"Das ist Blödsinn"

Aufregung beim BVB um Hummels-Gerücht

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Mats Hummels

Dortmund - Der erste Verfolger von Spitzenreiter München geht am Stock. Vor dem Duell mit Hannover 96 klagt der Tabellenzweite Borussia Dortmund weiter über Personalprobleme. Aufregung gibt es um ein Hummels-Gerücht.

Es gibt leichte Fortschritte, aber keinen Grund zur Entwarnung. Vor dem Duell mit Hannover 96 am Samstag (15.30 Uhr) bleibt die Personallage bei Borussia Dortmund angespannt. Obwohl der eine oder andere angeschlagene Profi am Ende der Länderspielpause in das Training zurückkehrte, bereitet die Auswahl der Startelf Kopfzerbrechen. „Irgendwie werden wir eine Mannschaft hinkriegen. Aber es ist nicht so schlimm, wie es hätte ausgehen können“, kommentierte Chefcoach Jürgen Klopp am Donnerstag.

Im Vergleich zu den ersten Trainingseinheiten nach dem unnötigen 0:2 in Mönchengladbach vor knapp zwei Wochen, in denen gleich neun verletzte Spieler fehlten, scheint sich die Lage ein wenig zu entspannen. Die Rekonvaleszenten Marco Reus, Nuri Sahin und Jonas Hofmann überstanden zuletzt das komplette Programm. Das erhöht die Chancen des Trios auf einen Einsatz im Spitzenspiel des Tabellenzweiten gegen den -fünften.

Dagegen bleibt offen, ob auch Marcel Schmelzer und Sven Bender wieder zur Verfügung stehen. Beide Stammkräfte absolvierten erst am Donnerstag erstmals nach ihrer Zwangspause Individualtraining. Klopp schloss aus, einsatzfähige Profis für die Aufgabe am Dienstag in der Champions League schonen zu wollen: „Das nur wegen Arsenal zu machen, kommt nicht infrage. Unser maximaler Fokus liegt auf dem ersten Spiel der Woche.“

Den öffentlichen Erklärungsversuchen, wonach der kräfteraubende Vollgas-Fußball der Borussia für die Verletzungsmisere mitverantwortlich ist, konnte Reus wenig abgewinnen: „Diese Art zu spielen hat uns erfolgreich gemacht. Die Belastung war in den vergangenen Jahren auch nicht das Problem“, sagte der von einem Anriss des Innenbands im linken Sprunggelenk genesene Nationalspieler.

Selbst beim größten Sorgenkind geht es voran. Erstmals seit seinem Ausfall im August war Ilkay Gündogan zu Wochenbeginn wieder auf dem Trainingsgelände der Borussia zu sehen. Die behutsamen Laufeinheiten des Rückenpatienten stimmten Sportdirektor Michael Zorc zuversichtlich, dass der Nationalspieler - entgegen letzter Prognosen - noch in diesem Jahr wieder zum Kader zählen wird: „Ilkay macht Fortschritte.“ Noch konkreter sind die Comeback-Pläne bei Sebastian Kehl. Der BVB-Kapitän soll in der kommenden Woche wieder mit der Mannschaft trainieren.

Fest eingeplant für die Partie gegen Hannover ist Sokratis. Nach überstandener Zerrung kam der Innenverteidiger in den WM-Qualifikationsspielen der griechischen Nationalmannschaft zum Einsatz. „Es war wichtig, dass er Spielpraxis sammeln konnte, weil Mats Hummels am Samstag ja gesperrt ist“, sagte Zorc.

Hummels-Gerücht? "Blodsinn!"

Nationalverteidiger Hummels gehört zwar nicht zum Kader, war in Dortmund aber dennoch Gesprächsthema. Medienberichte über eine angebliche Zusage, Hummels dürfe im Sommer für eine Ablöse von 35 Millionen Euro zum FC Barcelona wechseln, veranlassten die Vereinsführung zu entschiedenen Dementis. „Das ist absoluter Nonsens“, kommentierte Zorc. Ähnlich deutliche Worte fand Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Mittwochabend in der ZDF-Sendung Markus Lanz: „Das ist Blödsinn. Das ist eine Nicht-Geschichte. Da ist gar nichts dran.“

dpa

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