Bayern-Stars voller Respekt

Gladbach - "das schwerste Auswärtsspiel der Saison"

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Bayern-Trainer Pep Guardiola.

München - Mit einem Sieg bei Borussia Mönchengladbach kann Bayern München zum 21. Mal Herbstmeister werden. Doch die Gladbacher wollen ihre bemerkenswerte Erfolgsserie auch gegen den Rekordmeister fortsetzen.

Die Personalsituation ist extrem angespannt, der Gegner strotzt vor Selbstvertrauen, doch auf dem Weg zur 21. Herbstmeisterschaft will sich Spitzenreiter Bayern München durch nichts und niemanden aufhalten lassen. „Die Herbstmeisterschaft wäre ein schöner Nebeneffekt“, sagte Nationalspieler Thomas Müller vor dem schweren Gastspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Borussia Mönchengladbach. Gelingt ein Sieg beim großen Rivalen der 70er-Jahre würden die Bayern als Tabellenführer der Fußball-Bundesliga überwintern.

Die Bedeutung dieses inoffiziellen Titels wird beim deutschen Rekordmeister allerdings heruntergespielt, auch wenn in 35 von 52 Fällen der Herbstmeister am Saisonende auch die Meisterschale in Händen hielt. „Das ist ja eigentlich kein Titel, sondern nur der Status Quo zur Weihnachtszeit“, sagte Weltmeister Müller: „Wichtig ist, dass wir im Mai oben stehen.“

Die Pressekonferenz mit Pep Guardiola zum Nachlesen

Dafür muss sich aber die personelle Lage wieder entspannen. Für David Alaba (Kapselverletzung im linken Sprunggelenk) ist die Hinrunde beendet. Zudem muss Trainer Pep Guardiola bei den seit elf Pflichtspielen ungeschlagenen Gladbachern auf Arjen Robben, Douglas Costa, Thiago, Mario Götze, Franck Ribery und Juan Bernat verzichten. Der spanische Coach trägt es mit Fassung - zumindest äußerlich. „Wichtig ist, dass alle nach der Winterpause fit sind“, sagte Guardiola, der immerhin wieder mit Joshua Kimmich planen kann.

Der Respekt vor dem Gegner, gegen den die Bayern in der vergangenen Saison kein Tor erzielten (0:0 und 0:2), wäre aber auch ohne Verletzungssorgen groß. „Es wird das schwerste Auswärtsspiel in dieser Saison“, sagte Torjäger Robert Lewandowski. Guardiola ist vom offensiven Spielstil der Borussia ebenfalls angetan: „Die Bilanz zeigt, wie gut sie sind. Ich mag die Mannschaft und ihre Spielweise“, sagte der Münchner Trainer.

Respekt, aber keine Angst zeigen die Gladbacher vor dem Branchenprimus von der Isar. „Sie haben den besten Torwart der Welt, den besten Innenverteidiger der Welt und die besten Außenverteidiger der Welt. Und sie haben einen der drei besten Stürmer der Welt“, sagte Trainer Andre Schubert: „Aber wir werden uns nicht nur hinten einigeln und versuchen, ein Ergebnis zu verteidigen, sondern auch einen Plan entwickeln, wie wir selbst torgefährlich werden können“.

Das hat unter Schuberts Regie zuletzt hervorragend funktioniert. Die Gladbacher liegen zwar bereits 17 Punkte hinter den Münchnern zurück, doch nimmt man die persönliche Schubert-Tabelle sind sie an den Über-Bayern ganz dicht dran. Seit Schubert die Nachfolge des zurückgetretenen Lucien Favre antrat, holte der fünfmalige deutsche Meister in neun Spielen 23 Punkte. Das Guardiola-Team sammelte im selben Zeitraum zwei Zähler mehr.

Das Selbstvertrauen bei der Elf vom Niederrhein ist entsprechend groß. „Jede Mannschaft ist schlagbar, man muss nur gute Lösungen finden. Wir wollen mitspielen, Chancen herausarbeiten und bestenfalls die eine oder andere nutzen“, sagte Granit Xhaka.

sid

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