss stehen, wird es bei anderen Klubs bis zum Ende der Transferperiode am 31. August noch einiges an Bewegung geben. Zu Platz eins in der europäischen Rangliste für Transferausgaben wird es aber wohl nicht mehr reichen.

sid

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