Balotelli beschwert sich auf T-Shirt: "Warum ich?"

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“Warum immer ich?“, fragt Mario Balotelli von Manchester City auf seinem T-Shirt

Berlin - “Why always me?“, “Warum immer ich?“, fragt Mario Balotelli von Manchester City auf seinem T-Shirt. Die Antwort dürfte er wohl selbst nicht kennen. Für seinen schlechten Ruf tut er einiges.

“Why always me?“, “Warum immer ich?“, prangte auf einem T-Shirt unter seinem Trikot, in großen weißen Buchstaben auf hellblauem Untergrund, ganz uni mit dem Jersey von Manchester City. Die Antwort dürfte Mario Balotelli wohl selbst nicht kennen. Vielleicht richtete der Angreifer nach seinem Auftakt-Treffer zum 6:1-Kantersieg im Derby gegen Manchester United diese Frage auch deshalb ganz bewusst an die Öffentlichkeit. Vielleicht sucht Balotelli Hilfe. Denn irgendwie scheint bei dem italienischen Nationalspieler alles immer schief zu laufen. Zumindest neben dem Platz.

Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien

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Ein Traum in weiß-blau: Fans des TSV 1860 bei der Eröffnung der Münchner Allianz-Arena. © dpa
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Auch die Bayern Fans zeigen Flagge: Sie tauchten einen Tag später die Arena in Rot und Weiß. © ap
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Deutschland-Fans tauchen die Kurve des Wiener Ernst-Happel-Stadions beim EM-Finale 2008 in Weiß und Schwarz. © dpa
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Ein deutscher Anhänger hat sich im Schweizer Fan-Block verirrt. © dpa
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Sechzger-Fans im Grünwalder Stadion in Giesing. © sampics
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Deutsche Fans zeigen ihrem Team bei der Europameisterschaft, wo es hingehen soll: zum Finale nach Wien. © dpa
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Kroatische Fußball-Anhänger bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr. © wikipedia kawu
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Die Anhänger von 1860 sind für ihren Einfallsreichtum bei Fan-Choreographien bekannt. © sampics
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Noch acht Spiele im alten Tivoli-Stadion. Dann ziehen die Aachener-Kicker um. © dpa
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Deutsche Fans vor der Begegnung gegen Tschechien im Herbst 2007 in der Münchner WM-Arena. © Florian Weiß
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Kämpfen und Siegen lautet die Devise der Augsburger Zuschauer. © dpa
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Gigantische Blockfahne, erstellt in Eigenregie: Die Löwen-Fans entrollen vor dem Spiel gegen Kaiserslautern im April 2009 eine 50x20 m großes Transparent. © sampics
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Der FC Bayern und die Meisterschale - ein vertrautes Bild. © dpa
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"Der Betze brennt": Fans des 1.FC Kaiserslautern im Fritz-Walter-Stadion. © dpa
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Die Fans wollen einheitliche Anstoßzeiten in der Bundesliga. Und zwar samstags, um 15.30 Uhr. © dpa
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Für jeden Fan ein Fähnchen: Gleich spielen die deutschen Adlerträger. © dpa
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Löwen-Fans machen sich vor dem Derby gegen Nürnberg im Dezember 2008 für eine Rückkehr ins Grünwalder Stadion stark. © sampics
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BVB-Anhänger schwören ihrer geliebten Dortmunder Borussia ewige Treue. © dpa
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Tooor - so steht es auf den Plakaten der Dynamo Dresden Fans geschrieben. © dpa
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Für immer und ewig: Bochumer Supporter im Ruhrstadion. © dpa
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Der offizielle Fan-Club der deutschen Nationalmannschaft hat ein eigenes Groß-Transparent. © dpa
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Bayern-Fans sagen: Servus Mehmet Scholl. © dpa
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Ein überdimensionales Trikot der französischen "Equipe Tricolore", ausgebreitet auf den Rängen des Stade de France in Paris-St.Denis. © dpa
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Champions League 2006/2007: Eine Choreographie soll den Spielern des FC Bayern den Weg ins Finale nach Athen weisen. © dpa
