Millionen aus Fernost

Berlusconi: 400 Millionen für den AC Mailand aus China

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Hat Grund zum Feiern: Silvio Berlusconi.

Mailand - Geldregen für den AC Mailand: Nach Angaben Silvio Berlusconi will ein chinesischen Konsortium in den nächsten zwei Jahren 400 Millionen Euro in den italienischen Renommierklub investieren.

Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi will den Fußballklub AC Mailand an einen chinesischen Investor verkaufen. Den Namen des Investors wollte Berlusconi am Dienstag nicht nennen. Es handele sich um ein "chinesisches Unternehmen mit staatlichem Kapital", sagte der 79-Jährige, als er nach einer Herz-Operation das Krankenhaus verließ. Er habe von den neuen Klubbesitzern verlangt, in den kommenden zwei Jahren mindestens 400 Millionen Euro in den Verein zu investieren.

Der AC Mailand wird seit 30 Jahren von Berlusconi kontrolliert. Der Ex-Regierungschef hatte eigentlich gehofft, dass der Verein "in italienischen Händen" bleiben kann. Im Mai war aber bekannt geworden, dass seine Unternehmensgruppe Fininvest mit einem chinesischen Konsortium verhandelt. Im vergangenen Jahr war eine Übernahme des AC Mailand durch den thailändischen Geschäftsmann Bee Taechaubol gescheitert.

Zuletzt hatten sich diverse chinesische Unternehmen für teils riesige Summen bei europäischen Fußballklubs eingekauft - ermutigt durch Staatspräsident Xi Jinping. Xi ist großer Fußballfan und und träumt davon, dass sein Land einmal eine Fußball-Weltmeisterschaft ausrichtet und eines Tages auch den WM-Titel holt.

Im Juni hatte der chinesische Handels- und Elektronikriese Suning bereits die Mehrheit an dem anderen großen Mailänder Fußballverein Inter Mailand übernommen. Schon seit dem vergangenen Jahr besitzt die chinesische Wanda-Gruppe einen 20-Prozent-Anteil an Atlético Madrid, die Unternehmensgruppe CEFC China Energy übernahm einen 60-Prozent-Anteil an Slavia Prag, die chinesische Rastar-Gruppe ist Mehrheitsaktionär beim spanischen Klub Espanyol Barcelona. Der englische Klub Aston Villa gehört dem chinesischen Konzern Recon.

afp

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