Barça blamiert Kroos & Co. im 231. Clásico mit 4:0

Der FC Barcelona gewannden Clásico gegen Real Madrid deutlich mit 4:0. Foto: Juanjo Martin
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Der FC Barcelona gewannden Clásico gegen Real Madrid deutlich mit 4:0. Foto: Juanjo Martin
Weltfußballer Cristiano Ronaldo (r) konnte die Niederlage von Real nicht verhindern. Foto: Javier Lizon
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Weltfußballer Cristiano Ronaldo (r) konnte die Niederlage von Real nicht verhindern. Foto: Javier Lizon
Andres Iniesta (r) feiert sein Tor zuum 0:3. Foto: Juanjo Martin
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Andres Iniesta (r) feiert sein Tor zuum 0:3. Foto: Juanjo Martin
Barcelonas Lionel Messi wurde erst in der zweiten Hälfte eingewechselt. Foto: Juanjo Martin
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Barcelonas Lionel Messi wurde erst in der zweiten Hälfte eingewechselt. Foto: Juanjo Martin
Reals Cristiano Ronaldo (r) und Karim Benzema stehen enttäuscht am Anstoßpunkt. Foto: Juanjo Martin
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Reals Cristiano Ronaldo (r) und Karim Benzema stehen enttäuscht am Anstoßpunkt. Foto: Juanjo Martin
Reals Trainer Rafael Benitez hat schwierige Zeiten vor sich. Foto: Chema Moya
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Reals Trainer Rafael Benitez hat schwierige Zeiten vor sich. Foto: Chema Moya
Acuh vor dem Clásico wurde an die Opfer der Terroranschläge von Paris gedacht. Foto: Chema Moya
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Acuh vor dem Clásico wurde an die Opfer der Terroranschläge von Paris gedacht. Foto: Chema Moya

Das hatte sich Toni Kroos ganz anders vorgestellt. Mit Real Madrid verpasste der deutsche Weltmeister gegen Barcelona in Spanien nicht nur den Sprung an die Tabellenspitze. Die peinliche 0:4-Pleite daheim und die lauten Fan-Pfiffe taten weh.

Update vom 1. April 2016: So sehen Sie den Clasico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid live im TV und im Stream.

Madrid (dpa) - Gala-Vorstellung von Barça, Blamage und laute Pfiffe für Real Madrid und Weltmeister Toni Kroos: Im 231. Clásico feierte Tabellenführer FC Barcelona am Samstag im Topspiel der spanischen Fußball-Liga einen 4:0 (2:0)-Kantersieg bei den Königlichen.

Der Vorsprung auf den Erzrivalen wuchs damit auf sechs Punkte. "Wir haben toll gespielt und sind superglücklich, aber das Titelrennen ist noch lange nicht gelaufen", warnte Barça-Spielmacher Andrés Iniesta nach dem Abpfiff. Vor ein Mikrofon wollte kein Real-Profi. 

Vor rund 81 000 Zuschauern im ausverkauften Bernabéu-Stadion erzielten Luis Suárez (11./74.), Neymar (39.) und Iniesta (53.) die Treffer des amtierenden Meisters und Champions-League-Siegers. Für die in Bestbesetzung und erstmals nach Anfang Oktober wieder mit Stürmer Karim Benzema angetretenen Hausherren gab es nach dem Abpfiff ein langes Pfeifkonzert vom eigenen Publikum. Die Fans forderten nach der zweiten Liga-Pleite in Serie den Rücktritt von Trainer Rafael Benítez und auch von Präsident Florentino Pérez: "Florentino und Rafa, raus, raus, raus!"

"Madrid brennt im Scheiterhaufen", befand die Sportzeitung "AS". Barcelona hatte unterdessen doppelten Grund zur Freude. Genau acht Wochen nach seinem Innenbandriss im linken Knie beim 2:1-Sieg gegen UD Las Palmas feierte Superstar Lionel Messi ein gutes Comeback. Der Argentinier wurde in der 56. Minute für den Ex-Schalker Ivan Rakitic eingewechselt und präsentierte sich topfit. Er gewann sogar ein Laufduell gegen den schnellen Franzosen Raphael Varane.

Der Sieg der mit dem traditionellen Tiki-Taka-Pass-Spiel und schnellen Kombinationen vor dem Tor glänzenden Gäste war auch in der Höhe völlig verdient. In einer unterhaltsamen Partie ließen die Katalanen viele gute Torchancen ungenutzt. "Die Treffer waren alle Kunstwerke, Barcelona hat hier eine Super-Vorstellung geliefert", rief ein Kommentator im spanischen Fernsehen begeistert.

Real bot eine klägliche Vorstellung, vor allem in der ersten Hälfte. Den Hausherren gelang der erste Schuss aufs Tor erst in der 28. Minute durch James Rodríguez. Die wenigen guten Torgelegenheiten der "Weißen" machte Claudio Bravo im Tor von Barcelona nach der Pause mit tollen Paraden zunichte. Einmal scheiterte Weltfußballer Cristiano Ronaldo allein vor dem Chilenen. Zu allem Übel beendete Real das Spiel nach dem Platzverweis von Isco (85.) nach Foul an Neymar nur mit zehn Mann.

Nach der Schlappe verschwanden die Real-Spieler wortlos aus dem Stadion, einige benutzten sogar einen Hinterausgang und vermieden jeden Blickkontakt mit den Journalisten in der Mixed Zone. Benítez hatte zuvor die PK-Pflicht erledigt und mit steinerner Miene eingeräumt: "Das tut natürlich sehr weh. Wir sind alle schuldig" Es werde sehr schwierig sein, die Profis vor dem - allerdings bedeutungslosen - Champions-League-Duell am Mittwoch bei Schachtjor Donezk psychologisch wieder aufzurichten, sagte der Coach. Laut Medien wackelt der Stuhl des im Sommer von Real verpflichteten 55-Jährigen bereits heftig.

Mit dem 91. Clásico-Sieg hat Barça in der Statistik nur noch einen Triumph weniger als Real. In der Tabelle der Primera División ist man unterdessen nach zwölf Runden mit 30 Punkten klar vorne. Dahinter folgt Real mit 24 Zählern. Atlético Madrid (23) kann allerdings den Stadtrivalen bei einem Sieg am Sonntag bei Betis Sevilla überholen.

Das Spiel fand nach den Terror-Anschlägen von Paris unter in Spanien bei einer Sportveranstaltung nie dagewesenen Sicherheitsvorkehrungen statt. Mehr als 2500 Polizisten und Mitarbeiter privater Sicherheitsdienste - doppelt so viele wie bei früheren Clásicos - bildeten drei Ringe um das Stadiongelände. "Wir werden auch die Butterbrote genau kontrollieren", hatte die Präfektin Concepción Dancausa angekündigt - und so war es auch. Zwischenfälle gab es aber nicht.

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