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WM 2006: Finale oh oh, Finale oh oh oh oh!!! © dpa
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Freiburger Zuschauer setzten sich für den Verbleib von Volker Finke an der Dreisam ein. Geholfen hat es nichts: Der Coach musste trotzdem gehen. © dpa
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Die Bayern-Südkurve feiert die 20. Deutsche Meisterschaft. © dpa
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Bei der WM 2002 schreien fanatische Anhänger von Südkorea ihr Team bis ins Halbfinale. © dpa
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Eine Choreographie fast ganz ohne Fans: die Tribüne in der HSH Nordbank Arena in Hamburg. © dpa
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Bayern-Fans bedanken sich bei ihrem Kaiser Franz Beckenbauer. © dpa
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Russische Anhänger bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr. © dpa
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Sind bekannt für ihre stimmgewaltigen Gesänge: die Fans von Mainz 05. © dpa
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Ein Bild aus alten Tagen: Bayern-Anhänger präsentieren in der Südkurve des Olympia-Stadions ein Trikot mit der Nummer 12. © dpa
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"Nur gemeinsam sind wir stark" - Freiburger Anhänger demonstrieren Einheit. © dpa
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Russische Fans vor einem Spiel bei der Europameisterschaft in Innsbruck. Über allen thront auf der Anzeigentafel der Trainer des Teams, Guus Hiddink © dpa
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Schalker Legenden sterben nie: Die Fans lassen Ernst Kuzorra hochleben. © dpa
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1. FC Union Berlin © dpa
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St-Pauli-Fans im legendären Stadion am Millerntor in Hamburg. © dpa
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Gehören zu den treuesten Anhänger der Fußball Bundesliga: die Fans vom 1. FC Köln. © wikipedia Sebastian Ritter
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Im spanischen Block feiern begeisterte Zuschauer den Gewinn der Europameisterschaft. © dpa
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Schalke-Anhänger schwören ihrem Verein Treue bis zum Tod. © dpa
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Eintracht-Fans in der Commerzbank Arena in Frankfurt. © wikipedia Dirk Ingo Franke
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Ein aufwändige Choreographie im Karlsruher Wildparkstadion. © wikipedia firestar
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Sechs Spanierinnen, sechs Buchstaben: E-S-P-A-N-A! © dpa
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Bayern-Fans feiern 2001 auf dem Münchner Marienplatz den Sieg in der Champions League. © Kurzendörfer
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Die Fans von den Young Boys Bern sorgen in der Schweiz für mächtig Stimmung. © wikipedia amstutzmarco
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Schalke 04 - die Macht im Revier! © dpa
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Bayern-Anhänger in der Allianz Arena. © Westermann
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Die Fankurve im Bernabeu-Stadion vor dem Stadtderby Real gegen Atletico Madrid. © wikipedia elemaki
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Forca! Portugisische Fans präsentieren ihre Schals. © wikipedia Fritz Duras
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Köln-Fans im Rhein-Energie-Stadion. © wikipedia Sebastian Ritter
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Ein überdimensionales Kunstwerk: die Choreographie im Magdeburger Stadion. © wikipedia Sven Gebhard
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Bayern-Fans beim Derby gegen 1860 im Oktober 2001. © Bodmer

Denn wenn er nicht den Ball am Fuß hat, geht es im Leben des 21-Jährigen drunter und drüber. Zuletzt hatte Balotelli in der Nacht auf Sonntag in seinem Haus in Macclesfield im Süden von Manchester gezündelt, und zwar im Badezimmer. Irgendwie kam der Italiener auf die fixe Idee, dort ein Feuerwerk abzubrennen, woraufhin Handtücher und Duschvorhang Feuer fingen. Zwei Löschfahrzeuge mussten ausrücken. Für den unverletzt gebliebenen Balotelli ging es daraufhin ins Hotel und einige Stunden später auf den Fußballplatz zum Derby gegen ManUnited, wo er dann ein weiteres Feuerwerk zündete. Zum Glück nur ein fußballerisches.

