70 Millionen Euro investiert

Bayern-Dominanz dank stolzem Bank-Kapital

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Der Präsident des FC Bayern, Uli Hoeneß, vor dem Logo des Vereins.

München - Dominanz dank des großen Bank-Kapitals: Fast 70 Millionen Euro hat der FC Bayern in dieser Saison in neues Personal investiert. Dante, Martínez, Mandzukic - das viele Geld ist gut angelegt worden.

Franck Ribéry und Holger Badstuber verletzt, Bastian Schweinsteiger und Jérome Boateng gesperrt - na und? Trotz der hochkarätigen Ausfallliste stimmte beim FC Bayern vor der Champions-League-Partie gegen den FC Arsenal absolut niemand ein Klagelied an. Das lag natürlich auch am 3:1-Hinspielsieg in London, aber wohl auch an jenen fast 70 Millionen Euro, mit denen der Dominator der Fußball-Bundesliga seinen Luxuskader im letzten Sommer nach der zweiten titellosen Saison in Serie aufmotzte.

„Wir haben sehr gute Einkäufe getätigt“, erklärte Trainer Jupp Heynckes stolz vor dem Achtelfinal-Rückspiel gegen die „Gunners“ am Mittwochabend. Auch Nationalspieler Thomas Müller sieht in der qualitativen Breite des Kaders einen Schlüssel für das programmierte Ende der trophäenlosen Jahre: „Vor der Saison kannst du immer groß plappern bezüglich großer Kader und jeder Spieler wird gebraucht. Da kann man meinen, das sind bloß Floskeln. Aber bei uns ist es wirklich so, dass Spiele auch von der Bank entschieden werden.“

Das sind die größten Talente des deutschen Fußballs

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Leon Goretzka, 06.02.1995, zentrales Mittelfeld, erhielt 2012 die Fritz-Walter-Goldmedaille der U17 © Getty
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Sonny Kittel, 06.01.1993, offensives Mittelfeld © Getty
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Leonardo Bittencourt, 19.12.1993, offensives Mittelfeld © Getty
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Samed Yesil, 25.05.1994, Stürmer © Getty
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Emre Can, 12.01.1994, defensives Mittelfeld: Er spielt in der zweiten Mannschaft des FC Bayern und durfte mit den Profis ins Wintertrainingslager nach Katar © Getty
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Sebastian Rode, 11.10.1990, Mittelfeld © Getty
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Alexander Merkel, geboren am 22. 2. 1992, zentrales Mittelfeld. Der Deutsch-Kasache spielte in Italien bereits für den AC Mailand, den FC Genua und Udinese Calcio © Getty
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Tom Trybull, 09.03.1993, defensives Mittelfeld © nordphoto
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Max Meyer, 18.09.1995, offensives Mittelfeld, erhielt 2012 die Fritz-Walter-Silbermedaille der U17 © Getty
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Andre Hoffmann, 28.02.1993, defensives Mittelfeld, erhielt 2012 die Fritz-Walter-Silbermedaille der U19 © Getty
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Shawn Parker, 07.03.1993, Stürmer © Getty
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Patrick Rakovsky, 02.06.1993, Torwart, erhielt 2012 die Fritz-Walter-Bronzemedaille der U19 © Getty
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Danny da Costa, 13.07.1993, Abwehrspieler © Getty
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Mitchell Weiser, 21.04.1994, Mittelfeld- und Flügelspieler: Er ist der Sohn des Ex-Profis Patrick Weiser und vom FC Bayern bis Sommer 2013 an den 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen © Getty
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Niclas Füllkrug, 09.02.1993, Stürmer © Getty
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Dominik Kohr, 31.01.1994, Mittelfeld, erhielt 2012 die Fritz-Walter-Bronzemedaille der U18 © Getty
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Matthias Ginter, 19.01.1994, Abwehr, erhielt 2012 die Fritz-Walter-Goldmedaille der U18 © Getty
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Bernd Leno, 04.03.1992, Torwart © Getty
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Antonio Rüdiger, 03.03.1993, Abwehr, erhielt 2012 die Fritz-Walter-Goldmedaille der U19 © Getty
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Rani Khedira, 27.01.1994, Mittelfeld: Er ist der jüngere Bruder von Sami Khedira © Getty
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Thomas Pledl, 23.05.1994, zentrales Mittelfeld, erhielt 2012 die Fritz-Walter-Silbermedaille der U18 © Getty
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Patrick Weihrauch, 03.03.1994, Stürmer: Er spielt in der zweiten Mannschaft des FC Bayern und durfte mit den Profis ins Wintertrainingslager nach Katar © Getty
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Pascal Itter, 03.04.1995, Mittelfeld, erhielt 2012 die Fritz-Walter-Bronzemedaille der U17 © Getty
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Timo Horn, 12.05.1993, Torwart © Getty
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Kevin Volland, 30.07.1992, Stürmer: © Getty
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Moritz Leitner, 08.12.1992, Mittelfeld © Getty
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Daniel Wein, 05.02.1994, Innenverteidiger: Er spielt in der zweiten Mannschaft des FC Bayern und durfte mit den Profis ins Wintertrainingslager nach Katar © Getty
Levin Öztunali, 15.03.1996, Mittelfeld: Der Enkel von Uwe Seeler hat sich entschieden, den HSV zu verlassen und seine Karriere bei Bayer Leverkusen fortzusetzen. Auch der FC Bayern buhlte um ihn © Getty
Max Meyer, 18.09.1995, Mittelfeld: Er debütierte für Schalke mit 17 in der Bundesliga © Getty

