Nach aufsehenerregender Studie

Beckenbauer: Haben bei WM 1966 nicht gedopt

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Franz Beckenbauer steht am Dienstag zu Beginn einer Bundesliga-Feier in Berlin vor einer Unterschriftenwand.

Berlin - Das deutsche Idol Franz Beckenbauer hat die in der zu Wochenbeginn veröffentlichten Doping-Studie erhobenen Vorwürfe gegen Spieler der deutschen WM-Mannschaft von 1966 zurückgewiesen.

„Nein, ich war ja dabei“, antwortete der damalige WM-Debütant am Dienstag bei der Geburtstags-Gala der Deutschen Fußball Liga (DFL) auf die Frage nach Ephedrin-Verteilung an die deutschen Spieler zur Leistungssteigerung.

Im Abschlussbericht der Studie „Doping in Deutschland von 1950 bis heute“ erwähnen die Autoren den Brief eines früheren Funktionärs des Weltverbandes FIFA mit Hinweisen auf „feine Spuren“ des verbotenen Ephedrins in Dopingkontrollen von drei deutschen Spielern. Sperren hatte die FIFA beim WM-Turnier vor 47 Jahren allerdings keine ausgesprochen.

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Beckenbauer schloss in Berlin auch generell Doping-Absichten in der Teamleitung oder bei Mannschafts-Ärzten während der WM-Endrunde in England aus. „Man wusste damals gar nicht, was Doping überhaupt ist. Man kannte das Wort auch gar nicht. Ich wüsste auch nicht, wer uns da was hätte geben sollen. Man wusste einfach nichts, denn ich hätte da schon was mitbekommen. Auch wenn ich der Jüngste war - aber so ganz ahnungslos war ich doch nicht.“

Die in der Studie erneut aufgekommenen Anschuldigungen hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) schon 2011 nach der Enthüllung der bis dahin unbekannten Fakten überprüft. „Der renommierte Jura-Professor Martin Nolte von der Sporthochschule Köln hat sich in einer Studie intensiv mit dem Thema befasst und kommt zu dem klaren Ergebnis, dass bei der WM 1966 kein Dopingvergehen vorlag“, teilte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker am Dienstag auf SID-Nachfrage mit.

sid

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