Beschwingte HSV-Weihnachtsfeier nach Sieg gegen Mainz

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HSV-Innenverteidiger Cléber verdiente sich mit seiner Leistung ein Sonderlob. Foto: Malte Christians

Hamburg (dpa) - So beschwingt wie am Sonntagabend verlief eine Weihnachtsfeier beim Hamburger SV schon lange nicht mehr. Auf das 2:1 (1:0) gegen Mainz 05 zum dritten Heimsieg und Platz 13 wurde ausgiebig angestoßen.

Besonders der brasilianische Neuzugang Cléber hatte nach seinem ersten Tor allen Grund zum Feiern. Als Ersatz für den verletzten Heiko Westermann füllte er seine Rolle in der Abwehr bestens aus und mischte sich sogar in die Offensive ein.

"Er hat ein wichtiges Tor für uns gemacht, darf sich jetzt aber nicht ausruhen", sagte Kapitän Rafael van der Vaart, der mit dem Handelfmeter-Tor seinen dritten Saisontreffer beisteuerte. Trainer Josef Zinnbauer verteilte ein Sonderlob an den Mannschaftsführer und den Südamerikaner. "Er ähnelt in seinen Aktionen von der Körperlichkeit an Khalid Boulahrouz", hatte der Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer schon im Sommer geschwärmt, als er ihn für drei Millionen Euro von Corinthians verpflichtet hatte. Cléber sei ein Kämpfer, einer mit Führungsqualitäten.

"Ich hoffe, dass ich noch mehr helfen kann. Wir als Mannschaft haben Hunger und gehen gut nach vorn", sagte Cléber, der sogar während der Übungseinheiten von einem Dolmetscher begleitet wird. "Links, rechts, abseits", lautet das bisherige Vokabular - ein Spiel lesen kann er aber auch ohne Deutschkenntnisse. "Er hat das toll gemacht und schon im Training angedeutet", meinte Zinnbauer.

Der Coach war stolz auf seine Abwehr, zumal auch das Experiment mit Youngster Ronny Marcos für Matthias Ostrzolek als linker Verteidiger klappte. Und wenn der 21-Jährige mal nicht zur Stelle war, halfen die Kollegen. So kassierte der in der Vorsaison mit 75 Gegentoren schlechteste Abwehrverbund der Liga nach 14 Spieltagen erst 18 Treffer - drei weniger als Borussia Dortmund. Und das ist die Grundlage für die Konsolidierung der Norddeutschen - der Angriff mit erst neun Treffern bestimmt nicht.

Immer wieder scheiterte Artjoms Rudnevs in aussichtsreicher Position am Mainzer Schlussmann Loris Karius. Der Lette und Pierre-Michel Lasogga hatten sich im Training aufgedrängt, ihre Torjägerqualitäten aber wieder einmal unter Stress vermissen lassen. Man hätte das 3:0 oder 4:0 machen müssen, monierte Zinnbauer, der am Ende noch um die drei Punkte zittern musste.

Gut gefallen hat dem jungen Trainer, "dass sich die Mannschaft direkt in der Kabine schon auf den SC Freiburg eingeschworen hat". Im Breisgau hofft der Coach auf milde Temperaturen. Denn bei seinem ersten Schnee-Erlebnis, hatte Cléber angekündigt, wolle er sich zu Hause einschließen.

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