Seifert glaubt nicht an Geld-Umverteilung

"Bayern oder BVB hätten kein großes Problem damit"

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Christian Seifert

Frankfurt/Main - Die Spitze der Deutschen Fußball Liga glaubt derzeit nicht an die von vielen Seiten geforderte Umverteilung der Gelder im europäischen Fußball von den reichen zu den ärmeren Vereinen.

„Ich glaube, Klubs wie Bayern oder Dortmund hätten gar nicht so ein großes Problem damit, wenn die UEFA 10 oder 15 Millionen Euro weniger an die Champions-League-Klubs ausschüttet. Sie würden weniger Gewinn machen, aber der AC Mailand und andere würden mehr Verlust machen. Deshalb wird eine Umverteilung kurzfristig und europaweit schwierig durchzusetzen sein“, sagte DFL-Chef Christian Seifert der Sport Bild.

Zuletzt hatte vor allem Vorstandsboss Heribert Bruchhagen vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt immer wieder für eine Umverteilung plädiert. Frankfurts Manager Bruno Hübner fordert nun eine Reform der Champions League, damit es in der Liga nicht dauerhaft zur Vorherrschaft der Topteams von Bayern München und Borussia Dortmund kommt. „Eine Idee könnte sein, dass die Pokalsieger aus allen europäischen Ligen in der Champions League spielen und nicht in der Europa League. Dadurch hätten auch andere Vereine mal die Chance auf die großen Einnahmen“, äußerte Hübner.

Vor wenigen Wochen hatte sich bereits Hübners Kollege vom Lokalrivalen FSV Mainz 05 für eine Reform der Königsklasse ausgesprochen. Laut Christian Heidel sollte in der Champions League „maximal der Zweite eines Landes“ mitspielen: „Die UEFA vergisst die Europa League. Ich würde viel mehr Geld investieren, damit die Europa League interessanter wird.“

Der ehemalige Meister-Trainer Felix Magath hatte angesichts der Dominanz von Bayern und Dortmund vor wenigen Tagen sogar eine separate europäische Liga ins Gespräch gebracht. „Eigentlich müsste man sie aus dem nationalen Wettbewerb ausschließen - eine Europa-Liga wäre ehrlicher. Ich sehe die Bundesliga als einen Wettbewerb, bei dem der erste Platz fest an Bayern München vergeben ist“, sagte der 60-Jährige: „Die Klubs, die ständig in der Champions League spielen, haben riesige Vorteile.“

sid

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