Weniger Anhänger als erwartet

Berliner Fan-Meile als Flop

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Dieses kuriose Foto entstand in Berlin: Fans singen gegeneinander an, eine junge Dame will einfach nur passieren

Berlin - Dauerregen und kühle Temperaturen haben am Samstag die Massen von der Berliner Fanmeile ferngehalten. Nur wenige tausend Fußballanhänger verfolgten das Champions-League-Finale per Videoleinwand. Am Ende jubelten die Bayern-Fans.

Nach dem Sieg des FC Bayern über Borussia Dortmund im Londoner Champions-League-Finale haben die Bayern-Anhänger auch auf der Berliner Fanmeile gejubelt. Mit dem Schlusspfiff rissen sie die Arme in die Höhe, tanzten, sangen und schwenkten ihre Fahnen - wie schon wenige Minuten zuvor beim Entscheidungstreffer zum 2:1 von Arjen Robben in der 89. Spielminute. Die Fans der Dortmunder verließen dagegen zügig die Meile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule. Mit Spannung hatten mehrere tausend Fans das Spiel trotz Regens verfolgt - allerdings weit weniger als die erwarteten mehr als 30 000 Fußballanhänger. Dauerregen und kühle Temperaturen schreckten die Massen ab. „Touristen und Familien sind ganz weggeblieben“, teilten die Veranstalter am Abend mit, machten aber zunächst keine Angaben zu Teilnehmerzahlen. Auch das Bühnenprogramm wurde teilweise abgesagt.

Vor dem Finale hatte zudem das Bundeskriminalamt nach Berichten mehrerer Medien vor einem möglichen Terror-Anschlag in Deutschland gewarnt. Nach Aussage von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) gab es aber keine konkreten Erkenntnisse über Anschlagspläne von Islamisten auf Fußball-Fanmeilen.

Zünftig in Lederhose war etwa Uwe Felps (26) aus Ingolstadt vor das Brandenburger Tor gekommen - und feierte am Ende ausgelassen den Sieg seiner Bayern: „Es ist einfach ein Traum. Das dritte Mal muss es klappen“, sagte er mit Blick auf die vergangenen Jahre, als die Bayern zwei Endspiele verloren hatten. „Wir haben die Chancen nicht genutzt - aber so ist Sport“, sagte dagegen BVB-Fan Frank Leygraf (41) aus Xanten, der seinen Urlaub extra wegen der Fanmeile in der Hauptstadt um einen Tag verlängert hatte.

Die Polizei meldete bis zum späten Abend keine nennenswerten Vorfälle. Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) hatte zuvor betont, die Sicherheitsmaßnahmen der Polizei in der Hauptstadt lägen auf einem hohen Niveau. Es gebe bei der Polizei in der Hauptstadt nicht zuletzt dank der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland viel Erfahrung mit Großeinsätzen dieser Art.

dpa

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