Tragische Figur beim Saisonauftakt

"Dominguez reicht Pep die Hand"

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Alvaro Dominguez (v., hier im Duell mit Robben) unterlief zwei Mal binnen einer Minute ein Handspiel im eigenen Strafraum.

München - Alvaro Dominguez war mit seinen beiden Handspielen binnen einer Minute, die zu zwei Elfmetern führten, die tragische Figur beim Bundesliga-Auftakt zwischen Bayern und Gladbach. Der Spieler ist sauer.

Die Winzigkeit von eineinhalb Minuten kann im Fußball alles verändern. Manchester United benötigte einst 91 Sekunden, um ein verloren geglaubtes Champions-League-Finale noch zu gewinnen. Der Schwede Magnus Arvidsson erzielte 1995 binnen 89 Sekunden den schnellsten Hattrick der Fußball-Geschichte. Alvaro Dominguez reichten jetzt sogar 83 Sekunden, um ein Kunststück zu vollbringen, das in 50 Jahren Bundesliga einmalig ist.

Beim 1:3 (1:2) von Borussia Mönchengladbach bei Bayern München verursachte der Spanier in nicht einmal eineinhalb Minuten gleich zwei Handelfmeter. „Lächerlich“ fand „Handballer“ Dominguez die Entscheidungen von Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden). Doch der Argumentation des 24-Jährigen wollten bei genauerer Betrachtung der Fernsehbilder nicht einmal dessen Mannschaftskollegen folgen.

Bilder und Noten der Bayern-Stars

Vor dem ersten Pfiff sei ihm der Ball von Thomas Müllers Fuß auf den Oberschenkel und dann an die rechte Hand gesprungen - ganz klar kein Elfmeter, behauptete Dominguez. Müller scheiterte an Torhüter Marc-Andre ter Stegen, doch nur fünf Sekunden nach der Freigabe des Balles für den Strafstoß stoppte Dominguez Bayern-Profi Arjen Robben regelwidrig. Oder, wie Sünder Dominguez via Twitter betonte: Mit der linken Schulter, nicht mit dem Arm. Nun ja. David Alaba entschied das Spiel per Elfer zum 3:1 (69.).

„Die beiden Szenen waren sehr ungewöhnlich. Das Reglement ist in diesen Fällen nicht ganz klar“, sagte Gladbachs Coach Lucien Favre. In beiden Fällen war jedoch eine Bewegung der Hand/des Oberarms zum Ball klar zu erkennen - Welz musste gemäß der Regel 12 („Verbotenes Spiel und unsportliches Betragen“) pfeifen.

Für die mutigen Gladbach war zumindest der zweite Pfiff dennoch bitter, hatten sie zuvor doch eine gute Phase gehabt. Letztlich stand aber der verdiente Sieg der Bayern mit dem neuen Trainer Pep Guardiola. „Dominguez reicht Pep die Hand“, kommentierte El Mundo Deportivo aus Spanien. Es war ein Händedruck, der 83 Sekunden dauerte.

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