Der Bundesliga-Krösus hat nach den bitteren zweiten Plätzen der Vorsaison offensichtlich an den „richtigen Stellschrauben“ gedreht, wie Heynckes bemerkte. Insbesondere mit Rekordtransfer Javi Martínez (40 Millionen Euro) von Athletic Bilbao, dem aus Wolfsburg gekommenen Angreifer Mario Mandzukic (12 Mio) und dem Gladbacher Schnäppchen Dante (4,7 Mio) gelangen drei absolute Volltreffer.

Als wertvolle Ergänzungen haben sich zudem der junge Schweizer Xherdan Shaqiri vom FC Basel (10 Mio) und der von Werder Bremen ablösefrei zurückgekehrte Routinier Claudio Pizarro erwiesen. Dazu schätzt Heynckes den aus Hoffenheim gekommenen Tom Starke als „überragenden zweiten Torwart hinter Manuel Neuer“. Und das an Kaiserslautern ausgeliehene Talent Mitchell Weiser (18), das für 800 000 Euro vom 1. FC Köln kam, sammelt aktuell in der 2. Liga Spielpraxis und Profi-Erfahrung.

„Letzte Saison haben wir uns nach so einer exzellent besetzten Bank gesehnt, jetzt haben wir sie“, stellte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge unlängst fest. Die Shopping-Tour 2012 war auch eine Erkenntnis aus der besonders bitteren Niederlage im Heimfinale der Champions League gegen den FC Chelsea, als Badstuber, David Alaba und Luiz Gustavo gesperrt waren und Trainer Heynckes im wichtigsten Spiel des Jahres die personellen Alternativen gefehlt hatten.

