Berlin folgt auf St. Pauli

Auch Union nimmt nicht an Aktion für Flüchtlinge teil

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Auch Union Berlin verzichtet auf die Teilnahme an der Bild-Aktion für Flüchtlinge.

Berlin - Union macht es wie St. Pauli: Auch die Berliner beteiligen sich am Wochenende nicht an der für alle Vereine der 1. und 2. Fußball-Liga geplanten „Wir helfen“-Aktion für Flüchtlinge.

Nach dem FC St. Pauli wird sich auch Fußball-Zweitligist Union Berlin nicht an der Flüchtlings-Aktion „Wir helfen“ beteiligen. Wie die Köpenicker am Donnerstag mitteilten, wird der Klub „an der für den kommenden Bundesligaspieltag geplanten Aktion einer Boulevardzeitung nicht teilnehmen“.

Stattdessen hilft Union mit eigenen Maßnahmen und stellt unter anderem das geplante Fanhaus mit einer Fläche von 1200 Quadratmetern für die Wintermonate als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung.

„Berlin ist darauf angewiesen, alle Reserven zu erschließen, um das Unterbringungsproblem zu lösen. Wir haben die Möglichkeit, dazu einen Beitrag zu leisten, indem wir selber verzichten. Natürlich hätten wir unser Fanhaus sehr gerne anlässlich unseres 50. Vereinsgeburtstag im Januar eröffnet, aber wenn wir akute Not lindern können, dann tun wir das selbstverständlich“, sagte Unions Fanhaus-Leiter Sven Mühle.

Genau wie der FC St. Pauli werden die Berliner hingegen nicht an der für alle Klubs aus der 1. und 2. Bundesliga freiwilligen Kampagne der Liga, des DFL-Partners Hermes und der Bild-Zeitung teilnehmen. Bei den übrigen 34 Profiklubs soll am kommenden Spieltag „Wir helfen - #refugeeswelcome“ auf dem Trikotärmel stehen.

Die Eisernen engagieren sich bereits seit Monaten für die Integration von geflüchteten Menschen in der Hauptstadt. Die Teilnahme am 1. Berliner Flüchtlings-Sport-Kongress im Oktober des vergangenen Jahres bildete den Auftakt zu einer Vielzahl von Maßnahmen.

Bild-Zeitung vs. St. Pauli: Shitstorm und Boykott-Aufrufe 

„Wir sind humanistischen Grundwerten verpflichtet und können hier in unserer Stadt, in unserem Umfeld denjenigen helfen, die unsere Hilfe brauchen“, sagte Union-Präsident Dirk Zingler: „Wenn durch die Bereitstellung unserer Flächen nur eine Sporthalle in Berlin weniger umgewidmet werden muss, ist allen geholfen.“

SID

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