Bernd Schuster ist bei Besiktas der Buhmann

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Bernd Schuster ist Trainer bei Besiktas Istanbul

Istanbul - Für das 1:4-Debakel von Besiktas Istanbul gegen Dynamo Kiew in der Europa League machten Fans und Medien vor allem den deutschen Trainer Bernd Schuster verantwortlich.

Bernd Schuster bläst der Wind am Bosporus heftiger denn je ins Gesicht. Für das 1:4-Debakel von Besiktas Istanbul gegen Dynamo Kiew in der Europa League machten Fans und Medien vor allem den deutschen Trainer verantwortlich. Schon während des Spiels am Donnerstagabend im Inönü-Stadion hatten aufgebrachte Anhänger den Rücktritt Schusters gefordert.

Die meistgehassten Fußball-Teams aller Zeiten

Die britische Webseite goal.com hat die zehn meistgehassten Fußballteams aller Zeiten gekürt. Auf Platz 10: Das Real Madrid aus der Ära von Präsident Ramon Calderon (im Bild rechts mit Rafael van der Vaart und Real-Legende Alfredo di Stefano). Begründung: Der Präsident belog die Real-Mitglieder jahrelang mit leeren Verprechungen, was die Verpflichtung neuer Stars betraf. In der CL-Saison 2008/2010 tönten die Königlichen vor dem Duell gegen Liverpool, man würde die Reds abschießen. Endergebnisse der Spiele: 1:0 und 4:0 für Liverpool. © dpa
Platz 9: Arsenal London in der Zeit zwischen 1986 und 1995. Begründung: Unter Trainer George Graham spielten die Gunners den langweiligsten Fußball überhaupt. © dpa
Platz 8: Die italienische Nationalmannschaft - immer. Begründung: Italiens destruktive Spielweise, der Hang zu Schwalben im Strafraum sowie die Tatsache, dass viele italienische Fußballer einfach gut aussehen macht die "Squadra Azzurra" zu den meistgehassten Mannschaften. © dpa
Platz 7: Manchester United seit 1993. Begründung: Zum einen ist ManU der erfolgreichste Club auf der Insel, zum anderen hatten die "Red Devils" in den vergangenen Jahren viel Glück. Man denke da nur an das Champions-League-Finale 1999 gegen den FC Bayern. © Getty
Platz 6: Juventus Turin - immer. Begründung: Juve gehört zu den erfolgreichsten Vereinen Italiens und hatte es in den vergangenen Jahren dennoch nötig, Spiele manipulieren zu lassen. Das war alles andere als gut fürs Image ... © Getty
Platz 5: Griechenland bei der EM 2004. Begründung: Die Mannschaft von Otto Rehhagel ermauerte sich den EM-Titel mit unansehnlichem Defensivfußball. Vielen Fußballfans missfiel das gründlich. © dpa
Platz 4: Leeds United Ende der 60er Jahre. Begründung: Wegen seiner schmutzigen Spielweise hatte United den Spitznamen "Dirty Leeds". Der Verein war bisher weder besonders nachhaltig erfolgreich noch beliebt. © dpa
Platz 3: Estudiantes de la Plata (Argentinien) Ende der 60er Jahre. Begründung: Die Mannschaft lebte extremst von ihrer physischen Spielweise. Rote Karten waren für die Argentinier keine Seltenheit, und doch war die Mannschaft überaus erfolgreich. Das Weltpokal-Rückspiel gegen den AC Mailand im Jahr 1969 gilt als eines der brutalsten Spiele der Geschichte - wegen Estudiantes. Damals ließ der argentinische Staatspräsident die gesamte Mannschaft nach Spielende unter Arrest stellen. Zwei Spieler mussten sogar ins Gefängnis. © dpa
Platz 2: Der FC Bayern der 70er Jahre. Begründung: Der Bayern-Dusel hatte in den 70er Jahren, als die Bayern drei Mal in Folge den Europapokal der Landesmeister gewannen, seinen Ursprung. Außerdem bildeten die Bayern damals den Gegenpart zu den beliebten "Fohlen" von Borussia Mönchengladbach. Zudem sollen die Spieler gegenüber gegnerischen Fans oftmals ausfallend und aggressiv gewesen sein. © dpa
Platz 1: Argentinien bei der WM 1990. Die "Albiceleste", die damals im Finale der deutschen Nationalmannschaft mit 0:1 unterlag, sei die moderne Definition von Anti-Fußball gewesen, so goal.com. © dpa

Damit droht dem mit hohen Erwartungen in die Saison gestarteten Besiktas-Team der K.o. im europäischen Fußball. Aber auch in der Meisterschaft hat die Mannschaft mit den ehemaligen Bundesliga-Profis Fabian Ernst, Roberto Hilbert und Hugo Almeida als Tabellen-Sechster bei 15 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Trabzonspor keine Chance mehr, in den Titelkampf einzugreifen.

Noch hält die Vereinsführung zu Schuster. “Wir haben ein wichtiges Spiel gegen Fenerbahce vor uns“, richtete Besiktas-Präsident Yildirim Demirören nach der Niederlage den Blick bereits auf das nächste Punktspiel. Doch die kochende Volksseele ließ sich kaum beruhigen. Medienberichten zufolge musste Demirören wütende Fans davon abhalten, auf Schuster loszugehen.

Die Partie gegen Kiew war schon nach einer Stunde entschieden. Ognjen Vukojevic (27.), Alt-Star Andrej Schewtschenko (50.), Atanda Yussuf (56.) und Oleg Gussew (90.) per Elfmeter trafen für den ukrainischen Rekordmeister. Für Besiktas war Ricardo Quaresma (37.) zum zwischenzeitlichen 1:1 erfolgreich. Zu allem Überfluss sah der Portugiese in der Nachspielzeit wegen einer Tätlichkeit Rot.

Schuster habe die Anhänger des Vereins nach dem Spiel noch wütender gemacht, weil er zwar die Verantwortung für die Niederlage auf sich genommen, aber die Proteste der Fans abgetan habe. “Es kümmert mich nicht, was da gerufen wird“, zitierten türkische Medien ihn. Unzufriedene sollten zu Hause bleiben. “Wer es so nicht will, soll nicht ins Inönü-Stadium kommen“, machte die Sportzeitung “Fanatik“ am Freitag eine Aussage des Deutschen zur Schlagzeile ihres Spielberichts.

Für den türkischen Fußball-Kommentator Ahmet Cakar ist Schuster der Verantwortliche für die Niederlage gegen Kiew, weil er zu viele Fehler gemacht habe. “Schuster sabotiert Besiktas“, klagte Cakar.

dpa

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