"Grätsche ich meine Frau um?" Die Sprüche der Bundesliga-Hinrunde

"Grätsche ich meine Frau um?" Die Sprüche der Bundesliga-Hinrunde

„Wohin dann mit den Aggressionen? Grätsche ich dann meine Frau von hinten um, ramme ich sie über den Herd? Ist erfreulicherweise nicht der Fall.“ (Dortmunds Trainer Jürgen Klopp über die Zeit nach dem Ende seiner aktiven Karriere) © dapd
„Vielleicht sollte ich mich mal so wegschütten wie der Butler.“ (Fürths Trainer Mike Büskens auf die Frage, ob er sich angesichts einer Pleitenserie so fühle wie bei „Dinner for one“) © Getty
„Abhacken müssen die Jungs die Dinger noch nicht, um kein Handspiel zu begehen.“ (Klopp bei Sky über Marcel Schmelzers Verhalten bei einer Rettungsaktion auf der Torlinie) © Getty
„Meine Jungs sind Mentalitäts-Monster!“ (Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nach dem 2:1 in Mainz) © Getty
„Dass Theo Zwanziger kein guter Präsident war, wusste ich schon lange. Dieses Buch wird ihn nach seinem mehr als peinlichen Rücktritt in die Isolation treiben.“ (Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß über das Buch des früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger) © Getty
„Das Dumme an Prognosen ist immer, dass sie sich auf die Zukunft beziehen.“ (Werder Bremens Manager Klaus Allofs zu den Gerüchten über einen möglichen Wechsel zum VfL Wolfsburg) © Getty
„Wir haben lange nicht verloren - zwei Spiele.“ (Hoffenheims Torwart Tim Wiese nach dem 1:1 bei Fortuna Düsseldorf) © Getty
„Metzelder? Ist wo Spieler? Auf Schalke? Mich wundert, dass er da Zeit hat, sich darüber Gedanken zu machen. Er soll seinen Job als Spieler machen - und fertig!“ (Trainer Bruno Labbadia vom VfB Stuttgart über TV-Kritiker Christoph Metzelder) © Getty
„Wir kommen auch nicht aus der Baumschule. Ein bisschen Fußball spielen können wir auch.“ (Fürths Trainer Mike Büskens nach dem 1:1 in Wolfsburg) © dpa
„Was der Reif sagt, geht mir völlig am Arsch vorbei! Dieser Klugscheißer.“ (Sportdirektor Rudi Völler von Bayer Leverkusen über die kritischen Worte des Sky-Kommentators Marcel Reif) © dpa
„Eine Garantie kriegen Sie, wenn Sie eine Waschmaschine kaufen.“ (Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf auf die Frage, ob sein Kapitän Clemens Fritz mit einer Stammplatzgarantie rechnen kann) © dpa
„Das ist jetzt ein fester Termin für mich: Dienstag, ab 2.05 Uhr, Afterwork-Party bei Rudas. Da komme ich wenigstens mal von zu Hause raus.“ (Norbert Meier, Trainer von Fortuna Düsseldorf, nach dem nächtlichen Ausflug seines Offensivspielers Andrej Woronin) © dpa
„Ich habe die Schnauze voll. Irgendwann kommen diese Leute noch zu mir nach Hause, durchsuchen meine Mülltonne und schauen nach, was ich gegessen habe.“ (Andrej Woronin von Fortuna Düsseldorf findet Journalisten zu neugierig) © AP
„Wenn einer einen Scheißdreck spielt, muss man ihm das sagen.“ (Präsident Uli Hoeneß von Bayern München zum Umgamg mit Kritik beim Bundesliga-Spitzenreiter) © dpa
„In der zweiten Halbzeit haben alle versagt, alle. Von denen, die auf dem Platz standen, bis hin zum Busfahrer.“ (Sportdirektor Horst Heldt von Schalke 04 nach dem 2:2 bei Fortuna Düsseldorf) © dpa
„Ich habe mit Freunden in der Oberliga trainiert. Sie haben mir auch einen Vertrag angeboten - aber eine Kiste Bier war mir dann doch zu wenig.“ (Ivan Klasnic von Mainz 05 über seine Zeit vor dem Transfer an den Rhein) © dapd
„Ich wollte eigentlich Eto'o, aber der Präsident hat wohl Edu verstanden.„ (Fürths Trainer Mike Büskens über die Ausleihe des brasilianischen Stürmers Edu von Schalke 04) © dpa
„Wenn ich genug Zeit hätte, würde ich eine Zeichnung machen und alles neu einteilen.“ (Jens Langeneke, Abwehrchef von Fortuna Düsseldorf, auf die Frage, ob die Zuordnung bei einem Gegentreffer nicht gestimmt habe) © dpa
„Freu Dich DFB!“ (Plakat im Düsseldorfer Block beim Spiel gegen den SC Freiburg. Der Verein hatte die Fans aufgerufen, ihre Kritik am Deutschen Fußball-Bund nicht mehr so unflätig zu äußern - wohl wie etwa auf dem hier gezeigten Plakat) © dapd

Die jetzt top bestückte Ersatzbank sei „definitiv kein Malus, sondern ein Riesenbonus für uns“, hob Rummenigge hervor. Und mit neuen Stars wie dem heiß gehandelten Dortmunder Stürmerstar Robert Lewandowski soll diese Linie auch unter dem künftigen Trainer Pep Guardiola konsequent fortgeführt und noch forciert werden.

Beispielhaft war der Rekordtransfer von Martínez. Der Spanier ist mit seiner Mannschaftsdienlichkeit, Kopfballstärke, Zweikampfhärte und Willenskraft vielleicht der Mosaikstein, der noch gefehlt hatte. „Es war schon ein recht stolzer Betrag“, sagte Rummenigge zu den 40 Millionen. „Aber wir waren überzeugt, dass das Geld gut angelegt ist, wenn Javi fit ist. Das ist er jetzt.“

Als der spanische Welt- und Europameister aus Bilbao kam, sei er „nicht in guter Form, nicht in guter Verfassung“ gewesen, bemerkte Heynckes. Aber nach einer intensiven Wintervorbereitung kommen die Stärken des 24-Jährigen in der Rückrunde zur Geltung. „Javi ist für uns ein wahnsinnig wichtiger Spieler. Ich denke, dass er das in den letzten Wochen auch gezeigt hat“, schwärmte Heynckes.

Der Brasilianer Dante hat sich mit seiner Abgeklärtheit zum Abwehrchef aufgeschwungen, der Kroate Mandzukic verdrängte mit 15 Bundesligatoren und seiner mannschaftsdienlichen Art sogar Mario Gomez auf die Ersatzbank. Heynckes sieht in dem Trio einen Schlüssel für die bemerkenswerte Abwehrstärke: „Unser Defensiverhalten ist mit Martínez, Dante und Mandzukic sehr gut geworden.“ Hinzu kommt für den Trainer-Senior ein weiterer Erfolgsaspekt: „Die Neuzugänge passen nicht nur sportlich, sondern auch charakterlich und vom Ehrgeiz, etwas gewinnen zu wollen. Das alles ergibt eine positive Situation.“

Von Klaus Bergmann und Christian Kunz

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