"Gibt derzeit nichts zu sagen"

Vertragsverlängerung mit Löw? DFB kommentiert nicht

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Weltmeister-Coach Joachim Löw könnte beim DFB verlängern. Foto: Arne Dedert

Berlin - Joachim Löw könnte seinen Vertrag als Bundestrainer offenbar schon bald bis zur WM 2018 verlängern. Für Löw wäre es bereits die fünfte Vertragsverlängerung als Bundestrainer.

Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge sind die Verhandlungen zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Löws Berater Harun Arslan "sehr weit vorangeschritten".

Der DFB will sich aktuell nicht zu dem Thema äußern. "Dazu gibt es derzeit von uns nichts zu sagen", hieß es auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der aktuelle Kontrakt des Weltmeister-Trainers endet nach der Europameisterschaft 2016 in Frankreich. Diese Verlängerung hatten Löw und DFB im Oktober 2013, also neun Monate vor dem WM-Triumph in Brasilien, vereinbart. Zuletzt hatte Löw zum Jahreswechsel erklärt, dass er "im Zwei-Jahres-Zyklus" denke und sich "noch keine Gedanken" über eine Verlängerung gemacht habe.

Für Löw wäre es bereits die fünfte Vertragsverlängerung als Bundestrainer. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte auch vor der bislang letzten Unterschrift auf eine frühzeitige Einigung gedrängt. 2010 war es nach Indiskretionen zu massiven Dissonanzen zwischen Löw und Niersbachs Vorgänger Theo Zwanziger gekommen, die die Vertragsdebatte in die WM in Südafrika hineinzogen. Eine Wiederholung eines solchen Szenarios wollte Niersbach unbedingt verhindern.

Laut "Bild" könnte der neue Vertrag bereits am Rande der ersten beiden Länderspiele des Jahres am 25. März in Kaiserslautern gegen Australien und vier Tage später in der EM-Qualifikation in Georgien unterschriftsreif sein. Löw trainiert die DFB-Auswahl als Chef seit August 2006. Zuvor war er zwei Jahre Assistent von Jürgen Klinsmann.

Länger als Löw waren bislang nur die ersten drei Bundestrainer, Otto Nerz (1926-1936), Sepp Herberger (1936-1964) und Helmut Schön (1964-1978) im Amt. Sollte Löw tatsächlich bis zur WM 2018 in Russland DFB-Chefcoach bleiben, könnte er als erster seinen WM-Titel erfolgreich verteidigen. Herberger (1958) und Schön (1978) gelang dies nicht. Franz Beckenbauer hörte nach dem WM-Sieg 1990 auf.

dpa

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