Fans, Präsidium - alle gegen Balotelli

Angefangen hat die ganze Misere bei seinem Ex-Klub Inter Mailand. Aus der Nachwuchsmannschaft in den in den A-Kader gestoßen, sorgten Balotellis Geistesblitze auf dem Feld zunächst für Euphorie bei den Tifosi. Da war es - das sehnsüchtig erwartete italienische Toptalent.

Allerdings schaffte es Balotelli eben auch mit traumwandlerischer Sicherheit, die Massen und sogar das Präsidium gegen sich aufzubringen. Ein wütend zu Boden geworfenes Inter-Trikot - Balotelli sah sich wiederholt rassistischen Schmähgesängen der eigenen Fans ausgesetzt - nach dem verlorenen Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den FC Barcelona schließlich brachte das Fass zum Überlaufen. Der talentierte Signore Balotelli wurde endgültig zur persona non grata und beurlaubt. Im Sommer war dann ganz Schluss, Inter verkaufte den Youngster für knapp 30 Millionen Euro an Manchester City.

Aber auch auf der Insel wurde Balotelli das Opfer seiner Eskapaden - ob ein Kung-Fu-Tritt in der Europa League gegen einen Spieler von Dynamo Kiew, Strafzettel wegen Falschparkens in Höhe von knapp 11.000 Euro oder Dartpfeile auf Akteure der eigenen Nachwuchsmannschaft - Balotelli geriet einfach nicht aus den Schlagzeilen. Dennoch spielt er. Und wird von den Fans geliebt. Vielleicht gerade wegen seiner Ecken und Kanten. “Er gehört zu den fünf besten Fußballern der Welt“, sagte sein Trainer Roberto Mancini nach den zwei Toren gegen United. “Aufgrund seiner Jugend macht er noch viele Fehler. Aber er ist ein guter Junge.“

Ein Tritt macht Boateng berühmt

In der Fremde geliebt, zu Hause vom Hof gejagt - auch Kevin-Prince Boateng vom AC Mailand kann ein Lied davon singen. In Deutschland trat sein Name erst kurz vor der WM 2010 flächendeckend in Erscheinung - nämlich als der Ex-Herthaner, damals noch in Diensten des FC Portsmouth, der Chelsea-Spieler Michael Ballack im englischen Pokalfinale mit einem bösen Foul aus dem Kader der deutschen Nationalmannschaft für Südafrika trat. Der gebürtige Berliner wurde zum Staatsfeind Nummer eins.

Nicht deswegen hat sich der Bruder von Bayerns Abwehrspieler Jerome Boateng für die ghanaische Nationalmannschaft entschieden - diese Wahl hatte der ehemalige deutsche Jugend-Nationalspieler Kevin-Prince bereits vor seinem folgenreichen Tritt getroffen. Aber bei den “Black Stars“ bekam er einen Platz in der Nationalmannschaft, er konnte sich zeigen. Und das tat Boateng bei der WM, seine starken Auftritte lenkten die Aufmerksamkeit des FC Genua auf ihn. Der verpflichtete Boateng, verlieh ihn sogleich an den AC Mailand, und dort reifte der “Bad Boy“ aus dem Berliner Stadtteil Wedding zum Starspieler.

Spätestens seit seinem Hattrick am vergangenen Samstag gegen Lecce, mit dem Boateng in der zweiten Hälfte ein längst verloren geglaubtes Spiel zunächst ausglich, ehe Mario Yepes sogar noch den Siegtreffer für Milan erzielte, liegen ihm die Fans dort zu Füßen. Dass Boateng im März 2009 bei einem Heimatbesuch in Berlin zusammen mit seinem Kumpel Patrick Ebert mehrere Auto-Außenspiegel abgetreten haben soll, interessiert dort niemanden. “Ich habe eine großartige Beziehung zu den Fans“, sagt der 24-Jährige. Und das ist mehr, als Balotelli und Boateng in ihrer Heimat erwarten dürfen.

dapd

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